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> Kleiner Museumsrundgang > Begleitpublikationen
Allgemeine Informationen
| Einrichtung |
Museum für Ur- und
Frühgeschichte Thüringens |
| Anschrift |
Museum für Ur- und Frühgeschichte
Thüringens Humboldtstrasse 11 99423 Weimar
Tel.: 03643 / 81 83 30 (Besucherbetreuung) Tel.:
03643 / 81 83 31 (Kasse) Fax: 03643 / 81 83 90 e-Mail:
museum@tlda.thueringen.de
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| Kurzbeschreibung |
Die Ausstellung zeigt die vor 400 000
Jahren beginnende, älteste Geschichte Thüringens. Im Mittelpunkt
stehen der Mensch mit seiner materiellen und geistigen Kultur (u.a. Technik,
Hausbau, Kunst) und die wechselnden naturräumlichen Bedingungen.
Zahlreiche lebensgroße Rekonstruktionen, Bilder und Modelle vermitteln
ein lebendiges Bild von der Menschwerdung bis zum Mittelalter. |
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| Öffnungszeiten |
Dienstag: 9.00 - 18.00 Uhr Mittwoch - Freitag: 9.00
- 17.00 Uhr Samstag, Sonn- und Feiertag: 10.00 - 17.00 Uhr Montag:
geschlossen |
| Eintritt |
Erwachsene: 3,50 € Studenten/Rentner: 2,50
€ Schüler: 1,00 € Familien: 6,00
€ Schülergruppen im Rahmen des Unterrichts: freier
Eintritt Sonderführungen: 15,00 € |
| Führungen |
nach vorheriger Anmeldung: unter Tel: 03643 / 81 83
30 oder Fax: 03643 / 81 83 90 |
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Nutzung für den Unterricht
Das Museum bietet aufgrund seiner
umfangreichen Sammlung und seiner auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen
beruhenden, sehr anschaulichen Darstellung vielfältiges Potenzial zur
Gestaltung von Unterrichtsstunden. Für die Schülerarbeit stehen
Räumlichkeiten, Arbeitshefte und zusätzliches Anschauungsmaterial zur
Verfügung. Sonderveranstaltungen, Projekttage oder
Ferienveranstaltungen beinhalten oft praktische Tätigkeiten.
Hierbei spielen alte Techniken wie Töpfern, Spinnen und Weben oder
Steinbohren eine besondere Rolle. Projekttage können sich auf spezielle
inhaltliche Themen der Ausstellung beziehen wie "Die Kunst der Eiszeit" oder
"Die Tracht der Germanen". Besonders zu empfehlen sind auch Exkursionen zu
Bodendenkmalen z.B. zur altsteinzeitlichen Fundstelle Weimar-Ehringsdorf oder
zum Bärenhügel bei Wohlsborn, Lkr. Weimarer Land. Weitere
Veranstaltungen können nach individueller Absprache vereinbart werden.
Für alle lehrplanorientierten
Führungen und Veranstaltungen ist eine vorherige Anmeldung unter
(03643) 81 83 30 (Bereich Museumspädagogik) notwendig (weitere
thematische Führungen können individuell vereinbart werden).
Das Museum ist
außerschulischer Lernort des
Freistaates Thüringen.
