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Den Kommunen kommt bei der Umsetzung der Agenda 21 eine entscheidende Rolle zu, da viele Probleme und Lösungsansätze, die in der Agenda 21 behandelt werden, nur auf lokaler Ebene wirksam werden. Während der Konferenzen von Rio de Janeiro und Johannesburg wurde deutlich, dass viele Ziele der Agenda 21 nur vor Ort erreicht werden können. Aus diesem Grund wurden die Kommunen in Kapitel 28 der Agenda 21 direkt angesprochen. "Jede Kommunalverwaltung soll in einem Dialog mit ihren Bürgern, örtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft eintreten und eine kommunale Agenda 21 beschließen." Jede Kommune ist also aufgefordert in Zusammenarbeit mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, allen gesellschaftlichen Gruppen, den nichtstaatlichen Organisationen und der Verwaltung eine "Lokale Agenda 21" zu erarbeiten. Ziel ist es, auf kommunaler Ebene ein Aktionsprogramm mit lokalen Leitbildern, Zielen, Programmen und Indikatoren zu formulieren, das einen Konsultationsprozess mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt sowie die Verknüpfung der kommunalen Politikebene mit national und international bedeutenden Themen einleitet. Entscheidend für den Erfolg der Projekte ist deren gemeinsame Umsetzung durch die beteiligten Gesellschaftsgruppen, damit die nachhaltige Entwicklung die soziale, ökologische und ökonomische Dimension umfassen kann. Ein wichtiger Baustein für die erste Orientierung der beteiligten Gruppen sind
Indikatoren.
In Thüringen gibt es bereits in vielen Kommunen Initiativen zur Entwicklung von Handlungskonzepten, die einer solchen lokalen Agenda entsprechen. Zur Jahresmitte 2005 arbeiteten 278 Kommunen und Regionen aktiv an einer kommunalen oder regionalen Agenda 21. Die finanzielle Förderung des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt und der Europäischen Union aus dem EFRE unterstützt zahlreiche lokale Agenda 21-Prozesse und -Projekte in Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften, Städten und Landkreisen. Allerdings ist die Umsetzung der Agenda 21 ein sich stetig entwickelnder Prozess, für den keine allgemein gültigen Methoden aus der Vergangenheit übertragbar sind. Dem Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren kommt deshalb eine zentrale Bedeutung zu. Im Mai 1998 beschlossen die Umweltministerkonferenz und die Präsidenten der kommunalen Spitzenverbände diesen Austausch zu verbessern. Dementsprechend wurde am 26. Februar 1999 als feste organisatorische Basis für den Informations- und Erfahrungsaustausch in Thüringen vom Gemeinde- und Städtebund Thüringen und dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz die gemeinsame Transferstelle zur lokalen Agenda 21 - GET Agenda 21 - unter der Regie des Gemeinde- und Städtebundes Thüringen errichtet. Die GET-Agenda 21 stellte u. a. den Kommunen und den von ihnen beauftragten nichtgewerblichen Organisationen und Initiativen ein umfangreiches Informations-, Bildungs- und Beratungsangebot für die Umsetzung der Agenda 21 auf lokaler Ebene zur Verfügung. In der Bilanzierung der erreichten Arbeitsergebnisse für den Zeitraum 1999 bis 2002 wurde übereinstimmend festgelegt, dass zur Stärkung des Engagements der Akteure, Bürger und gesellschaftlich relevanten Gruppen vor Ort eine Regionalisierung und verstärkte Dezentralisierung der Transfertätigkeiten zielführend ist. Planmäßig beendete die GET- Agenda 21 am 31.12.2002 somit ihre Tätigkeit. Die Beratungsaufgaben werden vor Ort durch die vier Thüringer Nachhaltigkeitszentren vor Ort in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz wahrgenommen.
Die Nachhaltigkeitszentren begleiten die eigenverantwortlich in den Kommunen laufenden lokalen Agenda 21- Prozesse inhaltlich, fachlich und organisatorisch und führen den Erfahrungsaustausch zwischen den lokalen Agenda 21- Prozessen Beteiligten auf regionaler Ebene durch. Des Weiteren geben Sie in den Regionen als erster Ansprechpartner Unterstützung in allen Fragen der Erarbeitung und Umsetzung konkreter Projekte und Maßnahmen im Rahmen einer lokalen Agenda 21.
Die Nachhaltigkeitszentren bieten insbesondere:
| Nachhaltigkeitszentrum Mittelthüringen UmweltMedienZentrum (UMZ) Arnstadt/Ilmenau e.V. Ritterstraße 14 99310 Arnstadt | Nachhaltigkeitszentrum Ostthüringen OTEGAU mbH Lusaner Straße 6 07549 Gera | ||
| Herr Schäfer | Tel. 03628/64 07 23 | Frau Vieweg | Tel. 0365/55 29-705 |
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| Nachhaltigkeitszentrum Südthüringen Agenda 21-Koordinationsbüro GRÜNE LIGA Thüringen e.V. Bahnhofstraße 16 98527 Suhl | Nachhaltigkeitszentrum Nordthüringen Ländliche Erwachsenenbildung Thüringen e. V. Bahnhofstraße 10 – 14 37327 Leinefelde | ||
| Herr Rößger | Tel. 03681/35 39 71 | Frau Sylva Müller | Tel. 03605/51 39 08 |
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| Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAThüringen) Gemeinsame Geschäftsstelle c/o Verband der Wirtschaft Thüringen e.V. Lossiusstraße 1 99094 Erfurt | Koordinationsstelle UN-DEKADE Thüringen Arbeitskreis Umweltbildung Thüringen - akuTH e. V. Dalbergsweg 17a 99084 Erfurt | ||
| Herr Nobereit | Tel. 0361/6759-172 | Herr Dr. Brodowski | Tel. 0361/6018729 |