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Medieninformation
Positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich fort
Staschewski: Perspektiven für alle Arbeitsuchenden schaffen
Als „grundsätzlich positiv“ bezeichnet Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „Die Entspannung der vergangenen Wochen und Monate setzt sich in Thüringen fort, der im vergangenen Jahr noch von allen Experten vorhergesagte Einbruch ist ausgeblieben.“ Dies sei vor allem auf die wieder anziehende Konjunktur in Thüringen und Deutschland zurückzuführen. Der Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,1-Prozentpunkte im Juli habe vor allem saisonale Gründe. „Wichtig ist: Wir liegen weiter deutlich unter der 10-Prozent-Marke und haben die günstigste Quote aller neuen Länder.“ Dennoch dürfe nicht zu früh Entwarnung gegeben werden: „Wenn die ersten Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen für die kommenden Monate wieder nach unten korrigieren, dann sollten wir auch bei der Beurteilung des Arbeitsmarkts realistisch bleiben.“ So hatte beispielsweise das Institut der Deutschen Wirtschaft (DIW) seine Prognose für das dritte Quartal auf 0,5 Prozent reduziert – mehr als eine Halbierung gegenüber dem zweiten Quartal (1,1 Prozent).
Deshalb müsse jetzt vor allem dafür gesorgt werden, dass möglichst alle Zielgruppen des Arbeitsmarkts von der derzeit erfreulichen Entwicklung profitieren könnten, so der Staatssekretär. „Das ist derzeit noch nicht in ausreichendem Maße der Fall.“ Nach wie vor zu hoch sei z.B. die Langzeitarbeitslosigkeit – 35.200 Thüringer waren im Juli ein Jahr oder länger ohne Job. „Das zeigt, dass Instrumente wie die Bürgerarbeit oder das Thüringer Landesarbeitsmarktprogramm weiter dringend erforderlich sind, um auch für geringer Qualifizierte Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen.“
Nicht zufriedenstellen könne es auch, dass der derzeitige Aufschwung am ersten Arbeitsmarkt u.a. auf eine Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse zurückzuführen sei. Vor allem die Leih- und Zeitarbeit gehöre zu den Boom-Branchen, aus denen derzeit viele freie Stellen gemeldet würden. „Deshalb ist es um so wichtiger, jetzt faire Rahmenbedingungen für die Leiharbeit zu schaffen und die derzeitige Schlechterstellung zu beenden“, sagte Staschewski.
Stephan Krauß