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Medieninformation 

Förderprogramm „Thüringen-GreenTech“ gestartet

Machnig: Weichen für eine ökologische Industriepolitik in Thüringen gestellt

Mit der Förderinitiative „Thüringen-GreenTech“ will der Freistaat vom weltweit wachsenden Markt der Umwelttechnologien profitieren. „Damit stellen wir die Weichen für eine neue, ökologische Industriepolitik in Thüringen“, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute bei der Vorstellung des Förderpakets. „Thüringen-GreenTech“ umfasst insgesamt acht Bausteine, mit denen die Chancen der Thüringer Unternehmen im Bereich der grünen Technologien deutlich erhöht werden sollen. „Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg Thüringens zum grünen Motor Deutschlands“, so der Wirtschaftsminister.

Das Programm „Thüringen-GreenTech“ enthält einerseits neue Förderinstrumente, andererseits setzt es bei vorhandenen Förderinstrumenten neue Förderschwerpunkte und verbesserte Förderkonditionen im Bereich GreenTech. Damit werden z.B. Investitionen in erneuerbare Energien, Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz, Beratungsleistungen, transnationale Forschungskooperationen, FuE-Verbundprojekte und Forschungspersonal im Bereich der grünen Technologien sowie Unternehmensinvestitionen durch Zuschüsse aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln gefördert. Insgesamt umfasst „Thüringen-GreenTech“ Förderprogramme mit einem Volumen von knapp 280 Millionen Euro, bei denen ein starker Schwerpunkt nunmehr im Bereich der Umwelttechnologien liegt.

Zu den neuen Förderinstrumenten zählen das 1.000-Dächer-Programm Photovoltaik, das bereits zum 1. Juli gestartet ist, der EFRE-Wettbewerb für Transnationale GreenTech-Projekte, das geplante Energieeffizienzprogramm sowie die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA). Insgesamt stehen für diesen Teil von „Thüringen-GreenTech“ im Jahr 2010 rund 7,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Verbesserte Konditionen gibt es bei den vorhandenen Instrumenten: In der Technologie- und Verbundförderung wurden die Fördersätze für die industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung im Bereich GreenTech erhöht, auch das dafür benötigte Forschungspersonal kann höher gefördert werden. Beim Personaltransfer zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist bei GreenTech-Projekten künftig ein Zuschlag möglich. Auch in der Investitionsförderung über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) wurde ein Kriterium „GreenTech“ eingeführt, mit dem Unternehmen einen Zuschlag von vier Prozent erzielen können.

In Thüringen können derzeit rund 450 Unternehmen ganz oder teilweise dem Bereich der Umwelttechnologien zugeordnet werden (lt. Unternehmens- und Technologiedatenbank der LEG). Sie erwirtschaften einen Umsatz von zwei Milliarden Euro pro Jahr und beschäftigen mehr als 15.000 Mitarbeiter. Schwerpunkte der Thüringer GreenTech-Branche sind umweltfreundliche Energien und Energiespeicherung, Material- und Rohstoffeffizienz, die Kreislaufwirtschaft sowie nachhaltige Mobilität. Als wichtige Säule der Thüringer Wirtschaft haben sich die Solarunternehmen mit rund 5.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro etabliert.

Wirtschaftsminister Machnig zog zugleich eine erste Bilanz des gerade angelaufenen 1.000-Dächer-Programms Photovoltaik. Bereits jetzt liegen 54 Anträge mit einem geplanten Investitionsvolumen von 5,2 Millionen Euro und einem möglichen Zuschussvolumen von 1,2 Millionen Euro vor. Insgesamt stehen in diesem Jahr zwei Millionen Euro, in den Folgejahren bis 2013 jeweils 1,5 Millionen Euro zur Verfügung – insgesamt also 6,5 Millionen Euro. Diese Mittel können für Solaranlagen insbesondere auf kommunalen Dächern, für Bürgersolarparks oder Solaranlagen von gemeinnützigen Organisationen usw. in Anspruch genommen werden.

Das Förderprogramm „Thüringen-GreenTech“ finden Sie auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums unter Externer Link www.thueringer-wirtschaftsministerium.de zur Ansicht und zum Herunterladen.

Stephan Krauß