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Landeshochschulplan - Forschung
Forschung
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4.1 Forschungspolitische Grundsätze
Die Garantie der Freiheit von Forschung und Lehre ist verfassungsmäßige Aufgabe des Staates. Nur auf der Grundlage ständigen Erkenntnisgewinns und der Weitergabe dieses Wissens an die nachfolgenden Generationen kann eine Gesellschaft auf Veränderungen reagieren. Daher ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung nicht in das beliebige Ermessen aktueller Tagespolitik gestellt. Mittel-und langfristig kommt die Förderung der Wissenschaft durch die Vorbereitung hoch qualifizierter junger Menschen für ihren späteren Beruf und den Vorlauf an Wissen auch der Wirtschaft zugute und trägt damit zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei.
In vielen Bereichen wird die Wirtschaftskraft von Unternehmen überfordert, wenn es um die Entwicklung neuer Technologien geht. Es ist daher legitim, in solchen Fällen staatliche Förderung bereitzustellen. Unverzichtbar ist in diesem Zusammenhang die Unterstützung von Forschung und Entwicklung durch Förderung von konkreten Einzelprojekten und durch die Bereitstellung einer entsprechenden Infrastruktur. Dies gilt in besonderem Maße vor dem Hintergrund der schwachen Kapitaldecke der Unternehmen in den neuen Ländern.
Eine Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft aus dem Jahr 1999 kommt zu folgendem nüchternen Ergebnis:
„Die Möglichkeiten der Unternehmen der neuen Bundesländer, mehr FuE-Personal zu binden, sind offensichtlich weitestgehend ausgeschöpft. Der Bedarf an FuE-Ergebnissen ist jedoch höher, wenn man eine Reihe von Indikatoren als indirektes Maß für das technologische bzw. Produktniveau heranzieht (Arbeitsproduktivität, Export, Rentabilität). Der Ausweg kann in der verstärkten Nutzung von externen FuE-Kapazitäten liegen. Hier kann das Unternehmen fehlendes Know-how bedarfsgerecht hinzukaufen, ohne sich fest an bestimmtes Personal binden zu müssen.“¹
¹ Potentiale in Forschung und Entwicklung im Zeitraum 1990 bis 1997. Forschungsagentur Berlin GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft. 1999.
Hochschulen und öffentliche Forschungseinrichtungen sind daher neben der Erfüllung ihrer originären Aufgaben in Lehre und Forschung als Technologiebasis und Initiator von Innovationsprozessen gefordert.
Die so genannten FuE-intensiven Wirtschaftszweige spielen auch in Thüringen eine entscheidende Rolle:Während von 1995 bis 1997 die Umsätze im verarbeitenden Gewerbe Thüringens um 19, 9 % zunahmen, stiegen die Umsätze in den FuE-intensiven Wirtschaftszweigen um rund 28 % . Diese Wirtschaftszweige tragen rund 67 % des Exports und 66 % der Exportsteigerungen der Thüringer Wirtschaft.
In seiner Regierungserklärung im Oktober 1999 hat der Thüringer Ministerpräsident hierzu erklärt:
„Die Wege von der Forschung zum Produkt müssen kürzer werden. Dann müssen aber auch die Übergänge zwischen Forschung und Wirtschaft breiter werden. Deshalb werden Netzwerke zwischen technologiefördernden Einrichtungen einerseits, zwischen Wissenschaft und Wirtschaft andererseits gestärkt und weiterentwickelt. Die Verbundforschung wollen wir verstärkt fördern.“
Das Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst verfolgt daher folgende Ziele und Maßnahmen:
-Schaffung und Sicherung einer international konkurrenzfähigen Hochschul-und Forschungsinfrastruktur
-Förderung der Zusammenarbeit von KMU und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen im Rahmen von Verbundvorhaben
-Förderung der Bildung von Forschungsschwerpunkten und Kompetenznetzwerken
-Beseitigung von im Vergleich zum Durchschnitt der Länder noch immer vorhandenen Defiziten im Bestand an gemeinsam von Bund und Ländern geförderten öffentlichen Forschungseinrichtungen.
Die Thüringer Forschungs-und Technologiepolitik konzentriert sich dabei auf die Wachstums- und Schlüsseltechnologien:
-Biotechnologie
-Informations-und Kommunikationstechnik
-Mikrosystemtechnik
-Optik und Optoelektronik
-Produktionstechnik einschließlich Verfahrenstechnik
-Neue Werkstoffe
-Mess-, Steuer-, und Regelungstechnik.
Eingeschlossen sind übergreifende Technologiebereiche wie Umwelttechnik und Medizintechnik sowie Bau-und Baustofftechnologie.
Geistes-, kultur-und gesellschaftswissenschaftliche Fragen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Wirtschafts-und Sozialwissenschaften sind aufgefordert, auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren.
Wissen ist global verfügbar, Kapital ist nicht an Standorte gebunden, die Planung und Errichtung von Produktionsstätten gehorcht neuen Entscheidungskriterien. Die Frage des Zugangs zu Wissen hat sich zu einer langfristig entscheidenden Frage im Hinblick auf die Stabilität von Gesellschaftsformationen entwickelt. Die synergetische Verknüpfung medizinischer Fragestellungen mit den Möglichkeiten von Natur- und Ingenieurwissenschaften wirft ethische und moralische Fragen bisher ungekannter Dimension auf. Migrationsprozesse im nationalen und im internationalen Rahmen beeinflussen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die soziale Stabilität von Regionen nachhaltig.
4.2 Forschung an Universitäten
Von besonderer Bedeutung für die Hochschulen sind die vielfältigen Förderinstrumente der DFG, insbesondere „Sonderforschungsbereiche“, „Graduiertenkollegs“und „Innovationskollegs“, weil sie neben der finanziellen Förderung struktur-und profilbildend wirken. Die Innovationskollegs wurden dabei als zeitlich begrenztes Instrument eigens für die neuen Länder geschaffen.
10 Jahre nach der Wende haben die Thüringer Hochschulen an den Förderverfahren der DFG einen bemerkenswerten Anteil, ohne dass allerdings in allen Förderinstrumenten der Bundesdurchschnitt schon erreicht wäre.
Sonderforschungsbereiche
Sonderforschungsbereiche (SFB)sind langfristige, in der Regel auf eine Dauer von bis zu 12 Jahren angelegte Forschungseinrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftler im Rahmen fächerübergreifender Forschungsprogramme zusammenarbeiten. Sie ermöglichen die Bearbeitung anspruchsvoller und langfristiger Forschungsvorhaben durch Erweiterung, Konzentration und Koordination der in einer Hochschule vorhandenen Kräfte.
Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen werden Synergien wirksam, die anders kaum erreichbare Forschungsergebnisse ermöglichen. Die Arbeit an einem gemeinsamen Ziel fördert den Abbau von Institutsegoismen, erhöht das Verständnis füreinander und erlaubt auch in der Lehre eine bessere Abstimmung der einzelnen Fachrichtungen.
Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gehört zu den besonderen Aufgaben der Sonderforschungsbereiche. Sie können unter der Voraussetzung der Schwerpunktbildung auch Projekte aus benachbarten Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie die Zusammenarbeit mit Industrie und Wirtschaft in ihre Forschungsprogramme einbeziehen. Durch Transferbereiche ermöglicht das Programm erfolgreichen Sonderforschungsbereichen, ihre Ergebnisse mit Industriebeteiligung für eine Einführung in die Industrie aufzubereiten.
An den Thüringer Hochschulen werden -teilweise unter Beteiligung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen -zur Zeit sechs Sonderforschungsbereiche gefördert:
-SFB 196:„Physik und Chemie optischer Schichten “, FSU Jena
-SFB 197:„Lipidorganisation und Lipid-Protein-Wechselwirkungen in Bio-und Modellmembranen “, FSU Jena
-SFB 436:„Metallvermittelte Reaktionen nach dem Vorbild der Natur “, FSU Jena
-SFB 482:„Ereignis Weimar-Jena, Kultur um 1800 “, FSU Jena
-SFB 524:„Werkstoffe und Konstruktionen für die Revitalisierung von Bauwerken “, Bauhaus-Universität Weimar
-SFB 580:„Gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch. Diskontinuität, Tradition und Strukturbildung “, FSU Jena.
Beteiligt ist Thüringen darüber hinaus an dem Dresdner SFB 358:„Automatisierter Systementwurf. Synthese. Test. Dedizierte Anwendungen “, TU Dresden mit Teilprojekt F 1 (Automatisierter Entwurf analoger und kombiniert analog-digitaler Baugruppen)an der TU Ilmenau.
Nähere Angaben zu den Sonderforschungsbereichen enthalten die Anlagen A 48 bis A 51.
Innovationskollegs
Innovationskollegs (IK) waren ein spezifisches Förderprogramm für die neuen Länder. Dieses Sonderprogramm aus Mitteln des BMBF konzentrierte sich auf solche Ziele, die für die Hochschulen in den neuen Ländern nach der Wende prioritär waren, für die bestehende Förderinstrumente nicht spezifiziert wurden und die in besonderem Maße im gesamtstaatlichen Interesse lagen. Die Hochschulen sollten als Partner für Forschungskooperationen mit anderen Einrichtungen, auch der Wirtschaft, gestärkt werden. Die Ziele des Programms sind mit den Stichworten
-Strukturerneuerung
-Zukunftssicherung durch Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
-Internationalität
-Interdisziplinarität
beschrieben worden.
