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Medieninformation
Machnig: Schnell Klarheit zu Opel-Zukunft schaffen
Wirtschaftsminister besucht Opel-Werk Eisenach
„Die Landesregierung steht an der Seite der Opel-Beschäftigten.“ Das sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute bei einem Besuch des Opel-Werks in Eisenach. In seiner Rede vor der Belegschaft forderte Machnig den Opel-Mutterkonzern GM auf, jetzt schnellstens Klarheit über die weitere Zukunft des Unternehmens zu schaffen. „Wir brauchen ein tragfähiges Sanierungskonzept für Opel, das auch die Interessen der Beschäftigten im Blick behält“, sagte Machnig. Weitere Staatshilfen seien deshalb nur dann vorstellbar, wenn Arbeitsplätze und Standorte gesichert würden.„Die Beschäftigten haben in den letzten Monaten alles getan, um einen Beitrag zur Opel-Rettung zu leisten“, sagte Machnig. Ein weiteres monatelanges Abwarten und Taktieren dürfe es deshalb nicht geben. „Ich denke, dann sind alle Beteiligten bereit, auch unter den neuen Bedingungen konstruktiv an einer Lösung mitzuarbeiten.“
Ziel der Landesregierung bleibe es, Eisenach als Opel-Fertigungsstandort zu erhalten. Dennoch dürften sich Standorte und Landesregierungen jetzt nicht auseinanderdividieren lassen. „Ich bin überzeugt davon, dass wir nur gemeinsam zu einer akzeptablen Lösung kommen werden.“ Für den Freistaat Thüringen sagte Machnig zu, man werde eine solche Lösung dann auch mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen. Darüber hinaus setzt sich die Landesregierung dafür ein, neue Potentiale im Bereich der umweltfreundlichen Mobilität, insbesondere der Elektromobilität, und der dafür benötigten Technologien und Infrastrukturen zu erschließen und damit zu einer Sicherung des Standorts beizutragen.
Erneut verurteilte Machnig die GM-Entscheidung gegen einen Opel-Verkauf nach den monatelangen Verhandlungen als nicht akzeptabel: „Das ist schon ein schlechter Stil, das hätte man eher wissen und sagen müssen.“ Zugleich kritisierte Machnig auch das Verhalten der US-Regierung, die trotz eines Mehrheitsanteils an GM, offenkundig nicht bereit war, Einfluss auf die Blockadehaltung des GM-Verwaltungsrates zu nehmen.
Stephan Krauß