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Die Landwirtschaft – ein unentbehrlicher Partner für die Erhaltung der Binnensalzstellen
Bei der Salzvegetation des Binnenlandes handelt es sich vorwiegend um halbnatürliche Lebensräume, die durch extensive landwirtschaftliche Nutzung im Laufe der letzten Jahrhunderte entstanden ist. In der Naturlandschaft gab es die von Salzpflanzen besiedelten Bereiche vermutlich nur kleinflächig an Salzquellen sowie an von Großwild offen gehaltenen Stellen.
Bei fehlender landwirtschaftlicher Nutzung werden die konkurrenzschwachen und lichtliebenden Salzpflanzen zumeist verdrängt. Hierbei sind vor allem das Schilf auf den nasseren Standorten und die Gemeine Quecke auf den trockeneren Standorten zu nennen. Beide Arten sind salzverträglich. Ähnliche Beobachtungen wurden auch auf dem salzbeeinflussten Grünland der Ostsee- und Nordseeküste gemacht.
Weitere Gründe für den Verlust an Salzwiesen ist die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung und nachteilige Veränderungen des Wasserhaushaltes.
Die Landwirtschaft trägt für den Erhalt der Binnensalzstellen demzufolge eine hohe Verantwortung. Erfreulicherweise konnten die meisten der betreffenden Landwirte in den letzten Jahren als Partner gewonnen und für die Erhaltung dieses seltenen Lebensraumes sensibilisiert werden.
Insbesondere die großflächige extensive Bewirtschaftung der Flächen, dass heißt ein Verzicht auf Pestizide, Neueinsaaten, Umbruch der Flächen und eine nur gemäßigte bis gar keine Düngung haben zu ersten Erfolgen bei der Sicherung dieses europaweit so seltenen Lebensraumes geführt.