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Grundschule |
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Lebensbild - Der
Altmensch von Weimar-Ehringsdorf und seine Umwelt vor ca. 200 000
Jahren |
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Heimat- und
Sachkundeunterricht
Thema: Wie die Menschen unserer
Heimat früher lebten Anhand besonders anschaulich gestalteter
Räume werden Schüler an den Besuch von Museen und Ausstellungen
herangeführt. Sie erhalten Informationen über das Aussehen und die
Lebensweise der Jäger und Sammler am Beispiel der Fundorte Bilzingsleben
und Weimar-Ehringsdorf. Ziel ist es, Neugier und Interesse für die
Heimatgeschichte zu wecken. |
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Regelschulen, Gymnasien und
Förderschulen
(Leistungsniveau, Kenntnisstand und individuelle
Besonderheiten werden selbstverständlich berücksichtigt)
Geschichte
1. Thema: Auf den Spuren der Menschen der
Altsteinzeit Dieses Thema kann als Einführung für den
beginnenden Geschichtsunterricht genutzt werden. Umfangreiches Fundmaterial
sowie Rekonstruktionen und Lebensbilder veranschaulichen den Prozess der
Menschwerdung. Zusätzlich werden originale Funde zum "Begreifen" zur
Verfügung gestellt. Im Mittelpunkt stehen der Mensch der Altsteinzeit,
seine Jagd- und Sammelwirtschaft, die Nutzung des Feuers, die Entwicklung der
Werkzeuge und Behausungen sowie Kunst und Kult des Homo sapiens sapiens.
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Lebensbild
altsteinzeitlicher Jäger und Sammler vor ca. 13 000 Jahren |
2. Thema: Von der Altsteinzeit zur
Jungsteinzeit Die Lebensweise der Jäger und Sammler der
Altsteinzeit im Vergleich zu den Bauern der Jungsteinzeit ist Schwerpunkt
dieser Veranstaltung. Sie eignet sich besonders zur Ergänzung,
Wiederholung oder Systematisierung im Anschluss an das Thema Steinzeit im
Unterricht. Besonders herausgearbeitet werden die Veränderungen der
Jungsteinzeit wie Hausbau und Sesshaftigkeit, Ackerbau, Viehhaltung,
Vorratswirtschaft und neue Techniken.
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Reste eiszeitlicher
Tiere |
3. Thema: Zeitreise - von der Steinzeit
zur Eisenzeit Das anfängliche Wissen im Fach Geschichte
erfährt mit diesem Thema eine grundlegende Vertiefung und Ergänzung.
Besonders hervorgehoben werden die technischen und kulturellen Neuerungen sowie
die Veränderungen in Gesellschaft und Geisteswelt von der Jungsteinzeit
bis zur Eisenzeit. Beginnend mit den ältesten Ackerbauern und
Viehzüchtern in Thüringen, deren Hausbau, Bestattungssitten und
geistig-kultischen Vorstellungen geht die Zeitreise zur Bronzezeit - dem
goldenen Zeitalter. Die Bronzetechnologie ist Grundlage für
wirtschaftliche und soziale Veränderungen. Beleg dafür sind u.a. das
Fürstengrab von Leubingen und reich ausgestattete Frauengräber von
Schwarza. Die Einführung des Eisens ist namengebend für die
folgende Zeitperiode. Die Eisenverarbeitung erfordert neue Technologien,
spezialisiertes Handwerk und den Ausbau von Handelsbeziehungen. Die Steinsburg
bei Römhild, das größte Bodendenkmal Thüringens, belegt
den Einfluss der Kelten in Thüringen und die Kontakte zu den hier
ansässigen Germanen.
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Blick in den Raum -
"Jüngere Bronzezeit" |
4. Thema: Germanen und
Römer Die Beziehungen zwischen Germanen und Römern werden am
Beispiel der Hermunduren als Vorfahren der Thüringer verdeutlicht. Neben
bäuerlicher Wirtschaftsgrundlage entwickelt sich bei den Hermunduren im 1.
Jh. eine spezialisierte Bunt- und Edelmetallverarbeitung sowie
Eisenverarbeitung und Verhüttung. Reich ausgestattete Gräber, wie das
der "Fürstin von Haßleben" weisen u.a. auf die Existenz einer
einflussreichen Adelsschicht mit engen Kontakten zu den Römern hin.
Vorstellungen von Kult und Religion der Germanen vermitteln einmalige Funde aus
dem zentralen Heiligtum von Oberdorla. Römische Schriftquellen
berichten von intensiven Beziehungen der Hermunduren zu den Römern.
