Auszüge
aus der Geschäftsordnung der LAG
Vorstand
Der
Vorstand besteht aus 3 Mitgliedern.
Die Bestellung erfolgt für den Zeitraum von 2 Jahren. Eine Wiederwahl
nach Ablauf dieser Frist ist möglich.
Der Vorstand führt die Geschäfte im Sinne der Beschlüsse
der Sitzungen aus.
Der Vorsitzende vertritt die LAG SHK gemeinsam mit einem Stellvertreter
in allen Angelegenheiten nach außen, im Verhinderungsfall sind beide
Stellvertreter gemeinsam geschäftsfähig.
Aufgaben
der LAG
Der
LAG obliegen in enger Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement folgende
Aufgaben:
-
Koordination der Steuerung von relevanten Aktivitäten und Veränderungsprozessen
im Bereich integrierter ländlicher Entwicklung in der Region
- Erstellung
eines jährlichen Arbeitsprogramms
- Bewertung
der eingebrachten Projektideen, ob sie mit der festgelegten LEADER+
Strategie konform sind
- Koordination
und Abstimmung der Arbeit mit anderen LEADER+ Gruppen, aber auch mit
anderen regionalen Projekten, sowie mit den Förderstellen des Bundes
und Landes
- Gewährleistung
einer ständigen Transparenz der Arbeit, z.B. auch durch die Nutzung
moderner Kommunikationsmedien
- den
LAG Mitgliedern obliegt die Wahl des Regionalmanagers
Aufgaben
des Regionalmanagements
Auf der Grundlage
des Werkvertrages ergeben sich folgende Aufgaben für das Regionalmanagement:
- Unterstützung
des LEADER+ Vorstandes und der Arbeitsgruppen
- erste
Anlaufstelle für Akteure in allen Fragen zu LEADER+
- bei
der Strategieentwicklung und
Abstimmung
- Analyse
und Projektentwicklung
- Sicherstellung
der Informationsflüsse zwischen den Organen und nach außen
- regionale
Vernetzungsarbeit, Anbahnung überregionaler Zusammenarbeit.
- finanzielle
Abwicklung der LEADER+ Koordinationsmittel
- Organisatorische
Unterstützung des Vorstandes insbesondere bei Vorbereitung, Moderation
und Dokumentation der Sitzungen
- Öffentlichkeitsarbeit
- Organisation
von Workshops, Bildungsreisen und Veranstaltungen für Akteure und
LAG Mitglieder
Öffentlichkeitsarbeit
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| Zum Hoffest
in Etzdorf präsentierte sich auch die Leader+ Aktionsgruppe der
Region Saale- Holzland |
8.
Hoffest in Etzdorf
21.06.2003 |
Entwicklungsziele
Was
ist in kurzen Worten das Leitbild der Region, das im Rahmen von LEADER+
umgesetzt werden soll?
Für
unsere Region hat die nachhaltige Sicherung und Erhaltung des ländlichen
Raumes als Wohn-, Arbeits-, Lebens-, Kultur- und Erholungsstandort und
damit die Verbesserung der Lebenssituation im ländlichen
Raum Priorität. Unterziele
1.
sozioökonomische Ziele
-
Reduzierung von Arbeitslosigkeit, unter besonderer Beachtung von Frauen
und Jugendlichen
-
Steigerung der regionalen Wertschöpfung
2.
soziokulturelle Ziele
-
Verbesserung der Lebensbedingungen, Stärkung der regionalen Identität
3. Umweltziele
-
wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der ökologischen Belastungsgrenzen,
-
nachhaltige Nutzung erneuerbarer Ressourcen und Reduzierung des Verbrauchs
nicht erneuerbarer Ressourcen
-
Bewahrung der Artenvielfalt und der Vielfalt von Landschaften.
Auf welche Themenfelder konzentriert sich
die LAG?
Förderung
des Landtourismus
-
durch die Schaffung zusätzlicher Einkommensalternativen
- durch
die Vernetzung vorhandener Angebote mit der Erschließung neuer,
noch nicht marktgerechter touristischer Produkte zu einer komplexen
Vermarktung
- durch
die Schaffung von Arbeitsplätzen
Der
ländliche Raum gilt als zukunftsfähiger Standort für erlebnisreichen
Urlaub. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Konkurrenz zu Fernzielen muss
auf die Entwicklung, Abstimmung und Vernetzung von Angeboten und Produkten
großer Wert gelegt werden. Schöne Landschaften und reizvolle
Dörfer bieten auch andere Regionen. Um erfolgreich zu sein, müssen
alle Angebote, die die Stärke und Spezifik des ländlichen Raumes
ausmachen, einbezogen werden. Hierzu bedarf es einer kreativen und regionstypischen
Angebotsentwicklung, einer guten Zusammenarbeit mit den Menschen, die
in der Region leben, spezieller touristischer Qualifikationen, einer klar
definierten Marketingstrategie, flexibler Vermarktungsgemeinschaften sowie
Partnerschaften zwischen allen touristischen Anbietern.
