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Medieninformation
Machnig: Lidl beim Wort nehmen
Der Lebensmitteldiscouter Lidl hat sich für einen Mindestlohn im Einzelhandel ausgesprochen. „Diesen Vorstoß begrüße ich, da die Lohnspirale nach unten im Einzelhandel gestoppt werden muss“, sagte der Thüringer Wirtschafts- und Arbeitsminister Matthias Machnig. Lidl könne jetzt zeigen, dass der Vorstoß ernst gemeint sei und sich mit der Gewerkschaft ver.di über eine angemessene Lohnhöhe verständigen.„Der Konkurrenzdruck im Einzelhandel darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden“, sagte Machnig. In dieser Branche seien niedrige Löhne weit verbreitet. So gingen in Thüringen festangestellte Verkäuferinnen in nicht tarifgebundenen Unternehmen mit einem Stundenlohn von sechs Euro nach Hause. „Solche Löhne sind unzumutbar“, so der Minister, „dieses Lohndumping muss eingedämmt werden“.
Um für Existenz sichernde Löhne zu sorgen, müssten sich die Tarifpartner in Thüringen auf einen Tarifvertrag einigen und beim Ministerium die Allgemeinverbindlichkeit beantragen. Dazu müssten über 50 Prozent der Beschäftigten von diesem Tarifvertrag erfasst sein. „Ich würde die Arbeitgeber und Gewerkschaften bei diesem Prozess unterstützen und einen solchen Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklären“, sagte Machnig.
Larissa Schulz-Trieglaff