Beweise dafür sind vielfältige römische Funde, besonders der
Nachweis von Technologietransfer, durch die archäologischen Untersuchungen
einer römischen Töpferei in Haarhausen.
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Grab der "Fürstin
von Haßleben" (2. Hälfte 3. Jh.) |
5. Thema: Von der
Völkerwanderungszeit zum Frühmittelalter Kenntnisse zur
Völkerwanderungszeit werden am Beispiel des Thüringer
Königreiches vertieft und erweitert. Reich ausgestattete Gräber
seit dem ausgehenden 5. Jh. wie das der Frau von Oßmannstedt belegen enge
Kontakte zu Hunnen und Ostgoten. Das Klagelied der Radegunde, einer Nichte des
thüringischen Königs, berichtet vom Untergang des Thüringer
Königreiches im Jahre 531. Von der Integration Thüringens in das
Frankenreich zeugen zahlreiche Gräberfelder. Archäologische
Ausgrabungen in Burgen und Pfalzen belegen die Durchsetzung der feudalen
Grundherrschaft und des Lehnwesens. Heidnische Bräuche werden
allmählich verdrängt und das Christentum setzt sich durch. Seit
dem späten 7. Jh. spielen Slawen in Thüringen eine größere
Rolle. Archäologische Funde zeugen von einem friedlichen Miteinander von
Slawen und Deutschen. Im 12. Jh. entstehen Städte wie Erfurt an
Handelsstraßen, Märkten und im Schutz von Burgen.
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Blick in den Raum -
Thüringer und Franken |
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Biologie
Thema: Stammesentwicklung des
Menschen Der in der Schule vermittelte Stoff wird vertieft, wiederholt
und veranschaulicht. Zu den vorhandenen Objekten können zusätzliche
Rekonstruktionen (z. B. von Schädeln) zur Verfügung gestellt und
moderne Bildtechnik eingesetzt werden. Dargestellt wird die Entwicklung des
Menschen aus tierischen Verfahren. Im Vergleich werden Gemeinsamkeiten und
Unterschiede am Skelett zwischen Mensch und unseren nächsten Verwandten im
Tierreich, den Schimpansen, herausgearbeitet. Der Stammbaum des Menschen zeigt
die Einordnung der ältesten Hominidenfunde, deren Datierung und
geographische Verbreitung. Rekonstruktionen der vier Formengruppen der Gattung
Homo (Homo habilis, Homo erectus, archaischer Homo sapiens und Homo sapiens
sapiens) veranschaulichen den Prozess der Menschwerdung. Die altsteinzeitlichen
Fundorte Bilzingsleben und Ehringsdorf belegen die Besiedlung Thüringens
durch Homo erectus seit 400 000 Jahren und den archaischen Homo sapiens seit
200 000 Jahren.
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Homo habilis - Vormensch
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Archaischer Homo sapiens
- Altmensch |
Homo sapiens sapiens
- moderner Mensch |
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Ethik
Das Fach Ethik bietet vielfältige
Möglichkeiten, den Lehrplanstoff anschaulich und verständlich durch
einen Besuch im Museum für Ur- und Frühgeschichte aufzubereiten.
z. B. Thema: Zusammenleben in der
multikulturellen Gesellschaft Dieses hochaktuelle Thema einmal ganz
anders, aus dem Blickwinkel der ältesten Geschichte betrachtet ist
geeignet, Schülern Einsichten und Wertvorstellungen zu vermitteln.
Thüringen, eine Landschaft im Zentrum Mitteleuropas war zu allen Zeiten
ein Kreuzweg verschiedener Kulturen und Menschen, die aus allen
Himmelsrichtungen kamen, sich ansiedelten, beeinflussten und ablösten.
