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Machnig: Neue Chancen mit Bürgerarbeit

15 Jobcenter in Thüringen in Bundesprogramm Bürgerarbeit aufgenommen/Rund 3000 Langzeitarbeitslose profitieren

Rund 3000 Langzeitarbeitslose werden künftig vom Bundesprogramm Bürgerarbeit profitieren. Alle 15 Jobcenter in Thüringen, die sich beworben hatten, haben vom Bundesarbeitsministerium den Zuschlag erhalten. „Das ist eine gute Nachricht: Die Bürgerarbeit kann Langzeitarbeitslosen eine Brücke in reguläre Beschäftigung bieten“, sagte der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig.

„Die Bürgerarbeit eröffnet neue Chancen: Menschen, die lange arbeitslos waren, sollen sich wieder einbringen können und Wertschätzung erfahren“, so der Minister. Arbeitgeber werden Gemeinden, Städte und Kreise sein, die den Bürgerarbeitern zusätzliche soziale und gemeinnützige Arbeiten vermitteln. Bei maximal 30 Wochenstunden soll die Arbeitszeit der Bürgerarbeiter liegen, dafür bekommen sie ein Gehalt in Höhe von 900 Euro brutto. Die Förderung kann bis zu 36 Monate dauern.

Als erstes kommt eine sechsmonatige Aktivierungsphase, die bis 31. Dezember 2010 für eine Laufzeit von 6 Monaten beginnen kann, darauf folgt die dreijährige Beschäftigungsphase. Diese kann dann ab dem 1. Januar 2011 starten. Machnig: „Ziel ist ein regulärer Job: Die Bürgerarbeit kann jederzeit beendet werden, wenn der Beschäftigte eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt findet.“

Für die Aktivierung von Langzeitarbeitslosen, die vor der eigentlichen Bürgerarbeit erfolgt, stellt das Thüringer Wirtschaftsministerium Mittel aus dem Landes-ESF in Höhe von bis zu 3 Millionen Euro zur Verfügung. Die zuständigen Integrationsprojekte des Landesarbeitsmarktprogramms werden das Coaching der Bürgerarbeiter übernehmen. Das Landesarbeitsmarktprogramm, das am 5. Mai in Kraft trat, wird so mit dem Programm Bürgerarbeit verbunden.

Larissa Schulz-Trieglaff