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Medieninformation
Machnig: Förderpolitik muss Konjunktur unterstützen
Bankengespräch noch im Dezember geplant
Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat sich heute bei einem Vor-Ort-Besuch über die Arbeit der Thüringer Aufbaubank (TAB) informiert. „Die TAB ist als zentrales Förderinstitut des Freistaats Thüringen ein Dienstleister für die Unternehmen im Land“, sagte Machnig. „Das ist der Anspruch, an dem sie sich gerade in der aktuellen Konjunkturkrise messen lassen muss.“
Hauptaufgabe der Wirtschaftsförderung in der gegenwärtigen Situation sei es, dass die Thüringer Wirtschaft wieder richtig Fahrt aufnimmt. „Die leichte konjunkturelle Belebung muss verstärkt werden.“ Die Aufbaubank müsse dazu einen wichtigen Beitrag leisten. „Dabei geht es vor allem darum, die Liquidität der Unternehmen zu sichern und einer Kreditklemme entgegenzuwirken“, sagte Machnig. Viele Unternehmen hätten die Krise zwar überstanden, dabei aber große Teile ihrer finanziellen Reserven aufgezehrt, was ihre Bonität verringere.
„Hier sind natürlich zunächst einmal die Banken gefordert, ihre volkswirtschaftliche Verantwortung wahrzunehmen“, sagte Machnig dazu. Er werde deshalb noch für Dezember zu einem Bankengespräch einladen, um mit den Bankenvertretern über diese Aufgabe zu sprechen.
Die Wirtschaftsförderung könne der Wirtschaft darüber hinaus mit zinsgünstigen Förderkrediten, Haftungsentlastungen für die Banken und Eigenkapitalfinanzierungen unter die Arme greifen. Machnig verwies zugleich darauf, dass die Förderprogramme des Freistaats in der Krise stark nachgefragt würden. So wurden von Januar bis Ende Oktober 2009 bereits rund 500 Kredite und Bürgschaften zugesagt – eine Steigerung um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das zugesagte Kreditvolumen beläuft sich auf ca. 130 Millionen Euro.
Stephan Krauß