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Stickstoff-Flächenbilanz
Definition:
Die Stickstoff-Flächenbilanz beschreibt die Differenz aus Stickstoff-Zufuhr und Stickstoff-Abfuhr.
Die Stickstoffzufuhr erfolgt aus Handelsdüngern, aus Wirtschaftsdüngern, aus Abfällen (Klärschlamm, Kompost o.ä.) und aus legumer N-Bindung. Die Abfuhr erfolgt mit dem Erntegut (Pflanzenentzug), abzüglich Verbleib von Ernterückständen auf dem Feld (z.B. Stroh, Rübenblatt) und durch Beweidung.
Bedeutung und Entwicklung:
Die Stickstoff-Flächenbilanz gibt keinen eindeutigen Trend wieder, da sie vor allem witterungsbedingten Schwankungen unterliegt. So resultiert der extrem hohe Wert 2003 aus einem sehr heißen Sommer.
Die Stickstoff-Flächenbilanz wird in der Landwirtschaft als Ausgangswert für die weitere Dünger-Zufuhr verwendet. Je höher die Bilanz ausfällt, umso weniger Dünger ist für den Folgeanbau notwendig. Eine geringere Stickstoff-Zufuhr wirkt sich positiv auf den natürlichen Haushalt des Bodens, des Grundwassers und der benachbarten Gewässer aus.
Diagramm und Tabelle:
| Jahr | Stickstoff-Flächenbilanz [kg/ha] |
| 1999 | 36 |
| 2000 | 35 |
| 2001 | 39 |
| 2002 | 58 |
| 2003 | 62 |
| 2004 | 33 |
| 2005 | 35 |
| 2006 | 43 |
| 2007 | 39 |
| 2008 | 33 |
| 2009 | 30 |
| 2010 | 48 |
| Quelle:Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft |