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Medieninformation
Machnig: Kosten für Leitungsausbau auf alle Schultern verteilen
Minister auf „Energieforum Ostdeutschland“ in Magdeburg
Die Kosten für den Energieleitungsausbau in Deutschland sollen künftig von allen Verbrauchern bundesweit getragen werden. Das hat Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute beim „Energiegipfel Ostdeutschland“ in Magdeburg gefordert. „Der Netzausbau findet jetzt und zukünftig vor allem in Ostdeutschland statt“, sagte Machnig. „Die Kosten dafür zahlen dann allein die Stromverbraucher vor Ort.“Die Kosten für den Bau, den Betrieb und die Wartung von Energienetzen werden über die Netzentgelte auf die Kunden des jeweiligen Netzbetreibers – in Ostdeutschland: Vattenfall – umgelegt. Gerade hier waren und sind durch den enormen Modernisierungsbedarf und den notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien hohe Investitionen in die Energienetze erforderlich.
Die Folge: Die Strompreise in den neuen Ländern liegen teilweise um bis zu 20 Prozent über denen in Westdeutschland. „Das ist ein Standortnachteil für den Osten, der uns wirtschaftlich und energiepolitisch hemmt“, sagte Machnig. Da letztlich Stromverbraucher in ganz Deutschland vom Ausbau der ostdeutschen Energienetze profitierten, müsse es möglich sein, die Kosten dafür auf alle Schultern zu verteilen. Unterstützung für seinen Vorstoß erhielt Machnig in Magdeburg vom sachsen-anhaltischen Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer. Thüringen wird jetzt eine Bundesratsinitiative prüfen.
Der „Energiegipfel Ostdeutschland“ wird durchgeführt von der FORUM – Institut für Management GmbH, Heidelberg. Teilnehmer sind Geschäftsführer von Stadtwerken und Energieversorgungsunternehmen. Auf dem Energiegipfel sollen diese von „bundes- und landespolitischen Entscheidern aus erster Hand über deren Konzepte und Vorhaben für den Energiemarkt informiert werden“.
Stephan Krauß