In Thüringen wurden drei Innovationskollegs bewilligt:
-IK „Glaskeramik mit neuen Eigenschaften “, FSU Jena
-IK „Optische Informationstechnik “, FSU Jena
-IK „Bewegungssysteme “, FSU Jena und TU Ilmenau.
Nähere Angaben zu den Innovationskollegs enthält die Anlage A 52.
Das Programm ist nun ausgelaufen. Auf der Basis der erreichten Ergebnisse werden neue Antragsinitiativen in den klassischen Förderformen der DFG erwartet.
Graduiertenkollegs
Graduiertenkollegs dienen in erster Linie der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und werden deshalb in Kapitel 8 behandelt.
Universität Erfurt
Unbeschadet der wirtschaftlichen Bedeutung der Forschung ist sich der Freistaat Thüringen des Ranges der Grundlagenforschung und der Geistes-und Sozialwissenschaften bewusst. Ein Beleg dafür ist der Aufbau der Universität Erfurt mit ihrem kultur-und sozialwissenschaftlichen Profil. Im Jahr 1998 hat das Max-Weber-Kolleg als Kern der interdisziplinären und fakultätsübergreifenden Forschung seine Arbeit aufgenommen. Der eigentliche Lehrbetrieb wurde mit dem Wintersemester 1999/2000 begonnen.
Die geisteswissenschaftlichen und somit die buchintensiven Fächer stehen im Zentrum der Universität.
Das Max-Weber-Kolleg ist eine besondere Einrichtung der Universität Erfurt für kultur-und sozialwissenschaftliche Studien. Als fakultätsähnliche zentrale Einrichtung für Forschung und Lehre zeichnet es sich durch seine Organisationsform aus. Diese besteht in der Verbindung von Center for Advanced Studies, Forschungsinstitut und Graduiertenkolleg. International anerkannte Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen werden auf Zeit zu wissenschaftlichen Mitgliedern (Fellows)bestellt. Sie beteiligen sich an einem langfristig angelegten Forschungsprogramm gemeinsam mit Doktoranden und Habilitanden (Kollegiaten). Die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlichen Mitgliedern und Kollegiaten ist gekennzeichnet durch lehrendes Forschen und forschendes Lernen sowie aufgabenbezogene Teamarbeit.
Jeder Forscher am Kolleg wird bei seiner Arbeit mit theoretischen Perspektiven und methodischen Verfahren anderer Disziplinen konfrontiert. Die Arbeit des Kollegs in internationalen Zusammenhängen wird unter anderem dadurch gewährleistet, dass regelmäßig Gastprofessoren, vorwiegend aus dem Ausland, am Kolleg weilen, die sich am Forschungs-und Lehrprogramm beteiligen. Am Kolleg sind in der Regel die Disziplinen Soziologie, Geschichtswissenschaft, Religionswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Rechtswissenschaft und Philosophie vertreten.
Die Forschungsschwerpunkte der drei Fakultäten stellen sich wie folgt dar:
Philosophische Fakultät
-Geschichtswissenschaft:
Transnationale Schwerpunkte: Nordamerikanische, Südamerikanische, Ostasiatische, Westasiatische, Europäische und Osteuropäische Geschichte. Thematische Schwerpunkte: Historische Anthropologie, Alltagsgeschichte und Diktaturenvergleich, DDR-Geschichte, Landesgeschichte Thüringens, Internationaler Kulturtransfer, Globalisierung, Wege in die Kommunikationsgesellschaft, Erfahrung von Gewalt.
-Kommunikationswissenschaft:
Neue Kommunikationsmedien und -techniken, Kommunikationssoziologie und -psychologie, Mediengeschichte, Kultur-und Medientheorie, Die kommunikative Funktion des Briefes in der telematischen Gesellschaft, Medienintegration, Interkulturelle Kommunikation.
-Literaturwissenschaft:
Vergleichende Literatur-, Kultur-und Medienforschung, Literaturtheorie, Geschlechterdifferenzierung, Literarische Gattung und Topoi, Ästhetik digitaler Literatur, Rhetorik, Visualisierung und Korporalität von Kommunikation.
-Philosophie:
Analytische Philosophie, Sprachphilosophie, Pragmatismus;Wertepluralismus, Moralerziehung, Ethik;Ästhetik, Rhetorik, Schriftlichkeit;Rechts-, Sozial-und Politische Philosophie;Theorien-und Paradigmenwechsel in den Wissenschaften.
-Religionswissenschaft:
Islamwissenschaften, Judaistik, Orthodoxes Christentum, Vergleichende Religionswissenschaft, Europäische Polytheismen, Römische Reichsreligionen und Provinzialreligionen.
-Sprachwissenschaft:
Vergleichende Sprachwissenschaft, Angewandte Linguistik, Sprachtechnologie, Germanistische, Anglistische, Romanistische Linguistik. Vergleichende Sprachtypologie und Grammatologie, Soziolinguistik, Fremdsprachenerwerb, Multimedia-Lernsoftware für Japanisch und Chinesisch, Typologie des Yukatekischen.
Staatswissenschaftliche Fakultät
Rechtswissenschaftlicher Schwerpunkt:
-Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft
-Staatsrecht und Europäische Integration
-Zivilrecht und Rechtstatsachenforschung
-Wirtschaftsrecht und Institutionenökonomie
-Rechts-und Sozialphilosophie.
Wirtschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt:
-Institutionenökonomie und Wirtschaftspolitik
-Mikroökonomie, insbesondere Industrieökonomie
-Makroökonomie, insbesondere Geld-und Währungstheorie
-Finanzwissenschaft und Finanzsoziologie
-Quantitative und experimentelle Ökonomie
-Organisationslehre und Organisationspraxis
-Innovationsökonomie.
Sozialwissenschaftlicher Schwerpunkt:
-Sozialstruktur und politische Ordnung
-Politische Theorie
-Vergleichende Regierungslehre
-Internationale Beziehungen und Europäische Politik
-Methoden der empirischen Sozialforschung
-Soziologie mit Schwerpunkt Struktur und Spezifik der Geschlechterbeziehungen/Frauenforschung
-Bildungssoziologie.
Erziehungswissenschaftliche Fakultät
-Schulpolitische, schulorganisatorische und Schulstrukturfragen
-Allgemeinbildung und berufliche Bildung/Berufsorientierung und -qualifizierung
-Kindsein in der Grundschule;Interkulturelle Kindheitschroniken;Kinderliteratur
-Umweltvorsorge im pädagogischen Handlungsfeld
-Computerunterstütztes multimediales Lehren und Lernen, Spiel und Spielzeug
-Einsatz von computerbasierten Lehr-und Informationssystemen
-Allgemeinbildung und Schulstruktur
-Psychomotorische Trainingsbegleitung im Hochleistungssport
-Unternehmensorientierte Allgemeinbildung (Regelschule,Gymnasium)
-Technikinnovation.
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Drittmitteleinwerbung Universität Erfurt (in TDM)
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Technische Universität Ilmenau
Mit der Formulierung von sechs Profillinien als disziplinübergreifende Schwerpunkte in Forschung und Lehre strebt die TU Ilmenau die Herausbildung eines schärferen wissenschaftlichen Profils an, um im verstärkten Wettbewerb der Hochschulen konkurrenzfähig zu bleiben.Die Orientierung an den Profillinien
-Biomedizinische Systeme, Verfahren, Materialien und Informationssysteme im Gesundheitswesen
-Entwurf, Simulation und Verifikation komplexer Systeme
-Informations-und Kommunikationssysteme in Technik, Wirtschaft und Gesellschaft
-Nanotechnologien
-Neue Prinzipien und Optimierung der Energieversorgung und
-Unternehmen, Märkte und Ordnungen im Wandel -Innovative Produkte und Prozesse soll zudem die Möglichkeiten zur konzentrierten Einwerbung von Drittmitteln erweitern.
Profilbildende interdisziplinäre und interfakultative Forschungsschwerpunkte sollen sein:
-Mikro-und Nanotechnologien
-Multimediale Informations-und Kommunikationssysteme
-Intelligente und mobile Systeme/Robotik
-Optische Informationsverarbeitung und Technologien
-Innovationswirkung der Neuen Medien auf wirtschaftliche Prozesse.
Seit Anfang des Jahres 2001 wird die von den Fakultäten Maschinenbau sowie Elektrotechnik und Informationstechnik beantragte Forschergruppe „Magnetofluiddynamik:Strömungsbeeinflussung und Strömungsmessung in elektrisch leitfähigen Flüssigkeiten “von der DFG für drei Jahre mit insgesamt rund 3, 1 Mio.DM gefördert.
An der Universität wird darüber hinaus das DFG-Schwerpunktprogramm „Intelligente Softwareagenten und betriebswirtschaftliche Anwendungsszenarien “koordiniert.
Die Hochschule ist maßgeblich am Kompetenzzentrum „OphthalmoInnovation Thüringen“ beteiligt, das unter 56 beim BMBF eingereichten Vorhaben als eines der acht Siegerprojekte ausgewählt wurde.
Die Einrichtung eines Forschungsschwerpunktes „Mobilkommunikation “ist vorgesehen.
Das „Zentrum für Mikro-und Nanotechnologien (ZMN)“ wird ab Herbst 2001 seine Arbeitsfähigkeit als eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der TU Ilmenau vollständig erreichen können.