Zunächst nur archäologisch fassbar, kennen wir später aus
ältesten schriftlichen Überlieferungen ihre Namen wie Kelten,
Germanen, Römer, Thüringer, Hunnen, Ostgoten, Langobarden, Franken
oder Slawen. Fragt man heute danach, woher wir kommen und wer wir sind,
müssen wir sagen, dass Merkmale und Erfahrungen vieler Generationen und
Völker in uns vereint sind und dass fremde Einflüsse immer wieder
Entwicklungsschübe auslösten.
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Fachübergreifend
Fachübergreifend bieten sich
vielfältige Ansatzpunkte, den Lehrplanstoff abwechslungsreich, anschaulich
und vertiefend zu vermitteln. Das betrifft besonders die Fächer Geografie
(z.B. Eiszeitalter, glaziale Serie), Religion (z. B. kultische Vorstellungen
der Germanen, Christianisierung in Thüringen) und Ethik (z. B. Was ist der
Mensch? oder Menschen brauchen Menschen).
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Kleiner Museumsrundgang
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Archaischer Homo
sapiens von Ehringsdorf |
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Thüringen, eine Landschaft
zwischen Thüringer Wald und Harz, im Zentrum Mitteleuropas gelegen, war
seit Beginn der Besiedlung durch den Menschen vor ca. 400 000 Jahren ein
Mischkessel zahlreicher Kulturen, ethnischer Gruppen und Völker. Die
Ausstellung zeigt ein lebendiges Bild der Geschichte Thüringens von der
Menschwerdung bis zum Mittelalter.
Menschwerdung
Die stammesgeschichtliche Entwicklung
des Menschen wird an Hand von Rekonstruktionen verschiedener Hominiden Spezies
anschaulich dargestellt. Zusätzliche Informationen können über
moderne Computertechnik abgerufen werden. |
Altsteinzeit
Homo erectus (Urmensch) war die erste
Menschenform, die Afrika verließ und als spezialisierter Jäger, der
das Feuer beherrschte, bis nach Mitteleuropa vordrang. Ein Fundort liegt in
Thüringen bei Bilzingsleben mit einem Alter von ca. 400 000 Jahren. Die
etwa 200 000 Jahre alten Menschenreste aus dem Travertingebiet von
Weimar-Ehringsdorf werden dem archaischen Homo sapiens (Altmensch) zugeordnet.
Feuerstellen, Werkzeuge, Tierknochen und Pflanzenabdrücke ermöglichen
Rückschlüsse auf das Klima und die Lebensweise der Menschen.
Zeugnisse des modernen Menschen sind u.a. in den Höhlen bei Döbritz
und im Saaletal bei Oelknitz nachgewiesen worden. Dazu gehören auch kleine
Darstellungen von Menschen und Tieren, die der Jagd und Fruchtbarkeitsmagie
dienten.
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Abri |
Jungsteinzeit
Der Übergang zu Ackerbau und Viehzucht
vollzog sich in Thüringen zwischen 6000 und 5500 v.u.Z. Die Menschen
wurden sesshaft und errichteten Häuser. Eine Teilrekonstruktion von
beeindruckender Größe vermittelt ein tiefes Erlebnis. Neue Techniken
wie Töpfern, Spinnen, Weben, Steinbohren und -schleifen werden meisterhaft
beherrscht. Die Bestattungssitten (Friedhöfe, Totenhütten und
Grabhügel) zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit der
sichtbaren und unsichtbaren Welt.
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rekonstruiertes
jungsteinzeitliches Haus, Außenansicht |
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rekonstruiertes
jungsteinzeitliches Haus, Blick ins Innere |
Bronzezeit
Bronze, eine Legierung aus Kupfer und Zinn,
war namengebend für eine ganze Epoche, die Bronzezeit (ca. 2200 v.u.Z. bis
700 v.u.Z.) - das goldene Zeitalter. Für die Bronzeverarbeitung waren
neue Technologien notwendig. Bronzene Sicheln verbesserten die Erntetechnik,
neue Waffen revolutionierten die Kriegstechnik. Der rekonstruierte, mit reichen
Beigaben ausgestattete Grabhügel von Leubingen belegt die Herausbildung
einer gesellschaftlichen Elite. Befestigte Siedlungen zeugen von bewegten
Zeiten, Friedhöfe mit vielfältigen Bestattungssitten geben Einblick
in das Leben und Sterben bronzezeitlicher Bauern.
