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Die Grund- und Oberflächengewässer im Freistaat Thüringen wurden über Jahrhunderte durch den Menschen geprägt. Dabei stand der Anspruch zur Nutzung unserer Gewässer im Wandel der Zeit. Gewässernähe war ein wichtiger Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Siedlungsentwicklung. Später war die Transportfunktion der Gewässer bedeutsam für Handel und weitere Besiedlung. Die Nutzung der Wasserkraft wurde Basis für die wirtschaftliche und industrielle Entwicklung. Durch die Begradigung der Gewässer konnten fruchtbare Auenbereiche nutzbar gemacht werden. Heute sind die Gewässer wichtiger Bestandteil des Landschaftsbildes und damit unserer Kulturlandschaft.
Die Schwerpunkte des wasserwirtschaftlichen Handelns liegen in Thüringen u. a. auf
Die Thüringer Gewässer befinden sich in den Einzuggebieten von Elbe, Weser und Rhein, wobei der größte Teil mit etwa 65 Prozent der Landesfläche im Elbeeinzugsgebiet liegt. Etwa 15.300 km Flüsse und Bäche sind unter Berücksichtigung der o. g. Schwerpunkte und der an die Gewässer heute gestellten Nutzungen unter den Gesichtspunkten der nachhaltigen Daseinsvorsorge zu bewirtschaften.
Dazu zählen unter anderem die Fortführung des abwassertechnischen Ausbaus, die Sicherung der Trinkwasserversorgung in ausreichender Menge und Qualität, die Sicherung und Verbesserung des Hochwasserschutzes sowie die Entwicklung der Gewässersysteme hin zu einem natürlicheren Erscheinungsbild.
Das Grundwasser wurde und wird im Freistaat vorrangig zur Trinkwassergewinnung genutzt. Etwa zwei Drittel des Trinkwasserbedarfs in Thüringen werden aus dem Grundwasser gedeckt.
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