Wesentlicher Bestandteil der Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen und der Förderung von Existenzgründungen ist die gemeinsame Nutzung von modernen Laboreinrichtungen und die Durchführung von Laboruntersuchungen im Vorfeld der Entwicklung innovativer Technologien. So wird ein Applikationszentrum für die Zukunftsbranchen Bildverarbeitung, Medizintechnik,Mikrotechniken sowie Schaltungs-und Hybridtechnik ergänzend zur universitären Grundlagen- und angewandten Forschung die Entwicklung von Prototypen und Nullserien ermöglichen.
Ein weiterer Schwerpunkt soll mit der räumlichen Zusammenführung von außeruniversitären Forschungseinrichtungen (z. B. Institut für Mikroelektronik-und Mechantroniksysteme (IMMS), Fraunhofer-Arbeitsgruppe „Elektronische Medientechnik “) und Forschergruppen der TU Ilmenau gesetzt werden.
Eine positive Entwicklung ist bei der Einwerbung von Drittmitteln zu verzeichnen. Für das Jahr 2000 wurden mehr als 34 Mio. DM eingeworben, dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um rund 6 Mio. DM.
Über 100 technologieorientierte Unternehmen mit mehr als 2000 Arbeitsplätzen haben sich im Umfeld der Universität angesiedelt, viele davon wurden von Wissenschaftlern und Absolventen der Universität gegründet.
Forschungsschwerpunkte sind:
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
-Entwicklung von Methodiken und Algorithmen zur Synthese analoger und gemischt analog-digitaler Systeme unter Einbeziehung der digitalen Bildverarbeitung, der Signalanalyse und der Signalerkennung
-Mobile, drahtlose Zugangstechniken für breitbandige, multimediale Kommunikationsnetze sowie multimediale Techniken zur Verarbeitung und Präsentation von Informationen
-Entwicklung innovativer Geräte und Anlagen für eine optimale Energieverteilung sowie die Sicherung der Energiequalität und deren Versorgungszuverlässigkeit.
Fakultät für Informatik und Automatisierung
-Computational Intelligence sowie System-, Automatisierungs-und Umwelttechnik
-Objekttechnologien und Softwareengineering, Entwurf, Modellierung und Validierung komplexer Systeme
-Verteilte, multimediale Informations-und Kommunikationssysteme sowie Biomedizinische Technik und Medizinische Informatik.
Fakultät für Maschinenbau
-Präzisionsantriebe hoher Dynamik mit Positioniergenauigkeiten im Mikrometer-und Nanometerbereich
-applikative Umsetzung neuartiger Bewegungssysteme nach biologischem Vorbild für die Medizintechnik und die Inspektionsrobotik
-Werkstoffentwicklung zur Integration verschiedenster Eigenschaften, z. B. zur Anwendung in der Medizintechnik.
Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften
-Theorie und Verfahren der Optimierung sowie stochastische Modelle des Operations Research
-Diskrete Strukturen, Theorie und Anwendungen der Graphen;qualitative Theorie dynamischer Systeme, Kontrolltheorie und optimale Prozesse;numerische Verfahren für nichtlineare Systeme und große lineare Systeme
-Erforschung von Breitbandhalbleitern für hohe Temperaturen und Frequenzen, Nanomaschinen, Solartechnik
-Nutzung und Wirkung von Online-Medien, Interkulturelle Kommunikation, internetgestützte politische Kommunikation, Lehr-und Lernsysteme, Zahlungssysteme für E-Commerce.
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
-Modellierung und Simulation von diskreten Produktions-und Logistiksystemen;Steuerung und Kapitalversorgung kleiner und mittlerer Unternehmen:Controllingkonzepte, Bewertungskonzepte und Rating
-Unternehmenskommunikationssysteme –Fixed, Mobile und High End-Netzwerke in Unternehmen, Verfahren zur kostenorientierten Produktentwicklung und Kostenprognose für neue Erzeugnisse
-Wirtschaftsrechtliche und arbeitsrechtliche Fragen und Probleme im Schnittbereich von Zivil- und Telekommunikations-/Internetrecht.
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Drittmitteleinwerbung TU Ilmenau (in TDM)
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Friedrich-Schiller-Universität Jena
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena verfügt als Volluniversität mit ihren zehn Fakultäten, dem Universitätsklinikum, ihren 21 wissenschaftlichen Sammlungen, der Universitätssternwarte und dem Geodynamischen Observatorium Moxa sowohl auf dem Gebiet der Grundlagenforschung und der angewandeten Forschung als auch bezüglich der hochqualifizierten Krankenversorgung über ein außerordentlich breites Forschungsspektrum.
Ausdruck der Leistungsstärke und der Wettbewerbsfähigkeit der Forschung sind u. a. :
-fünf Sonderforschungsbereiche (DFG)
-eine Klinische Forschergruppe (DFG)
-ein Interdisziplinäres Zentrum für klinische Forschung (BMBF)
-vier Graduiertenkollegs, darunter ein Europäisches Graduiertenkolleg (DFG)
-ein Innovationskolleg (DFG)
-Mitarbeit in einer DFG-Forschergruppe (Chemnitz/Jena)
-Koordinationsfunktion für drei DFG-Schwerpunktprogramme
-Integration von sieben ehemaligen Arbeitsgruppen der Max-Planck-Gesellschaft
-rund 500 Mio. DM eingeworbene Drittmittel (ohne Sondermittel des Landes)im Zeitraum 1991
bis 2000.
Die FSU ist mit den auf dem Wissenschafts-Campus Beutenberg in Jena gelegenen außeruniver-
sitären Forschungseinrichtungen
-Institut für Molekulare Biotechnologie (IMB, Institut der Blauen Liste)
-Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung (HKI)
-Institut für Physikalische Hochtechnologie (IPHT)
sowie mit der Landessternwarte Tautenburg durch gemeinsam berufene Professoren verknüpft.
Darüber hinaus kooperiert sie mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik, dem Max-Planck-Institut zur Erforschung von Wirtschaftssystemen, dem Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie und dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie, dem Forschungsinstitut Senckenberg Frankfurt/Main, mit der Stiftung Weimarer Klassik und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora.
Forschungsschwerpunkte sind:
Theologische Fakultät
-Literaturgeschichte Israels mit den Schwerpunkten Prophetie und Gebets-und Weisheitsliteratur
-Das Neue Testament im Kontext des Frühjudentums
-Antikes Christentum sowie Kirchen-und Theologiegeschichte des Spätmittelalters und der Reformation
-Aufarbeitung und Weiterbildung dogmatischer und ethischer Traditionen in systematisch-theologischer Absicht
-Konfessionelle Prägekräfte beim Aufbau medizinethischen Orientierungswissens
-Praktisch-theologische Ästhetik und religiöse Sozialisation unter säkularen Bedingungen
-Außerchristliche Religionen.
Rechtswissenschaftliche Fakultät
-Deutsches und Europäisches Wirtschafts-, Gesellschafts-, Arbeits-und Sozialrecht (Umbau der Wirtschafts-, Arbeits-und Sozialordnung in der modernen Gesellschaft), Deutsches und Europäisches Wirtschaftsverwaltungs- und -förderungsrecht
-Stiftungs-und Vereinsrecht
-Landwirtschaftsanpassungsrecht
-Rechtsvergleichung
-Recht der Europäischen Integration
-Deutsches und Thüringisches Verfassungsrecht
-Kommunalrecht, Hochschulrecht
-Römische, Deutsche und Europäische Zivil-und Strafrechtsgeschichte;Verfassungsgeschichte
-Gewaltkriminalität
-Transformationsprozesse in den mittel-und osteuropäischen Staaten
-Rechts-und Staatsphilosophie, Rechtssoziologie, Methodenlehre.
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
-Kapitalmarktorientierte Unternehmensführung
-Management Science und empirische Entscheidungsanalyse
-Internationalisierungsstrategien
-Reform der sozialen Sicherungssysteme;Steuerpolitik und Globalisierung
-Innovierende ökonomische Systeme
-Bedingungen für Umweltinnovation vor dem Hintergrund institutioneller Strukturen
-Komplexitätsforschung;Modellierung komplexer Systemzusammenhänge; Netzwerkexternalitäten
-Computerbasierte Entscheidungsunterstützungssysteme
-Datenanalyse mit graphentheoretischen Methoden zur Aufdeckung kausaler Strukturen
-Evolutorische Wirtschafts-, Sozial-und Unternehmensgeschichte.
Philosophische Fakultät
-Logik und Wissenschaftstheorie;Metaphysik und Erkenntnistheorie;Ethik, Philosophie des Rechts und Religionsphilosophie
-Vorrömische Metallzeiten im Mittelgebirgsraum
-Geschichte und Kunstgeschichte Thüringens, Geschichte der Universität und der Stadt Jena; Orts- und Regionalkultur, Alltagskultur 18. -20. Jahrhundert
-Feministische Literatur-, Kunst-und Sprachwissenschaft
-Geschichte, Literatur und Archäologie des griechisch-römischen Altertums einschließlich der Spätantike
-Keilschrifttexte Babyloniens
-Geschichte der Poetik und Literaturtheorie
-Theoretische Linguistik und deutsche Gegenwartssprache sowie Dialektologie und Soziolinguistik des Thüringischen Raumes
-Sprachlehr-und -lernforschung sowie Mediendidaktik
-Kulturgeschichte der Medien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Medienästhetik und Filmtheorie
-Anglistische und amerikanistische Literaturwissenschaft, Grammatik und Stilforschung
-Geschichte des Fremdsprachenunterrichts in Europa
-Historisch vergleichende Erforschung der Kartwelsprachen;Grammatik des Indonesischen
-Mentalitätsgeschichte im Mittelalter;Religiöse Bewegungen im hoch-und spätmittelalterlichen Thüringen; Historiographie und Landesbewusstsein im spätmittelalterlichen Thüringen;Sozialund Verfassungsgeschichte des Alten Reiches (1500 -1815)
-Industrialisierung in politischen Systemen;Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts
-Geschichte des Parlamentarismus in Thüringen
-Sozialer und politischer Katholizismus in Deutschland
-Das europäische Amerika-Bild um 1830;Die Präsidenten der USA in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts
-Sowjetische Sonderlager;Jüdische Kommunisten in der DDR.
Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften
Psychologie:
-Auswirkung sozialen Wandels auf die Identitätsbildung und soziale Beziehungsstruktur
-Neurowissenschaftliche Analysen kognitiver und emotionaler Prozesse
-Verhaltenspsychologische Therapien
-Entwicklung des Sozialverhaltens und der Persönlichkeit über die Lebensspanne.
Erziehungswissenschaften:
-Organisationsberatung
-Lernstörungen und Schulversagen
-Lernen und Imagination
-Schleiermacherforschung
-Erwachsenenbildung/-qualifizierung/-lenkung.
Sportwissenschaft:
-Autonomes Laufen
-Prävention und Rehabilitation
-Trainingsmittelanalyse/Techniktraining
-Kognitive und psychomotorische Prozessanalysen
-Wandel der Bewegungs-, Spiel-und Sportkultur in den neuen Ländern.
Soziologie und Medienwissenschaft:
-Elitenforschung
-Kulturelle Grundlagen von Politik
-Professionalisierungstheoretische Analysen
-Arbeitsmarktstruktur und -politik in Thüringen
-Industrielle Modernisierungsstrategien in Ostdeutschland
-Medienkommunikation, Medienwirkungsforschung, Public-Relations.
Politikwissenschaft:
-Politische Einstellungen/Partizipation in Deutschland
-Politische Parteien in Thüringen
-Theorie des Verfassungsstaates, Menschenrechte
-EU, baltische Staaten und Rußland
-Frieden und Sicherheit im Nahen Osten.
Fakultät für Mathematik und Informatik
-Mathematische Physik
-Analysis (Operatorenideale, Funktionenräume, Partielle Differentialgleichungen)
-Diskrete und fraktale Geometrie
-Grundlagen und Geschichte der Mathematik
-Numerik
-Algebra/Zahlentheorie
-Stochastische Prozesse, stochastische Analysis
-Wahrscheinlichkeitstheorie
-Mathematische Statistik
-Theoretische Informatik (Komplexitätstheorie, Algorithmentheorie)
-Praktische Informatik (Programmiersprachen und Compiler, Softwaretechnik, Künstliche Intelligenz, Mustererkennung)
-Datenbanken und Informationssysteme
-Rechnerarchitektur und -kommunikation
-Digitale Bildverarbeitung
-Didaktik.
Physikalisch-Astronomische Fakultät
-Nichtlineare Optik und Laserphysik
-Ultrakurzpuls-, Dioden-und Faserlaser
-Röntgendiffraktometrie und -mikroskopie
-Röntgenoptik
-Magnetische Kernresonanz an Festkörpern
-Tieftemperaturphysik und Supraleitung
-Wechselwirkung von Ionenstrahlen mit Festkörpern
-Molekularstrahlepitaxie
-Bauelemente der integrierten Optik und geführten Wellen
-Kohärenzoptik
-Oberflächentechnologie
-Optische und optoelektronische Präzisionsmesstechnik
-Werkstoffwissenschaft
-Relativistische Physik und Gravitationstheorie
-Relativistische Astrophysik
-Quantentheorie
-Theoretische Optik
-Astronomie
-Laborastrophysik
-Untersuchung zirkumstellarer Staubhüllen.
Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät
Chemie:
-Metallorganische Chemie
-CO2 als Synthesebaustein
-Schwefelchemie
-Bioanorganische Chemie
-Festkörperchemie
-Polyoxometallate, Polymere, Polysaccaride
-Gläser und Glaskeramiken als Werkstoffe und Biomaterialien
-Heterocyclen-und Steroidsynthese
-Computergestützte Syntheseplanung
-Grenzflächenchemie
-Molekülspektroskopie
-Photophysikalische Chemie
-Gerichtete Nichtmetallisch Anorganische Werkstoffe
-Technische Chemie
-Umweltanalytik und Umweltschutztechnologien.
Geographie:
-Probleme altindustrieller Standorte in Thüringen (Wismut, Rositz)
-Erfassung und Modellierung von Wasser-und Stofftransporten in unterschiedlichen Einzugsgebieten
-Auswirkungen des Klimawandels auf die Geo-und Biosphäre
-Fernerkundung der Erde
-Sozialgeographie.
Geowissenschaften:
-Modellieren der Beckenentwicklung und rezenter vertikaler Erdkrustenbewegungen
-Stoffflüsse im Grundwasser
-Systemanalysen quartärer und tertiärer Maare
-Quartärpaläontologie
-Modellierung der thermischen und chemischen Evolution des Planeten Erde
-Seismizität Thüringens
-Volatile Elemente in magmatischen Gesteinen
-Verwitterung extraterrestrischer Materialien und deren Einfluss auf Werkstoffeigenschaften
-Geochemie
-Hydrologie.
Biologisch-Pharmazeutische Fakultät
Biologie:
-Evolutionsbiologie
-Angewandte und ökologische Mikrobiologie
-Foto-und Stressphysiologie höherer Pflanzen
-Molekulare Strukturbiologie
-Ökologie belasteter Ökosysteme
Ernährung und Umwelt:
-Nutritive, chemopräventive und technologische Untersuchungen zu sekundären Pflanzen-
inhaltsstoffen und funktionellen Lebensmitteln.
Pharmazie:
-Synthese, Analytik und Stabilitätsuntersuchungen von Arzneistoffen
-Aufklärung der Pharmakokinetik von Wirkstoffen
-Entwicklung, Herstellung und physikochemische Charakterisierung von Wirkstoffapplikationssystemen.
Medizinische Fakultät
-Klinisch orientierte Neurowissenschaften,
-Rheumatische und Autoimmunerkrankungen,
-Klinisch-experimentelle Onkologie
-Hämostaseologie/Kardiovaskuläre Medizin
-Molekulare und Zelluläre Biomedizin.
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Drittmitteleinwerbung FSU Jena (in TDM)
Bauhaus-Universität Weimar
Die Forschung an der Bauhaus-Universität Weimar hat ihre Schwerpunkte in den Bereichen Bauingenieurwesen und Materialforschung,wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis von industrienaher und Grundlagenforschung Wert gelegt wird. Mit der Förderung des Sonderforschungsbereiches “Werkstoffe und Konstruktionen für die Revitalisierung von Bauwerken ”seit dem 01.07.1999 hat die DFG einen wichtigen Akzent im Forschungsspektrum der Bauhaus-Universität gesetzt. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Materialforschungs- und -prüfanstalt (MFPA)als An-Institut der Bauhaus-Universität.
Schwerpunkte der wissenschaftlichen und künstlerischen Arbeit sind:
Fakultät Bauingenieurwesen
-Entwicklung/Erprobung von Versuchstechnik und deren Auswertemethodik für experimentelle Traglastuntersuchungen an bestehenden Tragwerken
-Erarbeitung von Konzeptionen zur Hochwasserableitung,Abwasserreinigung, Abfallbeseitigung/Abfallverwertung
-Automatisierung von Entwurfs-/Konstruktionsprozessen im Stahlbau
-Verkehrsbauwerke
-Stoffliche Probleme bei der Bauwerkssanierung/Bauwerkserhaltung.
Fakultät Architektur
-Energieökonomisches Bauen
-Intelligenter computergestützter architektonischer Entwurf
-Leitplanungen, Bauleitplanungen, Flächennutzungspläne, Industriebrachen
-Regional-/stadtplanerische Untersuchungen.
Fakultät Medien
-Mediale Historiographien
-Teleteaching/Telelearning
-Medien in Museen
-Virtuelle Realität
-Vis alisierung.
Fakultät Gestaltung
-Kunst im öffentlichen Raum
-Laboratorien Design
-Künstlergärten
-Farbforschung.
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Drittmitteleinwerbung BU Weimar (in TDM)
4.3 Forschung an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
Die Forschung an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar konzentriert sich auf das Institut für Musikwissenschaft Weimar–Jena mit den Schwerpunkten
-Musik und Theater im Kontext europäischer Tradition
-Musik im Thüringer Kulturraum (Residenzforschung, insbesondere zu Weimar) und Kulturorganisation/-förderung in Thüringen
-Edition der Liszt-Schriften und Editionen von Cherubini-Oper
-Musikkultur in der DDR
-kulturpolitische Prozesse in Mitteleuropa, insbesondere bezüglich der Transformation der Kultur in Mittel-und Osteuropa.
4.4 Forschung an Fachhochschulen
Den Fachhochschulen in Erfurt, Jena, Schmalkalden und der 1997 neu gegründeten Fachhochschule Nordhausen, die 1998 ihren Lehrbetrieb aufgenommen hat, kommt mit ihrem gesetzlichen Auftrag in der anwendungsbezogenen Lehre und Forschung eine hohe Bedeutung zu. Sie arbeiten mit Unternehmen der privaten Wirtschaft, wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen und mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen. Ein Beispiel hierfür ist die Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule Jena und dem Institut für Bioprozess-und Analysenmesstechnik in Heiligenstadt, die auch eine gemeinsame Berufung beinhaltet.
