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Bläuling an Helmknabenkraut Foto: TLUG, F. Fritzlar
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Egal ob wir die
Vielfalt von Arten,
Lebensräumen, Landschaften oder die genetische Vielfalt betrachten – egal ob in Thüringen, Deutschland oder weltweit – die biologische Vielfalt geht seit Jahren dramatisch zurück. In Thüringen sind zurzeit 45 Prozent der in Vergangenheit hier vorkommenden Arten gefährdet oder bereits ausgestorben.
Alle Lebewesen, auch der Mensch, sind Teil eines komplexen und lebendigen Netzwerkes, in dem die Natur grundlegende Dienstleistungen für uns erbringt. Deswegen ist es nicht nur aus ethischen Gründen von großer Bedeutung, die biologische Vielfalt zu erhalten. Jeder einzelne Teil dieses lebendigen Netzwerks ist außerdem eine Versicherung, auch weiterhin in Thüringen gut leben, wirtschaften und sich erholen zu können.
Naturnaher Bachabschnitt Foto: TMLFUN
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Um dem rasanten Verlust biologischer Vielfalt global entgegenzutreten, wurde 1992 auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro das Internationale Übereinkommen über die biologische Vielfalt (
Convention on Biological Diversity, CBD) beschlossen. Dieser völkerrechtlich bindende Vertrag wurde bislang von 192 Staaten (1993 von Deutschland) unterzeichnet. Ziel ist es, die biologische Vielfalt weltweit zu erhalten und ihre nachhaltige und gerechte Nutzung zu fördern.
Im Jahr 2007 verabschiedete die deutsche Bundesregierung die
Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt. Die Strategie benennt Aktionsfelder und konkrete Maßnahmenpakete zum Schutz der Biodiversität auf Länder- und Kommunalebene.
Der Freistaat Thüringen ist sich seiner Mitverantwortung bewusst und hat eine
Thüringer Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt erarbeitet. Die Landesregierung hat die Strategie im Oktober 2011 zur Kenntnis genommen.