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Biomasse wird in Thüringen als Energieträger immer beliebter. Im Freistaat hat die Biomasse aktuell einen Anteil von 86 Prozent an der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Bioenergie wird auch künftig die wichtigste Säule im Energiemix der erneuerbaren Energien in Thüringen bleiben. Das erklärte Umweltminister Jürgen Reinholz heute (12.05.) auf einer Medienkonferenz in Erfurt.
Thüringen nimmt bei den erneuerbaren Energien eine führende Stellung in Deutschland ein. 2008 lieferten die Erneuerbaren einen Anteil von 14,9 % des Endenergieverbrauchs (EEV), die Biomasse hatte einen Anteil von mehr als 80 % (zum Vergleich Deutschland gesamt 8,1 %, davon ca. 70 % aus Biomasse).
Darüber hinaus verfügt Thüringen über:
Die größten Reserven zum weiteren Ausbau der Bioenergie liegen bei den Reststoffen Stroh, Gülle und Stallmist sowie im Anbau von Energiepflanzen (theoretisch auf bis zu 30 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche). Das Waldholzpotenzial wird bereits zu großen Teilen genutzt. Große Reserven bestehen bei der Nutzung von schnell wachsenden Baumarten im Kurzumtrieb.
Bioenergie umfasst das breite Feld der Wandlung von in Biomasse gespeicherter Energie in Nutzenergie. Oft erfolgt die Unterscheidung in feste, flüssige und gasförmige Bioenergierohstoffe.
Weitere Informationen:

"Bioenergie in Thüringen - dezentral und nachhaltig in den Regionen"
Printprodukt und Online-Publikation (Suchworte: Bioenergie, Thüringen)