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Die Gemeinden können ihre Versorgungspflicht in unterschiedlicher Weise erfüllen: Einige, vor allem kleinere, Kommunen betreiben die Wasserversorgung selbst, andere haben sich zu Zweckverbänden zusammengeschlossen und wieder andere haben mit der Aufgabe kommunale Unternehmen betraut. In Einzelfällen sind auch private Unternehmen mit der Betriebsführung der öffentlichen Wasserversorgung beauftragt. In diesen unterschiedlichen Formen existieren in Thüringen etwa 90 Wasserversorger (Stand Juli 2009). Die Anzahl ist durch immer wieder vollzogene Umstrukturierungen geringen Schwankungen unterworfen. In Notfall- oder Krisensituationen geht die Verantwortung für die
Notwasserversorgung auf andere Behörden über.
Der Wasserverbrauch der Einwohner hat sich seit 1990 drastisch reduziert. Damals lag der durchschnittliche Verbrauch noch bei 150 bis 200 Liter pro Einwohner und Tag, in manchen Gebieten sogar bei über 300 Liter. Heute (Stand Juli 2009) sind es im Durchschnitt 90 Liter, die umgerechnet einen Pro-Kopf-Verbrauch von 33 Kubikmeter im Jahr ausmachen und damit deutlich unter dem deutschen Mittelwert von 50 Kubikmeter pro Jahr liegen.
Die
Kostenstruktur ist deswegen in der Regel in einen Grundpreis und einen Mengenpreis geteilt, wobei der Grundpreis einen Teil der Fixkosten absichern und der Mengenpreis einen Anreiz zum sorgsamen Umgang mit der Ressource Trinkwasser geben soll. Im Durchschnitt gibt jeder Thüringer pro Tag 23 Eurocent (Stand 2009) für das in hoher
Qualität und stets in ausreichender Menge frei Haus gelieferte Lebensmittel aus.
Dritte Prognose zur Trinkwasserbilanz des Freistaates Thüringen