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Medieninformation
Machnig: Zahl technologieorientierter Gründungen steigern
Land unterstützt Aufbau eines Netzwerks Thüringer „Business Angels“
Die Landesregierung unterstützt den Aufbau eines Thüringer Business-Angels-Netzwerks (ThüBAN). Dafür stellt das Thüringer Wirtschaftsministerium bis 2013 insgesamt 585.285 Euro zur Verfügung. „Wir brauchen mehr innovative und technologieorientierte Unternehmensgründungen im Land“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute in Erfurt. Innovative Jungunternehmen schafften qualifizierte Arbeitsplätze und hätten häufig ein hohes Wachstumspotential, sie benötigten aber den Zugang zu Risiko- und anderen Kapitalgebern. „Die ‚Business Angels’ sind ein bewährtes Instrument, damit solche Gründungen zustandekommen und am Ende auch dauerhaft erfolgreich sein können.“„Business Angels“ sind erfolgreiche Unternehmer, Manager oder Privatpersonen, die mit Kapital, Know-how und Kontakten wachstumsstarke Gründungen und Unternehmen unterstützen. Sie haben oftmals eine „Türöffnerfunktion“ bei Banken und auf Märkten und sind von maßgeblicher Bedeutung bei der Gewinnung von Kapitalgebern.
Im Netzwerk der Thüringer Business Angels haben sich die TowerConsult GmbH aus Jena als Netzwerkkoordinator, das Servicezentrum Forschung und Transfer der Friedrich-Schiller-Universität Jena, das Technologie- und Gründerzentrum Gera sowie die IQ2b GmbH aus Weimar zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, die bisher ausschließlich privaten und lokalen Thüringer Aktivitäten auf diesem Gebiet zu bündeln, mehr private Investoren als Business Angels gewinnen und diese mit jungen innovativen Unternehmen zusammenbringen.
Allein ist es für Gründer aus High-Tech-Bereichen oft schwierig, geeignete finanzielle Unterstützer für ein Projekt zu identifizieren und zu gewinnen. Hier setzt das Thüringer Business-Angels-Netzwerk an, das zukünftig unter anderem Business Angels schon in der Vorgründungsphase zielgerichtet mit geeigneten Gründerteams in Kontakt bringen und institutionelle Beteiligungsgesellschaften für Gründungsprojekte begeistern will.
Die Bereitschaft des Business Angels, sich selbst am finanziellen Risiko des Start-Up zu beteiligen sowie seine Markt- und Branchenkenntnisse sind dabei oftmals von maßgeblicher Bedeutung, um weitere Investoren für die Gründungsprojekte zu gewinnen. So geht beispielsweise auch der „High-Tech-Gründerfonds Deutschland“ als wichtigster Frühphasen-High-Tech-Fonds Beteiligungen nur dann ein, wenn sich zuvor ein „Side Investor“ mit mindestens 25.000 Euro an einem Gründungsvorhaben beteiligt.
Nach einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (ZEW) gibt es in Deutschland derzeit zwischen 2.700 und 3.400 Business Angels, die pro Jahr zwischen 200 und 400 Millionen Euro in innovative Existenzgründungen investieren. Zum Vergleich: In den USA liegt die investierte Summe zwischen 25 und 50 Milliarden Euro pro Jahr. Schätzungen für Thüringen gehen derzeit von 20 bis 30 Business Angels aus, die pro Jahr einige Millionen Euro in Existenzgründungen stecken.
Stephan Krauß