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Medieninformation
Machnig: Tourismus ist starker Thüringer Wirtschaftszweig
Studie: 3,2 Milliarden Euro Bruttoumsatz pro Jahr / Touristen länger im Land halten
Einen Bruttoumsatz von fast 3,2 Milliarden Euro erwirtschaftet der Tourismus pro Jahr in Thüringen. Das gab Wirtschaftsminister Matthias Machnig mit Blick auf die aktuelle Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus im Bundsland Thüringen“ bekannt, die die dwif-Consulting GmbH, München, im Auftrag des Thüringer Wirtschaftsministeriums erstellt hat. „Der Tourismus ist ein starker Wirtschaftsfaktor für Thüringen“, sagte Machnig. In Zukunft sei im Deutschlandtourismus insgesamt allerdings ein schärfer werdender Wettbewerb zu erwarten: „Wir müssen deshalb alle Bereiche, aus denen touristisches Wachstum kommt, besser erschließen.“ Dazu bedürfe es neuer und vor allem qualitativ hochwertiger Produkte im Tourismus und der Gastronomie.Laut Studie entfallen jährlich rund 74 Millionen Tagesreisen auf Thüringen, durch die – hauptsächlich in den Städten – ein Bruttoumsatz von nahezu 1,7 Milliarden Euro erwirtschaftet wird. Auch die 12,8 Millionen Verwandten- und Bekanntenbesucher tragen mit einem Bruttoumsatz von 287 Millionen Euro zum Thüringen-Tourismus bei. „In diesen Bereichen gibt es durchaus noch Wachstumspotentiale“, ist der Wirtschaftsminister überzeugt. Diese Gästegruppen sollten daher künftig gerade im touristischen Marketing der Städte gezielt angesprochen werden. Dazu sei zum Beispiel eine bessere Vernetzung von Einzelhandel und Tourismus notwendig.
Dennoch sei der in der Studie ausgewiesene Anteil von 52 Prozent Kurzreisen am touristischen Gesamtumsatz Thüringens insgesamt zu hoch. Besonderes Augenmerk gelte deshalb nach wie vor dem Übernachtungstourismus in den gewerblichen Beherbergungsbetrieben. Hier werden derzeit – bei 8,7 Millionen Übernachtungen – mehr als eine Milliarde Euro Bruttoumsatz erwirtschaftet. „Um diesen Anteil auszuweiten, brauchen wir Angebote, die Touristen auch für längere Aufenthalte ins Land locken.“ Bei der geplanten Fortschreibung der Landestourismuskonzeption werde es deshalb vor allem darum gehen, Möglichkeiten für eine stärkere Profilierung des Urlaubslands Thüringen und eine Verbesserung von Qualität und Attraktivität der vorhandenen Angebote zu erarbeiten.
Der größte Umsatzanteil am Thüringen-Tourismus entfällt mit 45 Prozent auf das Gastgewerbe, es folgen der Einzelhandel (39 Prozent) und die Dienstleistungsunternehmen (16 Prozent). Der Tourismus in Thüringen sorgt insgesamt dafür, dass Einkommen in Höhe von rd. 1,5 Milliarden Euro entsteht. Dies entspricht einem Beitrag zum Volkseinkommen in Höhe von 4,4 Prozent.
Stephan Krauß