Besonderheiten der Fachhochschulen, wie die hohe Lehrbelastung der Hochschullehrer und der fehlende akademische Mittelbau, erschweren eine kontinuierliche Forschungsarbeit. Die dennoch von den Professorinnen und Professoren initiierten Projekte in Forschung und Entwicklung werden wesentlich durch Wirtschaftsunternehmen und Förderinstitutionen ermöglicht. Insbesondere die Förderung durch das Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat nach Aussage der Fachhochschulen wesentlich zur Verbesserung ihrer Drittmittelfähigkeit beigetragen. Eine Intensivierung von FuE und eine damit verbundene Drittmitteleinwerbung gewinnen perspektivisch zunehmend an Bedeutung, um die gegenwärtig guten materiell-technischen Bedingungen für eine praxisnahe Lehre und Forschung auf hohem Niveau zu halten.
Nach Wegfall des Hochschulsonderprogramms III ist für das Jahr 2001 ein Rückgang an Drittmitteln zu erwarten, dem das TMWFK durch eine Förderung im Rahmen des Artikels 2 des Nachfolgeprogramms HWP begegnen will.
Fachhochschule Erfurt
Auch für die Fachhochschule Erfurt haben Forschung und Wissens-und Technologietransfer einen hohen Stellenwert.
Derzeit bestehen ca. 20 langfristige Kooperationsverträge mit Unternehmen, Kommunen, wirtschaftsnahen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Landesämtern und weiteren Partnern.
Wie alle Fachhochschulen ist auch die Fachhochschule Erfurt zur Durchführung von aufwendigeren Forschungsaufgaben auf die Unterstützung durch Dritte (Unternehmen, Stiftungen, Bund, Länder usw.) angewiesen. Erfreulicherweise konnten diese Drittmitteleinnahmen in den letzten Jahren gesteigert werden. Diese Steigerung wurde auch dadurch ermöglicht, dass im Haushaltsjahr 1997 erstmals ein Fonds zur Forschungsanschubfinanzierung in Höhe von 40. 000 DM eingerichtet und seitdem fortgeführt wird.
Seit dem Frühjahr 1999 engagiert sich die Fachhochschule Erfurt im BMBF-Wettbewerb “Inno-Regio“. Nicht zuletzt der Fachhochschule ist es zu verdanken, dass vom INIT e. V. (INIT -Innovative Netzwerke in Thüringen) , dessen Vorsitzender der Rektor ist, ein Antrag mit dem Thema „Micro Innovates Macro “eingereicht werden konnte. Unter insgesamt 444 eingereichten Anträgen wurde das Projekt im Herbst 1999 als eines von 25 Vorhaben prämiert.
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Drittmitteleinwerbung FH Erfurt (in TDM)
Fachhochschule Jena
Die Fachhochschule Jena sieht die Qualität der Lehre und damit die Attraktivität im Aus-und Weiterbildungsbereich eng gekoppelt an eine dauerhafte, effektive und ausstrahlende Etablierung von Forschung und Entwicklung an der Hochschule.
Mit dem Büro für Technologietransfer existiert an der Fachhochschule ein leistungsfähiges Instrument zur Intensivierung von FuE und damit zur verstärkten Einwerbung von Drittmitteln. Es stellt Kontakte her mit der Wirtschaft und weiteren wichtigen Partnern, begleitet die Zusammenarbeit u. a. im Rahmen von Kooperationsverträgen und Verbundforschungsprojekten und stellt das Transferangebot der Fachhochschule dar. Bemerkenswert ist der für eine Fachhochschule hohe Anteil von eingeworbenen DFG-Drittmitteln.
Die Fachhochschule Jena hat ein Forschungskonzept erarbeitet, in dem Ansätze zur weiteren Entwicklung der Forschung und des Transfers abgeleitet sowie Strategien zur Umsetzung entwickelt werden.
Eine Bündelung personeller, räumlicher und finanzieller Ressourcen zugunsten von FuE an der Hochschule könnte dies befördern. Erste Ansätze interdisziplinärer und damit fachbereichsübergreifender Zusammenarbeit gibt es bereits. Ihr weiterer Ausbau wird jedoch eine noch stärkere hochschulinterne Kommunikations-und Präsentationsarbeit erfordern.
Die bereits bestehenden nationalen und internationalen Kontakte bieten eine gute Grundlage, um künftig auch auf einem überregionalen FuE-und Bildungsmarkt als Hochschule bestehen zu können. Von Vorteil ist dabei die begonnene Bündelung der Potentiale im Hochschulverbund Jena-Leipzig-Zwickau.
Die Einbettung der Fachhochschule Jena in die Technologieregion Jena bietet aufgrund der Vielzahl der möglichen Partner, zu denen oft traditionell gewachsene Beziehungen bestehen, hervorragende Voraussetzungen für anspruchsvolle FuE-Vorhaben. Mit einer Vielzahl von gemeinsamen Projekten kleineren Umfangs ist die Fachhochschule Jena ein regionaler Innovationsträger für KMU. Sie bemüht sich darüber hinaus intensiv um Forschungskooperationen im Ostthüringer Raum.
Die Fachhochschule Jena ist eine der drei Trägerhochschulen der Thüringer Existenzgründer-Initiative GET-UP, die im Rahmen des bundesweiten EXIST-Wettbewerbs vom BMBF ausgezeichnet wurde. Sie ist auch an verschiedenen branchen-und technologiespezifischen Netzwerken beteiligt (OptoNet, BioRegio, OphthalmoInnovation, Verbund Neue Materialien u. a.).
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Drittmitteleinwerbung FH Jena
Fachhochschule Nordhausen
Aufgrund der Aufbausituation ist die Zahl der Hochschullehrer an der Fachhochschule Nordhausen noch verhältnismäßig gering. Dennoch konnten bereits verschiedene Forschungsprojekte begonnen werden. Ausgewählte Beispiele dafür sind das Verbundprojekt mit der Kali-Umwelttechnik GmbH Sondershausen „Ingenieurwissenschaftliche Untersuchung der Salzlösungsgenese an Althalden der Kaliverarbeitung Nordthüringen zur ökologischen Sicherung der Nachbetriebsphase“ und das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Osnabrück finanzierte Projekt „Fachkommunikation zur effektiveren Entwicklung der Umwelttechnik in Nordthüringen zur nachhaltigen Förderung der Bergbauregion “.
Zur Dynamisierung der Forschungsaktivitäten an der Fachhochschule und der Region sowie als Grundlage zur effizienteren Erfüllung des Transferauftrages wurde eine Konzeption zur Bildung eines Kompetenzzentrums erstellt. Im Rahmen dieses Kompetenzzentrums sollen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit sozialer Verantwortung, Umweltschutz und Nachhaltigkeit zusammengeführt werden. In die zu bearbeitenden Projekte werden Unternehmen der Region einbezogen.
Die drei Säulen der Nachhaltigkeit –die ökonomische, die ökologische und die soziale -finden sich an der FH Nordhausen in den beiden technischen Studiengängen, in der Betriebswirtschaft und im Sozialmanagement wieder. So werden naturwissenschaftlich-technische mit betriebswirtschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Forschungsschwerpunkten interdisziplinär verknüpft.
An der FH Nordhausen bündelt ein neuartiges Konzept für Stoffstrommanagement die vorhandene wissenschaftliche Kompetenz und macht sich zur Aufgabe, technisches, wirtschaftliches, informationstechnisches und sozialwissenschaftliches Wissen zur Lösung stoffwirtschaftlicher Fragestellungen zur Verfügung zu stellen und damit praxisnahe Forschung und Entwicklung zu betreiben, die dem Leitbild eines nachhaltigen Wirtschaftens entsprechen.
In dem in Planung befindlichen Anwenderzentrum für Recyclingtechnik (ART) sollen in erster Linie Projekte der Industrieforschung, aber auch der vorwettbewerblichen Entwicklung bearbeitet werden. Diese Forschungseinrichtung soll mittelständischen Recyclingunternehmen die Möglichkeit geben, Innovationen mit Hilfe von Pilotanlagen in der Praxis zu erproben bzw. deren Risiko zu minimieren (Public-Private-Partnership).
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Drittmitteleinwerbung FH Nordhausen
Fachhochschule Schmalkalden
Die Fachhochschule Schmalkalden lässt sich von dem Grundsatz leiten, dass eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Wirtschaft langfristig die Praxisorientierung der Lehre gewährleistet.
Die mit den wachsenden Studierendenzahlen steigende Lehrbelastung der Professoren und die Spezifik der überwiegend klein-und mittelständisch strukturierten regionalen Wirtschaft sind vergleichsweise komplizierte Voraussetzungen für eine erfolgreiche Akquisition von Forschungs- und Transferprojekten. Die Fachhochschule Schmalkalden wird hier Mittel des HWP vorrangig einsetzen sowie neue Vorhaben der angewandten Forschung zusätzlich fördern.
In den letzten Jahren lagen die für Forschungsprojekte verausgabten Gelder der FH Schmalkalden stabil bei etwa 1,7 Mio. DM. Eine qualitative Veränderung in der Struktur der Förderung erfolgte insofern, dass die rückläufigen Zuführungen des Hochschulsonderprogramms III durch andere Finanzierungsquellen ausgeglichen wurden. Bemerkenswert ist, dass ein zunehmender Anteil der Drittmittel außerhalb der Ingenieurwissenschaften entsteht.
