Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Inhalt

Thüringer Landeshochschulplan

Vorwort

schipanski_150x197

Die Thüringer Hochschullandschaft hat seit der Deutschen Einheit eine rasante Entwicklung genommen. Insgesamt 13.700 Studierende waren im Wintersemester 1990/91 an Thüringer Hochschulen eingeschrieben. Inzwischen hat sich
diese Zahl mehr als verdreifacht: In diesem Wintersemester studieren in Thüringen rund 43.000 junge Menschen an den vier Universitäten, vier Fachhochschulen und der
Musikhochschule. Bis zum Jahr 2007 erwarten wir 50.000 Studierende – mit den Studenten der Berufsakademie sogar deutlich mehr. Diese Entwicklung, über die wir sehr froh sind, spiegelt sich im neuen Landeshochschulplan wider.

Am 9. Oktober 2001 hat die Thüringer Landesregierung den in meiner Verantwortung erarbeiteten Landeshochschulplan gebilligt. Nach den Landeshochschulplänen meiner Vorgänger ist dies der dritte Landeshochschulplan für den Freistaat Thüringen. Er ist der zentrale Wegweiser für die zukünftige Entwicklung von Hochschulen und Wissenschaft und eine zuverlässige Planungsgrundlage bis zum Jahr 2008.

Wichtige Leitlinien enthält der Plan auch für die Forschung – dies zeigt schon die Tatsache, dass sich gut ein Viertel ausschließlich diesem Thema widmet. Die Landesregierung wird Forschung und Technologietransfer noch stärker intensivieren, um weitere wirtschaftliche Impulse für den Freistaat zu geben.

Die Thüringer Landesregierung ist sich einig, dass Wissenschaft und Forschung die Grundlage für die Zukunft unseres Landes bilden. Sie sind der Schlüssel für eine zukunftsfähige wissenschaftliche Qualifikation junger Menschen. Investitionen in den weiteren Ausbau der Hochschulen unterstützen
dadurch auch die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig. Die Landesregierung investiert deshalb allein in diesem Jahr rund eine Milliarde Mark in Wissenschaft und Hochschulen.

Der Um- und Ausbau des Hochschulsystems in den neuen Ländern ist eine der größten Leistungen in der Geschichte der Vereinigung. Allen studierwilligen jungen Menschen in Thüringen bieten wir bereits heute ein Studienspektrum mit langfristiger Perspektive an. Wir haben ein attraktives Angebot, das 1990 so wohl keiner für möglich gehalten hätte. In vielen Punkten – wie zum Beispiel bei der Einhaltung der Regelstudienzeit und der Praxisnähe – liegen wir vor den alten Ländern.

Aber diese Attraktivität ist kein Selbstläufer. In den kommenden Jahren gilt es, die Position der
Thüringer Hochschulen im Wettbewerb um die besten Studierenden sowie um die leistungsfähigsten und die leistungswilligsten Lehrkräfte und Wissenschaftler zu stabilisieren und weiter auszubauen. Das erreichen wir durch gezielte Profilierung der Hochschulen und durch ein ausgewogenes Angebot an Studiengängen in allen Bereichen sowie durch die Einführung neuer Studien-angebote, die moderne Entwicklungslinien aufnehmen. Das Studium wird internationaler und flexibler werden, um junge Menschen auf den globalen Arbeitsmarkt vorzubereiten.
In den 252 Seiten, die vor Ihnen liegen, stecken fast zwei Jahre Arbeit. Ich danke all jenen, die in vielen Stunden dieses Werk erarbeitet haben. Ich setze auch für die Zukunft weiterhin auf das große Engagement aller Verantwortlichen in den Hochschulen, den Forschungseinrichtungen und in unserer Gesellschaft.


Erfurt, im Dezember 2001

unterschrift
Prof. Dr.-Ing. habil. Dagmar Schipanski - Thüringer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst