
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht wertet die heutige Wahl des Thüringer Rechnungshofpräsidenten durch die Abgeordneten des Thüringer Landtages als Ergebnis der guten Zusammenarbeit zwischen Parlament und Regierung. „Ich freue mich, dass der Vorschlag der Landesregierung fraktionsübergreifend so großen Konsens gefunden hat und auf breite Zustimmung gestoßen ist“, sagte Lieberknecht anlässlich der Wahl von Dr. Sebastian Dette zum Präsidenten des Thüringer Rechnungshofes und von Michael Gerstenberger zu dessen Stellvertreter.
Nach Worten der Ministerpräsidentin wird damit eine wichtige Kontrollinstanz wieder in vollem Umfang handlungsfähig. „Das Abstimmergebnis zeigt, mit welch großem gegenseitigem Respekt Landesregierung und die im Parlament vertretenen Fraktionen nach einer Lösung gesucht haben. Durch eine enge Zusammenarbeit konnte heute eine Entscheidung herbeigeführt werden, die das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes in die Politik stärkt. Demokratie braucht das Vertrauen der Bürger ebenso wie das Fingerspitzengefühl der Politiker, die Entscheidungen transparent und damit für jedermann nachvollziehbar treffen“, sagte die Ministerpräsidentin.
Dr. Sebastian Dette erhielt 73 von 85 abgegebenen Stimmen; für Michael Gerstenberger votierten ebenfalls 73 Abgeordnete.
Biografische Angaben
Dr. Hans Walter Sebastian Dette
26. April 1958, Daun/Eifel
katholisch; verheiratet, einen Sohn
| Beruf | |
| Seit November 2003 | Richter am Bundesverwaltungsgericht, Leipzig |
| November 1990 bis November 2003 | Leiter der Abteilung Parlamentsdienst und Wissenschaftlicher Dienst sowie stellvertretender Direktor beim Thüringer Landtag, Erfurt |
| November 1989 bis November 1990: | Leiter des Landesprüfungsamtes der Mediziner und Leiter des Medizinberufereferats beim Ministerium für Umwelt und Gesundheit Rheinland-Pfalz, Mainz |
| Januar 1989 bis November 1989 | Leiter des Parlaments- und Kabinettsreferats im Ministerium für Umwelt und Gesundheit Rheinland-Pfalz |
| Dezember 1987 bis Dezember 1988 | Vorsitzender des Kreisrechtsausschusses bei der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, Trier |
| Dezember 1986 bis Dezember 1987 | Referent für Polizei, Kommunalaufsicht und Katastrophenschutz bei der Bezirksregierung Trier |
| November 1979 bis September 1986 | Wissenschaftliche Tätigkeit am Lehrstuhl Prof. Dr. Teichmann, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz |
| Juli 1977 bis Juni 1979 | 1. Personalverwalter bei der Sicherungsstaffel „S“, Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“, Nörvenich (Wehrdienst) |
| Ausbildung | |
| 1986 | Assessorexamen |
| 1985 | Promotion zum Dr. jur. |
| 1983 bis 1986 | Rechtsreferendar u.a. bei der Hochschule für Verwaltungswissenschaften, Speyer und der Verwaltung des Landtags Rheinland-Pfalz, Mainz |
| 1983 | Referendarexamen |
| 1979 bis 1983 | Studium der Rechtswissenschaften an der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz |
| 1977 | Abitur am Werner Heisenberg Gymnasium, Neuwied/Rhein |
| Wissenschaftliche Nebentätigkeit | |
| seit 1980 | Diverse Veröffentlichungen; Mitherausgeber der Fachzeitschrift „Thüringer Verwaltungsblätter“ |
| Ehrenamt | |
| seit 1990 | Vorsitzender und Übungsleiter in Sportvereinen |
Michael Gerstenberger
16. Dezember 1953,Tüttleben bei Gotha
verheiratet, zwei Kinder
| Beruf | |
| September 1990 bis September 2009 | Mitglied des Thüringer Landtages Vorsitzender des Haushalts- und Finanzausschusses 1999 - 2009 Vorsitzender der Enquetekommission Wirtschaftsförderung in Thüringen" 10/2000 - 08/2001 Wichtigste Tätigkeiten: Mitglied des Haushalt- und Finanzsausschusses Mitglied des Wirtschaftsausschusses Beiratsmitglied GfAVV Beiratsmitglied LEG Beiratsmitglied WGT Beiratsmitglied Thüringer Aufbaubank Mitglied in verschiedenen Untersuchungsausschüssen |
| 1999 bis 2004 | Verbandsrat im ZV Wasser/Abwasser -Mittleres Elstertal - Mitglied der AG zur Privatisierung der Betriebsführung |
| seit 1995 | Mitglied des Aufsichtsrates der Energieversorgung Gera GmbH - Vorsitzender seit 1999 |
| seit Juni 1994 | Mitglied des Stadtrates Gera |
| Januar 1990 bis August 1990 | Werkzeugkombinat Schmalkalden Hauptabteilungsleiter |
| Septemper 1990 bis Dezember 1988 | Carl Zeiss Jena, Betrieb Gera Prozessanalytiker Abteilungsleiter für Prozessautomatisierung seit 1983 |
| Ausbildung | |
| August 1972 | Erweiterte Oberschule Gotha- - Abschluss Abitur |
| August 1979 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Abschluss des Studiums der Mathematik als Diplommathematiker |