Freistaat Thüringen Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit

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Medieninformation

Neues Transportfahrzeug übergeben

Sozialstaatssekretär Dr. Hartmut Schubert (SPD): „Verendete Tiere zeitnah abtransportieren und schneller Sektionen durchführen“

Der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit,
Dr. Hartmut Schubert (SPD), wird morgen gemeinsam mit dem stellvertretenden Präsidenten des Thüringer Landesamts für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (TLLV), Dr. Lothar Hoffmann, ein Projekt für ein verbessertes Tierseuchenfrühwarnsystem in Bad Langensalza vorstellen. Dabei wird ein speziell für diesen Zweck ausgestattetes Transportfahrzeug in Betrieb genommen.

Termin: Mittwoch, 24. August 2011
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Ort: Bad Langensalza, TLLV, Tennstedter Straße 8/9

Sozialstaatssekretär Dr. Hartmut Schubert sagte vorab: „Eine grundlegende Voraussetzung für eine sichere und schnelle Diagnose ist der sofortige und direkte Transport von Tierkörpern zur Untersuchung in zugelassene Labore. Das neue Transportfahrzeug ist dabei ein wichtiges Hilfsmittel, denn es trägt viel zur Früherkennung von Tierseuchen in Thüringen bei. Wir können damit verendete Tiere zeitnah abtransportieren und schneller Sektionen durchführen lassen. So gelangen wir in vielen Fällen noch früher an aussagekräftige Untersuchungsergebnisse. Damit können wir uns ein genaueres Bild über Tierkrankheiten im Freistaat machen.“

Nach Aussage des Staatssekretärs können Tierhalter wie bisher verendete Tiere zur Abholung anmelden. „Wünschen Tierhalter oder der Tierarzt jedoch eine Abklärung der Krankheitsursache, wird das neue Transportfahrzeug zum Einsatz kommen und den Tierkörper direkt vom Hof bzw. Betrieb zum TLLV bringen. Hier werden alle notwendigen Untersuchungen eingeleitet. Dem Landwirt entstehen keine zusätzlichen Transportkosten. Wir wollen unsere Landwirte durch dieses Früherkennungssystem unterstützen. Denn die Gesundheit der landwirtschaftlichen Nutztiere ist für alle Beteiligten von Vorteil.“

Hintergrund:
Die Erhaltung der Tiergesundheit gelingt nur durch planmäßige und abgestimmte Vorsorgemaßnahmen sowie gezielte, staatliche Bekämpfung verschiedener Tierseuchen. Ein wichtiger Bestandteil der Früherkennung von Tierseuchen ist die intensive Beobachtung und Betreuung des Tierbestandes durch den Tierhalter. Treten Krankheitserscheinungen auf oder verschlechtert sich die Leistung (z.B. Lebendmassezunahme, Abnahme der Milchleistung), wird der praktizierende Tierarzt hinzugezogen.
Erkennen Tierarzt oder Tierhalter klinische Symptome, die für einen Verdacht auf Vorliegen einer anzeigepflichtigen Erkrankung sprechen, muss dies sofort dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden.

Der Schutz der landwirtschaftlichen Nutztiere vor Krankheiten dient zum einen der Produktion gesunder Nahrungsmittel. Zum anderen wird die Übertragung von Krankheitserregern vom Tier auf den Menschen durch sogenannte Zoonosen verhindert.

Zur Abklärung des Verdachts und der möglichst frühzeitigen Erkennung von Tierseuchen sind veterinärdiagnostische Untersuchungen verendeter Tiere oder Proben von Tieren (z.B. Blut, Milch, Urin) unbedingt erforderlich. Diese Untersuchungen dürfen nur an zugelassenen Einrichtungen wie dem TLLV in Bad Langensalza durchgeführt werden.

Bisher wurden die zu untersuchenden Tierkörper gemeinsam mit anderen verendeten Tieren zum Tierkörperbeseitigungsbetrieb nach Elxleben im Landkreis Sömmerda verbracht, dort separiert und anschließend zum TLLV transportiert. Dieser Transportweg nahm zum Teil viel Zeit in Anspruch, wodurch sich auch die Qualität des zu untersuchenden Materials stark verschlechterte. Durch die Anschaffung des speziell nur für diesen Zweck einzusetzenden Transportfahrzeuges werden diese nachteiligen Folgen vermieden.

Für den Einsatz des Fahrzeuges stellt der Freistaat jährlich 60.000 Euro zur Verfügung.