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"Thüringer Rose" für soziales Engagement verliehen

Mit der „Thüringer Rose“ wurden in diesem Jahr 12 ehrenamtliche Helfer für ihr soziales Engagement geehrt. Erstmals wurde eine Auszeichnung postum vergeben. Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) empfing die Preisträger am 19. November, dem Tag der Heiligen Elisabeth, auf der Wartburg bei Eisenach. Die Auszeichnung wurde in diesem Jahr zum elften Mal verliehen.

Wagenführ

Zu den Ausgezeichneten gehörte der Landespolizeipfarrer Karl-Josef Wagenführ aus Worbis im Eichsfeld.
Gewürdigt wurde sein Einsatz nach dem Schulmassaker im Erfurter Gutenberg-Gymnasium im April 2002 und seine Hilfe nach einem Brand in Worbis/Kirchumfeld.

Peter

Eine „Rose“ geht an Ilonka Peter aus Reuthendorf (Saale-Holzland-Kreis), Mutter von fünf Kindern, die trotz körperlicher Behinderung ihren schwerkranken Mann pflegt.

Hoffmann

Ewa-Maria Hoffmann aus Jena betreut einen Nachbarn, der künstlich ernährt werden muss.

Knopp

Im Ehrenamtseinsatz für Behinderte ist Heike Knopp aus Lemnitz bei Triptis.

Adebar

Gisela Adebar aus Altenburg engagiert sich in der Suchthilfe.

Semisch

Ines Semisch aus Rositz unterstützt in einer Selbsthilfegruppe „verwaiste Eltern“.

Schreiber

Für seine langjährigen Verdienste in der Opferschutzorganisation „Weißer Ring“ wurde das Ehepaar Dagmar und Peter Schreiber aus Gera geehrt.

Harz_Kalbitz

Eine der Preisträgerinnen, die 97-jährige Elisabeth Harz aus Jena, starb kurz vor der Verleihung. Ihre Tochter hat die Auszeichnung entgegen genommen. Die 97-Jährige hatte nach dem Krieg als „Trümmerfrau“ beim Wiederaufbau der Stadt geholfen.

Die Plakette Thüringer Rose erinnert an das „Rosenwunder“ der Heiligen Elisabeth. Die ungarische Königstochter soll im 13. Jahrhundert als Frau des Landgrafen täglich unterhalb der Wartburg Lebensmittel an Bedürftige verteilt haben. Missgünstige Hilflinge warfen ihr daher Verschwendung vor. Der Sage nach verwandelte sich das Brot in ihrem Korb bei einer Kontrolle in Rosen. Nach dem Tod ihres Mannes wurde sie von der Burg verstoßen, half aber weiter Armen und Kranken.

Auch im Jahr 2004 soll diese Auszeichnung verliehen werden. Vorschläge dazu können von Stadtverwaltungen, Wohlfahrtsorganisationen, Kirchen, anderen Institutionen und Organisationen oder Einzelpersonen eingereicht werden. Ein formloses Schreiben mit Namen, Anschrift und einer Begründung muss spätestens bis zum 30. Juni eines Jahres im Thüringer Sozialministerium vorliegen. Ausgezeichnet werden können Personen, die sich jahrzehntelang in der ehrenamtlichen Sozialarbeit für andere Menschen engagiert haben. Die Entscheidung wird von einer Jury getroffen. Die Auszeichnung findet jeweils am 19. November auf der Wartburg statt.