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Siedlungsabfall und Verwertung
Definition:
Siedlungsabfall umfasst alle Abfälle aus Haushaltungen sowie andere Abfälle, die aufgrund ihrer Beschaffenheit oder Zusammensetzungen den Abfällen aus Haushaltungen ähnlich sind oder wie diese entsorgt werden können. Er wird in Kilogramm je Einwohner und Jahr erfasst. Zu den erfassten Teilfraktionen gehören Hausmüll, Sperrmüll, Papier, Pappe, Kartonagen (PPK), Behälterglas, Leichtverpackungen sowie Bioabfall.
Zum Teil handelt es sich um Wertstoffe, welche wiederaufbereitet werden können. Aus dem Quotienten aus den Summen der Wertstofffraktionen zum Gesamtsiedlungsabfall ergibt sich die Verwertungsrate in Prozent.
Ein sinkendes Abfallaufkommen sowie eine steigende Verwertungsrate zeigen geringeren Ressourcenverbrauch und damit weniger Eingriffe in das Umweltschutzgut Boden an.
Umweltzustand und Entwicklung:
Das Abfallaufkommen nimmt seit Jahren stetig ab. Allerdings stagniert dieser Trend, so dass die Abfallmenge pro Kopf bei etwa 380 kg liegt. Ähnlich verhält es sich mit der Verwertungsrate. Bis 2007 konnte sie bis auf mehr als 50 % gesteigert werden, bleibt seitdem jedoch annähernd konstant.
Diagramm und Tabelle:
| Jahr | Siedlungsabfall [kg/EW] | Verwertungsrate [%] |
| 1998 | 453 | 38,4 |
| 1999 | 447 | 41,9 |
| 2000 | 426 | 43,9 |
| 2001 | 416 | 46,3 |
| 2002 | 416 | 47,5 |
| 2003 | 397 | 47,4 |
| 2004 | 404 | 47,9 |
| 2005 | 396 | 48,8 |
| 2006 | 397 | 48,7 |
| 2007 | 380 | 51,0 |
| 2008 | 369 | 50,8 |
| 2009 | 386 | 51,3 |
| 2010 | 381 | 51,4 |
| Quelle: Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie |
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