Der Einfluss auf die Entwicklung der regionalen Wirtschaft konnte weiter gestärkt werden. Mit der Umsetzung der im Projekt „GET UP “konzipierten Aktivitäten sind junge, technologieorientierte Unternehmen im Umfeld der Hochschule entstanden. Der Sachverständigenbeirat des BMBF konstatierte anlässlich der Evaluation im Dezember 2000 eine erfolgreiche Arbeit und gab Empfehlungen zur Fortführung des GET UP-Projektes in den Jahren 2002 bis 2004.
Das Engagement in zwei regionalen Initiativen des BMBF-Wettbewerbs „InnoRegio “gestaltete sich sehr erfolgreich. Sowohl das von der FH Schmalkalden koordinierte Projekt „Intelligente Produktionssysteme (INPROSYS) “als auch das Vorhaben „Barrierefreie Modellregion für den integrativen Tourismus“, in welchem die Hochschule als Kompetenzzentrum tätig ist, wurden ausgezeichnet. Für die engere Region wurden damit Fördergelder von mehr als 20 Mio. DM imZeitraum bis 2005 erschlossen.
Eine neue Qualität der Zusammenarbeit wurde durch die im Jahr 2000 mit der Industrie- und Handelskammer Südthüringen abgeschlossene Kooperationsvereinbarung erreicht, die eine Reihe gemeinsamer Vorhaben begründet. Kooperationen mit weiteren Institutionen sind für die nächste Zeit geplant.
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Drittmitteleinwerbung FH Schmalkalden
4.5 Forschung an außeruniversitären Forschungseinrichtungen
Thüringen hat seit 1992 für die institutionelle Förderung von Forschungsinstituten und für dortige Baumaßnahmen rund 500 Mio. DM aufgewendet.
Der Forschungscampus Beutenberg in Jena gewinnt unter dem Motto „life science meets physics “ zunehmend Kontur als ein durch Interdisziplinarität und Internationalität gekennzeichnetes Forschungszentrum von nationalem und internationalem Rang.
Eine Vielzahl von Forschungs-und Transfereinrichtungen ist inzwischen auf dem Campus ansässig. Zu diesen gehören die außeruniversitären Forschungseinrichtungen
-Institut für Molekulare Biotechnologie (IMB, Institut der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz)
-Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung (HKI)
-Institut für Physikalische Hochtechnologie (IPHT), die personell mit der FSU durch eine Vielzahl gemeinsamer Berufungen und Forschungsprojekte verknüpft sind.
Das attraktive Umfeld des Wissenschaftscampus Beutenberg hat auch die Max-Planck-Gesellschaft bewogen, die neu gegründeten Institute
-Max-Planck-Institut für chemische Ökologie und
-Max-Planck-Institut für Biogeochemie,
die zwischenzeitlich in angemieteten Räumen ihre Arbeit aufgenommen haben, ebenfalls am Beutenberg anzusiedeln.
Auch für das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) wurde auf dem Gelände mit einem voraussichtlich 2002 bezugsfertigen Neubau begonnen.
Diese Institute werden das Profil des Wissenschaftscampus wesentlich mitbestimmen.
Der Beutenberg-Campus wird auch künftig unter Einbeziehung der von allen Einrichtungen genutzten Dienste institutionell und baulich weiterentwickelt werden. In diesem Zusammenhang soll ein zu errichtendes Zentralgebäude wichtige Funktionen wie Bibliothek, Hörsaalkapazität, Seminarräume und Mitarbeiterversorgung übernehmen.
Das TMWFK hatte auf Empfehlung des Wissenschaftsrates eine Strukturkommission eingesetzt, deren Aufgabe es war, für den Beutenberg-Campus ein Konzept zur fachlichen Ausrichtung und Intensivierung der Zusammenarbeit der biotechnologischen Einrichtungen zu entwickeln. Bestandteil der Beratungen der Kommission war auch die Frage nach der künftigen Ausrichtung des Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMB). Der Abschlussbericht der Strukturkommission bescheinigt dem Beutenberg Campus ein hohes interdisziplinäres Potential und empfiehlt, die Infrastruktur des Campus weiter zu entwickeln und vorhandene Synergiemöglichkeiten in noch stärkerem Maße auszuschöpfen, um eine Teilnahme am internationalen Wettbewerb aus einer erstklassigen Position heraus zu ermöglichen.
Das Institut für Molekulare Biotechnologie (IMB) wurde am 21. November 1991 auf Empfehlung des Wissenschaftsrates als eine Nachfolgeeinrichtung des ehemaligen ZIMET gegründet. Das Institut gehört der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) an und wird gemeinsam vom Bund und vom Freistaat Thüringen finanziert.
Es betreibt anwendungsorientierte Grundlagenforschung auf dem Grenzgebiet zwischen Molekularbiologie und Strukturbiologie.
Das Institut umfasst in vier Bereichen insgesamt zehn Forschungsgruppen, darunter eine erfolgreiche Nachwuchsgruppe sowie zwei Gruppen (Biocomputing, Gerätetechnologie) , die auch Service-Funktionen in größerem Umfang wahrnehmen.
Die Abteilung Genomforschung des IMB hat einen wesentlichen Beitrag zur vollständigen Aufklärung des menschlichen Genoms geleistet. Unter maßgeblicher Beteiligung des IMB wurde ein Konzept für ein Jenaer Zentrum für Bioinformatik erarbeitet, das gemeinsam mit fünf weiteren Zentren von einer internationalen Jury ausgewählt wurde. Diese sechs Zentren sollen vom BMBF – nach Vorlage entsprechender Einzelanträge – in den nächsten fünf Jahren mit insgesamt bis zu 100 Mio. DM gefördert werden.
Mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena verbinden das IMB nicht nur die gemeinsame Berufung seiner Abteilungsleiter, sondern auch eine Vielzahl gemeinsamer Projekte und Lehrveranstaltungen.
Im April 1998 gründete das Institut das „Centre for Design and Structure in Biology (CDSB)“, das von der Europäischen Kommission als „European Large-Scale Facility“ gefördert wird. In diesem Zentrum stehen große Teile der apparativen Ausrüstung des Bereichs Strukturforschung und das Spezialwissen seiner Mitarbeiter Gastforschern aus EU-Mitgliedsstaaten zur Verfügung.
Voraussetzung für die Förderung durch die Europäische Kommission sind wissenschaftliche Exzellenz und die Tatsache, dass in diesem Zentrum alle drei modernen Methoden zur Aufklärung der dreidimensionalen Strukturen biologischer Makromoleküle (Röntgenstrukturanalyse, Kernresonanz-Spektroskopie und Elektronenmikroskopie) unter einem Dach vereint sind.
Das Institut befindet sich derzeit in einer Phase der konzeptionellen Neuorientierung und will seinen künftigen Schwerpunkt in Richtung biomedizinischer Anwendungen verlagern. Leitthema des künftigen Institutskonzepts soll die Verlässlichkeit biologischer Informationsübertragungen sein.
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Drittmitteleinwerbung IMB Jena
Das Institut für Physikalische Hochtechnologie e. V. (IPHT) in Jena ist eine vom Freistaat Thüringen geförderte Forschungseinrichtung. Vorzugsweise arbeitet das IPHT auf dem Gebiet der angewandten Forschung, leistet aber auch Beiträge zur Grundlagenforschung. Das Institut ist in vier Forschungsbereiche untergliedert, deren Leiter gleichzeitig Mitglieder der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind.
Der Forschungsbereich Magnetik/Kryoelektronik erforscht und charakterisiert supraleitende und magnetische Materialien, Bauelemente und elektronische Schaltkreise für technische Anwendungen bis zum Systemdemonstrator. Im Rahmen der Arbeitsrichtung Magnetik werden kryomagnetische Materialien für Systeme der Energie-und Medizintechnik entwickelt. Die Magnetoelektronik bearbeitet Magnetschichten (Vielfachschichten)für Magnetowiderstandssensoren und Transducer mit Einsatzgebieten besonders im Automobilbau sowie für künftige CMOS-Magneto-Speicherchips und supraleitende Schichten für Filter der Satellitentechnik. Im Rahmen der Kryoelektronik werden mit modernen Technologien hochempfindliche Magnetfeldsensoren und ultragenaue Kalibrier-Geräte für elektrische Spannungen entwickelt. Hierfür wurde eine an komplexen integrierten elektronischen Schaltungen erprobte Nanotechnologie etabliert.
Zur Materialcharakterisierung werden insbesondere die hochauflösende Feldemissions-Rasterelektronenmikroskopie, die Röntgenmikroanalyse, die Atomkraftmikroskopie sowie höchstempfindliche magnetische Messtechnik eingesetzt.
Der Forschungsbereich Mikrosysteme verfügt über langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Dünnschicht- und Mikrostrukturtechnik, einschließlich der Mikromechanik. Er bearbeitet Forschungsvorhaben von Mikrosystemen für die Bio-und Chemotechnik sowie von Dünnschichtthermosensoren und miniaturisierten Spektrofotometern.
Die Arbeiten zu biotechnischen Mikrosystemen sind im Rahmen des Jenaer BioRegio-Konzeptes an der Schnittstelle von Mikrosystemtechnik und Biochemie/Molekularbiologie angesiedelt. Mit miniaturisierten Thermocyclern und Mikroreaktoren, Syntheseautomaten für die Wirkstoffsuche bzw. -testung sowie mit neuartigen Technologien für Biochips (DNA-Chips)werden innovative Konzepte für den künftigen Biotechnologie-Markt erforscht.
