Inhalt
Thüringer Landeshochschulplan
Inhalt / Einleitung
Inhalt und Einleitung / download pdf
Größe: Bytes
Der vorliegende Landeshochschulplan zieht einerseits Bilanz über die bisherige Ausgestaltung des Hochschulbereichs und verdeutlicht nach § 104 Thüringer Hochschulgesetz andererseits die Zielvorstellungen über die strukturelle Entwicklung und Ausbauplanung für diejenigen Einrichtungen des Freistaats Thüringen, die den Regelungen dieses Gesetzes unterliegen. Er enthält daher keine Zielvorstellungen für die übrigen Einrichtungen des tertiären Bereichs. Der Plan berücksichtigt allerdings das Umfeld, in dem die Thüringer Hochschulen wirken. So enthält er wichtige Aussagen zum außeruniversitären Forschungsbereich und spricht auch die Thüringer Berufsakademie an den erforderlichen Stellen an.
Waren die bisherigen Pläne im Rahmen des deutschen Einigungsprozesses geprägt von Erneuerung und demokratischer Umgestaltung des Hochschulbereichs, stehen in der dritten Legislaturperiode nun die Bemühungen um die Erhöhung der Chancen der Thüringer Hochschulen für den zunehmend globalen Wettbewerb im Vordergrund. Hochschulen als wichtigste Stützen für Wissen und hochqualifizierte Bildung müssen durch Deregulierung und Leistungsorientierung in die Lage versetzt werden, Exzellenz mit Effizienz zu verbinden, um in diesem Wettbewerb zu bestehen. Differenzierung, Internationalisierung und Anwendungsorientierung müssen den Hochschulen ein eigenes, unverwechselbares Profil geben. Maßnahmen zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen, zur Vorbereitung auf die berufliche Tätigkeit, die auch die unternehmerische Selbstständigkeit einschließt, zur Nutzung neuer Medien, zur Weiterbildung, zum lebensbegleitenden Lernen, zum Wissenstransfer und zur Innovationsberatung gewinnen an Bedeutung.
Im Wettbewerb um Exzellenz müssen die Hochschulen ihr Profil weiter schärfen. Profilierung erfordert Konzentration auf die eigenen Stärken und Verzicht auf Vollständigkeit. Die Universitäten sollten ihre Ressourcen vor allem auf Bereiche konzentrieren, in denen ihre Stärken liegen. Hierzu gehört beispielsweise die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses für Hochschulen, Forschungseinrichtungen und die Industrieforschung. Die Fachhochschulen sollten bei der Einführung neuer Hochschulabschlüsse ihre besondere Qualität im anwendungsorientierten Bereich bewahren. Schärfung des Profils schließt eine Verlagerung von Ausbildungsbereichen, die bisher durch die Universität angeboten wurden, in den Fachhochschulbereich ein. Erweiterungen des Spektrums der Fachhochschulstudiengänge, wie beispielsweise mit Wirtschaftsrecht geschehen, gilt es zu verfolgen.
Heute studieren rund 28 Prozent eines Bevölkerungsjahrgangs an Hochschulen. Künftig wird dieser Anteil weiter wachsen. Die Hochschulen können den Anforderungen nur entsprechen, wenn sie sich auf ihre zentrale Rolle im deutschen Wissenschaftssystem besinnen. Die Gesellschaft muss bereit sein, stärker in den Hochschulbereich zu investieren. Derartige Investitionen sind insbesondere für ein rohstoffarmes und relativ industrieschwaches Land wie Thüringen von entscheidender Bedeutung.
Kapitel 1 des Landeshochschulplanes stellt die Wissenschaftspolitik zunächst in den Kontext länderübergreifender Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik und spricht auf dieser Basis wesentliche
Aspekte an, die zur Stärkung des Forschungs- und Studienstandortes Thüringen beitragen sollen.
