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Medieninformation 248/05
Hochwasserschutz für Gößnitz abgeschlossen

Foto: TMLNU
Heute übergab der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, den 2. Bauabschnitt der Hochwasserschutzmaßnahmen in der Stadt Gößnitz (Landkreis Altenburger Land).
Das Altenburger Land wurde im August 2002, wie auch große Teile des Elbeeinzugsgebietes in den Nachbarländern Sachsen und Sachsen-Anhalt, vom Jahrhundert-Hochwasser der Elbe heimgesucht. Am Pegel Gößnitz an der Pleiße wurden 102 m³/s gemessen. Am 12. August 2002 floss damit das 78-fache des langjährigen mittleren Tagesabflusses ab.
Am 8. Juni 2004 konnten die wichtigsten Maßnahmen des ersten Bauabschnittes des Hochwasserschutzes für die Stadt Gößnitz vorgestellt werden. Vorausgegangen waren nicht nur die Erhebung der Schäden, sondern die Erarbeitung eines Hochwasserschutzkonzeptes für Gößnitz, die konkrete Planung, die erforderliche Plangenehmigung im Februar 2004, die Ausschreibung der Leistungen und die Vergabe. Dem Ende der Kernmaßnahmen des ersten Bauabschnitts bis Dezember 2004 folgte von Juni 2005 bis heute der 2. Bauabschnitt.
Im Rahmen des Flutopfersolidaritätsgesetzes vom 19. September 2002 wurden im gesamten Elbegebiet 7,1 Milliarden Euro bereitgestellt. Anteilig wurden davon für ca. 35,7 Millionen Euro im Altenburger Land Hochwasserschäden beseitigt und Infrastruktur wieder aufgebaut.
Vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz wurde das Sonderwasserbauprogramm „Hochwasserschadensbeseitigung im Altenburger Land“ aufgelegt. Darin wurden die wichtigsten Hochwasserschutzmaßnahmen mit einem Gesamtumfang von zunächst 4,1 Millionen Euro aufgenommen. Der Mitteleinsatz wurde an die Bedingung gebunden, schon bei der Schadensbeseitigung den Anforderungen an einen vorbeugenden Hochwasserschutz gerecht zu werden. Aus diesem Grund war es so notwendig wie sinnvoll, bereits vor der Schadensbeseitigung an den Anlagen ein Hochwasserschutzkonzept aufzustellen und gleich die erforderlichen Plangenehmigungen zu veranlassen. Das Programm wurde später auf 7,89 Millionen Euro aufgestockt. „Der Hochwasserschutz in Gößnitz ist damit nach dem Wipperausbau in Sondershausen die größte Hochwasserschutzmaßnahme der letzten zehn Jahre im Freistaat Thüringen“, so der Minister.
Katrin Trommer-Huckauf
Pressesprecherin