Bei den mikroanalytischen Systemen werden neue Spektrometerkonzepte mit mikrotechnischen Komponenten zu kostengünstigen Kompaktsystemen für Weltraum-und terrestrische Anwendungen (z. B. Simultan-Analytik, Umwelt-Monitoring)kombiniert.
Im Forschungsbereich Optik werden Forschungs-und Entwicklungsprojekte zu optischen Fasern, zur Mikrooptik und zu optischen Mikrosystemen bearbeitet. Mit moderner Ausrüstung werden optische Fasern mit besonderen Eigenschaften hergestellt und mit speziell entwickelten Methoden charakterisiert.
Das Arbeitsgebiet der Mikrooptik nutzt die Fasertechnologie, stützt sich auf Anlagen zur höchstauflösenden Elektronenstrahllithographie für Strukturgrößen bis in den nm-Bereich und zur Laserlithographie, auf die Untersuchung diffraktiver optischer Elemente sowie auf holographische Techniken. Schwerpunkt der optischen Mikrosysteme sind Anwendungen und Einsatz optischer Mikrokomponenten vor allem in der faseroptischen Sensor-und Präzisionsmesstechnik (spektralkodierende Sensoren, Faserinterferometer, ortsauflösende verteilte Sensorsysteme)und in der optoelektronischen Signalverarbeitung.
Im Forschungsbereich Lasertechnik liegen die Schwerpunkte in der Laserchemie und Laserdiagnostik.
Die Laserchemie konzentriert sich auf die Herstellung, Modifikation und Strukturierung von Dünnschichten (z. B. Siliziumschichten für Dünnschichtsolarzellen auf Glas und maskenfreie rechnergesteuerte Strukturierung von Mikrosystem-Bauelementen unter dem Mikroskop).
Die Laserdiagnostik untersucht die schnelle, berührungslose und selektive Erfassung wesentlicher Prozessparameter und Materialeigenschaften. So wird die orts-und zeitabhängige Konzentration von relevanten Substanzen in Verbrennungsprozessen mittels laserinduzierter Fluoreszenz ermittelt sowie die Absorption und Emission von synthetischen Quarzgläsern.
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Drittmitteleinwerbung IPHT Jena
Das Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung (HKI) wurde 1992 als außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit dem Zweck der Förderung von grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung von Natur-und Wirkstoffen gegründet.
Sieben wissenschaftliche und technologische Abteilungen arbeiten gemeinsam am institutsübergreifenden Thema und setzen damit einen in Deutschland einmaligen Akzent auf dem Gebiet der Naturstoff-Forschung. Neue Erkenntnisse der Zellbiologie sowie ein sprunghafter Wissenszuwachs bei spezifischen Pathogeneseprozessen, kombiniert mit der Entwicklung neuer methodischer Möglichkeiten, erlauben völlig neue Zugänge bei der Suche und Entwicklung neuer Natur-und Wirkstoffe.
Haupteinsatzgebiete der Naturstoffe sind die klassischen Anwendungsfelder von Medizin und Landwirtschaft. In zunehmendem Maße werden aber auch neue Anwendungen im Bereich von Umwelttechnik und Materialwissenschaften sichtbar. Das HKI hat sich zum Ziel gesetzt, das durch klassische biologische und chemische Methoden geprägte Forschungsgebiet mit neuen innova-tiven Ansätzen und Technologien zu kombinieren. Es sieht seine zentrale Aufgabe darin, zwischen Grundlagenforschung und Anwendung zu vermitteln und in enger Zusammenarbeit mit industriellen Partnern neue Produkte und Verfahren in die Anwendung zu überführen. Dies ist langfristig nur möglich, wenn parallel dazu Grundlagenwissenschaften und Methodenentwicklung gleichermaßen Beachtung finden. Diesem wichtigen Aspekt wird durch die gemeinsame Berufung der leitenden Mitarbeiter des HKI zusammen mit der Friedrich-Schiller-Universität Rechnung getragen.
Das wissenschaftliche Leitmotiv des Institutes ist die Erforschung der Naturstoffe als „Mediatoren der biologischen Kommunikation “. Naturstoffe dienen als biologisches Werkzeug zur Suche nach neuen makromolekularen Strukturen für die medizinische Therapie, umgekehrt werden neue potentielle Wirkorte mit Hilfe von Naturstoffen und deren Derivate biologisch charakterisiert.
Das Institut arbeitet stark interdisziplinär. Abteilungsübergreifende Strukturen erlauben die effiziente Abwicklung von Forschungs-und Entwicklungsprojekten, ausgehend von der Suche nach neuen Wirkstoffen, deren Isolierung und Charakterisierung, Untersuchung von Wirkprofilen bis hin zu toxikologischen Untersuchungen und zum Wirksamkeitsnachweis im Tiermodell. Medizinischer Schwerpunkt des HKI ist die Infektionsforschung.
Im Ergebnis einer vom TMWFK erbetenen Evaluation durch den Wissenschaftsrat wird das Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung (HKI)aufgrund seiner inzwischen erlangten überregionalen Bedeutung und des gesamtstaatlichen Interesses mit Beginn des Jahres 2003 in die gemeinsame Bund-Länder-Förderung im Rahmen der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (Blaue Liste)aufgenommen.
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Drittmitteleinwerbung HKI Jena
Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) Jena konzipiert und entwickelt optische und feinmechanische Verfahren, Module, Geräte und Systeme. Besondere Schwerpunkte sind optische Schichten, mikro-und integriert-optische Systeme sowie feinmechanische Präzisionsbaugruppen und -systeme. Das Institut hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der erfolgreichsten Institute der Fraunhofer-Gesellschaft in Deutschland entwickelt.
Neben der Entwicklung von ultrastabilen Schichtsystemen für höchste Ansprüche im sichtbaren und ultravioletten Spektralbereich bis unter 20 nm und Energiedichten bis 30 J/cm² stehen die zugehörigen Herstellungsverfahren im Vordergrund. Im IOF entwickelte mikrooptische und integriert-optische Elemente auf der Basis von Kunststoffen, Glas und Silizium finden Einsatz in der Industrie. Die Anwendungsbereiche miniaturisierter opto-mechanischer Systeme wie Beamscanner, schnelle Vielfachschalter und Modulatoren wie passive und aktive mikrooptische Bauelemente liegen in der Tele-und Datenkommunikation, der Sensorik, der Fertigungs-, der Medizin- und der Umwelttechnik. Industriell genutzt werden die Verfahren zur berührungslosen 3-D-Koordinatenmessung und Defekterkennung an Oberflächen. Die Entwicklung von Verfahren der Optikmontage und Fertigungsmanipulatoren vorwiegend für miniaturisierte Optik richtet sich nach den Erfordernissen der Industriepartner des Instituts. Die Auftragsbearbeitung bezieht geräteinterne Mess-und Prüftechnik, Prototypenentwicklung und Testserienfertigung ein.
Die Arbeiten werden im Verbund mit anderen Forschungseinrichtungen betrieben, da nur so die Ziele schnell und ressourcensparsam erreicht werden können. Eine besonders enge Kooperation besteht mit mehreren naturwissenschaftlichen Instituten der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Institut für physikalische Hochtechnologie e. V. und dem Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung GmbH in Jena, mit Letzterem wird das Applikationszentrum Mikrotechnik gemeinam betrieben. Weiterhin besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Ilmenau und innerhalb der Fraunhofer Gesellschaft.
Das IOF erhält Aufträge aus der Industrie mit einem zunehmenden Anteil an der Gesamtfinanzierung und wird ergänzend durch öffentliche nationale und internationale Projekte gefördert. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird das IOF ein neues Institutsgebäude auf dem Beutenberg-Campus beziehen.
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Drittmitteleinwerbung IOF Jena
In Ilmenau hat die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) mit Unterstützung des TMWFK begonnen, eine Arbeitsgruppe für Elektronische Medientechnik aufzubauen. Ziel ist es, nach Ablauf von fünf Jahren diese Einrichtung als reguläres Fraunhofer-Institut mit letztlich deutlich mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in die FhG zu übernehmen. Dafür stellt das TMWFK in den nächsten Jahren rund 26, 5 Mio. DM zur Verfügung. Gegenstand der Arbeiten des FhG-Anwendungszentrums sind die
-Komprimierung von Audiodaten /Audiocodierverfahren
-neue Technologien für die Musikwiedergabe /HiFi-Anlage der Zukunft
-der Einsatz von Metadaten für die Identifizierung von Musik.
Der Leiter der Arbeitsgruppe wurde im Jahr 2000 mit dem Zukunftspreis des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Ebenfalls in Ilmenau hat sich das Institut für Mikroelektronik und Mechatronik Systeme (IMMS) als An-Institut der TUI mittlerweile zum integralen Bestandteil der Forschungslandschaft Thüringens entwickelt. Die bisherige Entwicklung des Instituts hat gezeigt, dass die Erfüllung seiner satzungsgemäßen Aufgaben auf der Basis einer reinen Drittmittelfinanzierung nicht möglich sein wird. Das TMWFK beabsichtigt daher, die Empfehlung des Aufsichtsrates aufzugreifen und das Institut künftig institutionell zu fördern.