Kapitel 2 beleuchtet die Rahmenbedingungen für die Hochschulentwicklung. Dem deduktiven Ansatz folgend werden einzelne Rahmenbedingungen in Kapitel 3 genauer behandelt und die Ziele formuliert. Die Kapitel 4 bis 9 betreffen wichtige Aufgaben der Hochschulen und deren Förderung.
Die Hochschulen haben inzwischen ihre Entwicklungspläne fortgeschrieben. Das abschließende Kapitel 10 gibt mit Rücksicht auf die Erfordernisse der Raumordnung und Landesplanung Auskunft über die von den Hochschulen in ihren Plänen dargestellte Entwicklung der Studierendenzahl, die bauliche Situation und Entwicklung sowie über die Ausbauschwerpunkte.
Der Landeshochschulplan erfasst einen Planungszeitraum, der im Jahr 2001 beginnt und im Jahr 2008 endet. Für das Wintersemester 2001/2002 haben die Hochschulen vorläufige Studierendenzahlen gemeldet. Sie wurden in die Anlagen aufgenommen. Im Textteil ist dies insbesondere an den Stellen nicht geschehen, an denen Vergleiche zu bundesweit erfassten Zahlen gezogen wurden, da die bundesweiten Zahlen sich auf amtliche Statistiken beziehen.
Inhalt
Einleitung
Leitlinien für die Hochschul- und Wissenschaftsentwicklung in Thüringen
1. Wissenschaftspolitische Zielstellungen
2. Rahmenbedingungen für die Thüringer Hochschulentwicklung
2.1 Hochschulen
2.2 Studiennachfrage
2.3 Personal
2.4 Flächenbezogene Studienplätze
3. Ausbauziele
3.1 Prognose der Studierendenzahl
3.2 Flächenmäßiger Ausbau
3.3 Personalplanung
3.4 Bau- und Investitionsplanung
3.5 Wissenschaftliche Geräte in Forschung und Lehre
3.6 Wissenschaftliche Datenverarbeitung
3.7 Wissenschaftliche Bibliotheken
4. Forschung
4.1 Forschungspolitische Grundsätze
4.2 Forschung an Universitäten
4.3 Forschung an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
4.4 Forschung an Fachhochschulen
4.5 Forschung an außeruniversitären Forschungseinrichtungen
4.6 Verbundstrukturen in der Forschung
4.7 Forschungs- und Technologietransfer
4.8 Existenzgründungen
5. Lehre
5.1 Lehrberichte und Evaluation der Lehre
5.2 Besondere Lehrprogramme (Tutoren- und Mentorenprogramme)
5.3 Studien- und Prüfungsordnungen für neue Abschlüsse
(Bachelor/Bakkalaureus, Master/Magister)
6. Weiterbildung
6.1 Weiterbildung an Universitäten
6.2 Weiterbildung an Fachhochschulen
6.3 Perspektiven
7. Förderung von Frauen
7.1 Ziele der Förderung
7.2 Sachstand und Maßnahmen
7.3 Perspektiven
8. Förderung der Studierenden und des wissenschaftlichen Nachwuchses
8.1 Studienberatung
8.2 Soziale, wirtschaftliche und kulturelle Förderung
8.3 Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
9. Internationale Zusammenarbeit
9.1 Kooperation in Forschung und Lehre
9.2 Studentenmobilität
9.3 Wissenschaftleraustausch
10. Schwerpunkte der Entwicklungsplanung der Hochschulen
10.1 Universität Erfurt
10.2 Technische Universität Ilmenau
10.3 Friedrich-Schiller-Universität Jena
10.4 Bauhaus-Universität Weimar
10.5 Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
10.6 Fachhochschule Erfurt
10.7 Fachhochschule Jena
10.8 Fachhochschule Nordhausen
10.9 Fachhochschule Schmalkalden
10.10 Hochschulneugründungen
10.11 Nichtstaatliche Hochschule – Theologische Fakultät Erfurt
Abkürzungsverzeichnis
Anlagen