Gemeinschaftliche
Vermarktung regionaler Produkte in Symbiose von größeren und
kleineren Erzeugern und Herstellern
- Diversifizierung,
als Methode der Stabilisierung landwirtschaftlicher und handwerklicher
Produktion
- Direktvermarktung
landwirtschaftlicher Erzeugnisse als Einkommensalternative für
Landwirte
- Schaffung
gemeinsamer Vermarktungsaktivitäten
Unmittelbares Ziel des Projektes soll es daher sein, die wenigen vorhandenen
und bereits wirtschaftlich arbeitenden kooperativen Vermarktungsstrukturen
der „Großen“ zum gegenseitigen Vorteil auch für
Kleinsterzeuger zu öffnen und mit Hilfe eines straffen Managements
zielgerichtet auf eine sukzessive Anreicherung der Wertschöpfungsketten
in der Region auszurichten.
Die gemeinsame Vermarktung sollte dabei ihr Standbein innerhalb der Region
haben, aber nach Möglichkeit auch überregionale Ausstrahlung
erreichen. Kurze Vermarktungswege, engerer Kontakt zu den Verbrauchern,
Transparenz und Qualitätsbewusstsein für die eigenen Produkte
und gemeinsam entwickelte Marketingstrategien sind Vorgaben, die es ermöglichen,
nicht nur einen ökonomischen und ökologischen Erfolg zu begründen,
sondern auch einen direkten und indirekten Beitrag zur Beschäftigungssicherung
zu leisten (Tourismus).
Energetische
Nutzung pflanzlicher Biomasse
-
Kaltgepresstes
Bioöl
Die Nutzung pflanzlicher Biomasse in Form von Non-Food-Ölsaaten
als CO²-neutrale Energiebasis mit ständiger Erneuerbarkeit
und ressourcenschonender regionaler Herkunft stellt eine nachhaltige
Wertschöpfungsmöglichkeit im ländlichen Raum dar und
realisiert damit ein wesentliches Umweltziel. Darüber hinaus
werden Arbeitsplätze in der Landwirtschaft gesichert bzw. neu
geschaffen. Der lokale Kreislauf führt auf direktem Wege Erzeuger
und Verbraucher zusammen. Das System ist weitgehend unabhängig
von Währungsschwankungen und Weltmarktlage. Es ist ein Geschäft
zum gegenseitigen Vorteil.
-
Holz
Das Nachhaltigkeitsprinzip der Forstwirtschaft bedingt die Erschließung
weiterer Absatzmärkte für Holz aus Thüringer Waldbeständen.
Die gegebene Konkurrenzsituation auf sich zunehmend globalisierenden
Märkten bedarf der Herausarbeitung eines entsprechenden Alleinstellungscharakters
von Thüringer Holz. Dazu sind in einem entsprechend ganzheitlichen
Ansatz weitere Verwendungsalternativen für Holz aus einheimischen
Beständen zu erschließen. Die bereits weit fortgeschrittene
Zertifizierung der Holzbestände nach den Kriterien der PEF (Paneuropean
Forest Zertifikation) eröffnet neue Möglichkeiten, eine
Alleinstellung des Holzes aus Thüringer Wäldern auf dem
Markt und somit eine höhere Wertschöpfung zu erreichen.
-
Faserpflanzen
Kernpunkt der Bemühungen in Thüringen liegt bei der multivalenten
Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Hanf. Die landwirtschaftlichen
Nutzflächen im Kerngebiet unserer Region eignen sich seit alters
her besonders für den Anbau von Faserpflanzen wie z.B. Leinen
und Hanf. Besonders auf dem Gebiet der Verarbeitungstechnologien für
Qualitätsprodukte gibt es großen Entwicklungs- und Versuchsbedarf.
Die Faser ist vielseitig nutzbar, so zur Herstellung von Textilien
und Papier, als Zuschlagstoff für Autoteile, für Bauplatten
der Bauindustrie, als Sitzmöbel usw. Die Reststoffe binden beispielsweise
Flüssigkeiten bei der Gülleaufbereitung oder sind als Dämmstoffe
verwendbar.
Dieser Projektansatz reicht weit über
den zeitlichen Horizont und die finanziellen Möglichkeiten des LEADER+
-Projektes hinaus. Es ist ein Ausblick auf künftig drängende
Aufgaben.
Welche
übergeordneten Entwicklungsziele sollen dort bis 2006 erreicht werden?
Zentrales
Anliegen der LEADER+- Aktivitäten wird es dabei sein, zwischen den
genannten sozioökonomischen, soziokulturellen und Umweltzielstellungen
– bei Akzeptanz ihrer Eigenständigkeit – ein Höchstmaß
an Integration zu erreichen. Sowohl ein qualifiziertes, Prioritäten
setzendes Regionalmanagement, als auch das mit der Einbindung in LEADER+
in der Breite zu qualifizierende Spektrum der übrigen regionalen
Akteure müssen Gewähr dafür bieten, dass diese im Detail
oft miteinander konkurrierenden Zielstellungen im regionalen Konsens ausgehandelt
werden und insbesondere die Reibungsverluste durch den Gegensatz ökonomischer
und ökologischer Zielstellungen so gering wie möglich ausfallen.
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