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Blick auf den
rekonstruierten Leubinger Hügel |
Hallstatt- und Latènezeit
Seit dem 7./6. Jh. v.u.Z. wird mit einer
einheimischen Eisenverarbeitung gerechnet. Der neue Werkstoff war ein
bedeutender technischer und ökonomischer Fortschritt. Archäologische
Untersuchungen von Grabhügeln bei Römhild im Vergleich mit reichen
Gräbern von Henfstädt lassen ausgeprägte soziale Unterschiede
erkennen. Mit Kelten und Germanen werden erstmals Völker historisch
überliefert. Die Steinsburg, das größte Bodendenkmal
Thüringens, belegt die Anwesenheit der Kelten. Beeinflusst durch die
antike Kultur des Mittelmeerraumes bringen sie technische Neuerungen wie die
Töpferscheibe und die Drehmühle, erstes Glas in Form von Schmuck und
auch erste Münzen in unser Gebiet. Vom 4. - 1. Jh. v.u.Z. bildete
Thüringen eine Kontaktzone zwischen Germanen und Kelten.
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Grabhügel aus dem
Merzelbachwald |
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Blick in den
"Oberdorla"-Raum |
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Germanen und Römer
Seit dem Ende des 1. Jh. v.u.Z.
breiten sich Elbgermanen vom Norden in südliche Richtung aus. In
Thüringen wird der Stamm der Hermunduren ansässig. Zahlreiche Funde
belegen neben bäuerlicher Wirtschaft die Herausbildung von Spezialisten
für die Edelmetallverarbeitung sowie Eisenverhüttung und
Verarbeitung. Ein Höhepunkt der Ausstellung sind reiche Gräber,
die von einer stark differenzierten Gesellschaft zeugen. Ebenso beeindruckend
sind die Kultidole und Requisiten des zentralen Heiligtums von
Oberdorla. Zahlreiche römische Funde, vor allem aber die in der
Ausstellung teilrekonstruierte Töpferei vom Haarhausen spiegeln intensive
Beziehungen zwischen Hermunduren und Römern wider. |
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Blick in den
"Haarhausen"-Raum |
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rekonstruiertes
Wagengrab |
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Thüringer/ Franken
Aus dem Stammesverband der
Thüringer ging im 5. Jh. das Thüringer Königreich hervor. Waffen
aus Thüringer Gräbern und besonders der reiche Goldschmuck der Frau
von Oßmannstedt lassen Kontakte zu Hunnen und Ostgoten erkennen. Den
Untergang des Thüringer Königreiches 531 beschreibt das Klagelied der
Radegunde, einer Nichte des thüringischen Königs, deren
hölzernes Lesepult (Kopie) bewundert werden kann. Die Integration
Thüringens in das Frankenreich wird durch zahlreiche Funde dokumentiert.
Unter fränkischem Einfluss setzt sich allmählich das Christentum
durch. Burgen, Pfalzen und Königshöfe belegen die Durchsetzung der
feudalen Grundherrschaft. Erste Städte entstehen an Handelsplätzen
und im Schutz von Burgen seit dem 12. Jahrhundert. |
Slawen
Im frühen Mittelalter ab Ende 7. bis
zum 12. Jh. zeugen archäologische Funde aber auch Orts- und
Gewässernamen von der Anwesenheit von Slawen westlich der Saale. In
Gräbern von Espenfeld fanden sich reiche Schmuckstücke und Sporen,
die "den slawischen" Einfluss beim Landesausbau und das friedliche Miteinander
von Deutschen und Slawen erkennen lassen.
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Blick in den Raum zum
frühen Mitelalter |
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