Das Institut wurde auf Initiative des Landes Thüringen gegründet. Es hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Brücke zwischen der Erforschung von Grundlagen für neuartige Technologien, Verfahren und technisch/physikalische Effekte und deren Anwendung und Nutzbarmachung in der Industrie zu schlagen. Ziel ist es, industrielle Partner zu befähigen, diese Anwendungen in Produkte mit wesentlich verbesserten oder auch mit bisher unbekannten Eigenschaften zu überführen. Zu den Aufgaben des IMMS gehört auch die Umsetzung der gemeinsam mit der TU Ilmenau und Industriepartnern erzielten Forschungsergebnisse in Produktideen und deren Realisierung in Form von Labormustern und Dienstleistungen.
Zu diesem Zweck haben die TU Ilmenau und das IMMS eine enge Zusammenarbeit in Forschung und Lehre vereinbart. Dem Institut wurde von der Universität der Status eines „An-Instituts“ verliehen. Die wissenschaftliche Geschäftsführung des IMMS ist mit einer Universitätsprofessur verbunden. Die Universität und das Institut führen auch gemeinsame Vorhaben der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung zu Erzeugnissen und Verfahren der Mikroelektronik und der (Mikro-)Systemtechnik durch. Beide Institutionen nutzen gemeinsam und gegenseitig vorhandene Labors und andere Einrichtungen. Der Wissenstransfer wird durch gegenseitige Aus-, Fort-und Weiterbildung realisiert.
Als Bindeglied zwischen Forschung und industrieller Nutzung versteht sich das IMMS als Berater, Forschungspartner und Dienstleister und entwickelt strategisch Kompetenzen auf folgenden Gebieten:
-Präzisionsantriebe und komplexe mechatronische Systeme
-Bussysteme
-System on Chip
-Mixed-Signal-Design und -Applikationen
-HF Systeme und HF-Messtechnik
-optoelektronische Wandler, optische Arrays, optoelektronische Schaltungen, Verstärker für optoelektronische Arrays
-Smart-Power-Systeme
-Schaltungstechnik
-Testmethodik.
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Drittmitteleinwerbung IBA Heiligenstadt
Herzstück der Forschungseinrichtungen an der Landessternwarte Tautenburg ist das 2m-Universal-Teleskop,das derzeit größte Spiegelteleskop auf deutschem Boden.Das Instrument kann in verschiedenen optischen Konfigurationen für unterschiedliche Beobachtungsaufgaben eingesetzt werden.
Mit Unterstützung durch das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg wurden am Tautenburger Teleskop umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt.So wurden die bei spektroskopischen Beobachtungen bisher verwendeten photographischen Platten durch moderne CCD-Empfänger mit 1024 x 1024 Bildpunkten und einer etwa hundertfach höheren Lichtausbeute abgelöst.Durch Ergänzungs-und Zusatzeinrichtungen,zum Teil Neuentwicklungen,wurde die Einsatzbreite weiter vergrößert.
Das Teleskop und die übrigen Einrichtungen der Thüringer Landessternwarte stehen in-und ausländischen Astronomen für Forschungsvorhaben zur Verfügung.
Die Forschungsschwerpunkte an der Thüringer Landessternwarte umfassen die Beobachtung von Asteroiden (Kleinplaneten)im Sonnensystem,Untersuchungen zur Physik der Sternentstehung (insbesondere von Massenausflüssen bei jungen Sternen),Untersuchungen zur Physik magnetischer Sterne,Untersuchungen zur Struktur und Entwicklung der Milchstraße,Untersuchungen von aktiven Galaxienkernen und Quasaren,optische Identifizierung und Nachfolgebeobachtungen von Gamma-Quellen-Ausbrüchen sowie die Suche nach extrasolaren Planeten.
Der Leiter der Landessternwarte vertritt als Lehrstuhlinhaber das Fach Astronomie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
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Drittmitteleinwerbung Landessternwarte Tautenburg
Seit ihrer Gründung wurde das Profil der Materialforschungs- und -prüfanstalt (MFPA) an der Bauhaus-Universität Weimar kontinuierlich entwickelt und den Erfordernissen aktueller Prüf-, Überwachungs-und Zertifizierungsvorschriften angepasst.
Gleichzeitig wurden über Forschungsvorhaben neue Leistungsfelder erschlossen.
Seit dem 01. 01. 1998 firmiert die MFPA als Landesbetrieb.
Ihre Aufgaben umfassen:
-Durchführung von Materialprüfungen
-Untersuchungen und Beratungen im Rahmen der Prüftätigkeit und prüftechnischen Zuständigkeit
-Koordinierung auf dem Gebiet des Materialprüfwesens im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft und Infrastruktur
-Aufstellung von Vorschriften und normativen Bestimmungen
-Durchführung von Forschungs-und Entwicklungsvorhaben zur verbesserten Nutzung von Materialien, zur Entwicklung von neuen Produkten, Herstell-und Bauverfahren sowie von innovativen Prüfmethoden und Prüfgeräten
-Unterstützung der Lehre und Forschung der Bauhaus-Universität Weimar
-Durchführung von Kursen zur Aus-und Weiterbildung.
Die Prüf-, Überwachungs-und Zertifizierungstätigkeit erfolgt auf der Grundlage der Akkreditierung für mehr als 320 Verfahren.
Das Qualitätsmanagementsystem der MFPA basiert auf den Anforderungen der DIN EN 45 001, den Empfehlungen der DIN EN ISO 9004 sowie den Bestimmungen vertraglich anzuwendender Regelwerke und Vorschriften.
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Drittmitteleinwerbung MFPA
Das Max-Planck-Institut zur Erforschung von Wirtschaftssystemen mit Sitz in Jena nahm zum 1. September 1993 seine Arbeit auf. Es ist das erste wirtschaftswissenschaftliche Institut der Max-Planck-Gesellschaft.
Nach der noch ausstehenden Besetzung der dritten Abteilung wird das Institut drei eng kooperierende, unselbstständige Abteilungen umfassen. Das neue Institutsgebäude bietet auch Gastwissenschaftlern und Stipendiaten gute Arbeitsmöglichkeiten. Insgesamt werden im Endausbau 115 Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.
Die Transformation der ehemals sozialistischen Wirtschaftssysteme in Mittel-und Osteuropa, die Herstellung der deutschen Einheit und die jüngsten Schritte in der Integration Westeuropas stellen wichtige Anstöße und Herausforderungen für die wirtschaftswissenschaftliche Forschung dar. Die genannten Entwicklungen machen auf Defizite bei der wissenschaftlichen Erklärung des Wandels von Wirtschaftssystemen aufmerksam. Eine Neuorientierung der Grundlagenforschung über Funktionsbedingungen und Funktionsweisen von Wirtschaftssystemen erscheint angesichts der deutlicher gewordenen Unzulänglichkeiten herkömmlicher ökonomischer Modellbildung geboten. In den Abteilungen des Instituts wird aus unterschiedlichen Perspektiven an einer solchen Neuorientierung gearbeitet.
Die Abteilung Institutionenökonomik und Wirtschaftspolitik wurde mit der Arbeitsaufnahme des Instituts im September 1993 aufgebaut. Untersucht werden die Grundlagen des Wandels von Wirtschaftssystemen sowie die Möglichkeiten und Grenzen, diesen Prozess wirtschaftspolitisch zu beeinflussen.
Die Abteilung für Evolutionsökonomik beschäftigt sich in einem breit gefächerten Spektrum von Teilprojekten mit Evolutionsvorgängen in der Wirtschaft.
Das Max-Planck-Institut für chemische Ökologie wurde am 1. September 1996 mit Sitz in Jena gegründet. Zu den Gründungsdirektoren gehören auch drei anerkannte amerikanische Wissenschaftler. Im Endausbau soll das Institut insgesamt ca. 220 Mitarbeiter (einschließlich der Gastwissenschaftler, Doktoranden und Diplomanden) umfassen. Zur Zeit sind die ca. 130 Mitarbeiter auf einer provisorischen Institutsfläche untergebracht, die sich in einem Gebäude der Carl Zeiss Jena GmbH befindet. Den Wissenschaftlern stehen modernste Labors für biochemische, genetische, chemische und ökologische Arbeiten zur Verfügung. Darüber hinaus befinden sich im Provisorium eine Bibliothek, ein Seminarraum und Räume für die Institutsverwaltung. Die Einweihung des Institutsneubaus auf dem Beutenberg Campus in Jena ist für den 9. April 2002 vorgesehen.
Das Institut widmet sich der experimentellen und theoretischen Erforschung jener evolutiven Prozesse, die auf der Basis chemischer Interaktionen zur außerordentlichen Vielfalt des heutigen Tier-und Pflanzenreichs beigetragen haben. Die interdisziplinäre Ausrichtung mit Wissenschaftlern aus den Fachgebieten der Ökologie, Populationsgenetik, Biochemie, Entomologie und der organischen und analytischen Chemie ermöglicht das exakte Studium der funktionellen Grundlage dieser Interaktionen.
Der interdisziplinäre Charakter der chemischen Ökologie verlangt eine intensive Zusammenarbeit des Instituts mit einer Reihe anderer Forschungseinrichtungen. Dazu zählen u. a. die in Jena ansässigen Einrichtungen Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung, Institut für Molekulare Biotechnologie sowie Institute an der Friedrich-Schiller-Universität. Darüber hinaus spielen enge Kontakte zu nationalen und internationalen Instituten und Arbeitsgruppen eine wichtige Rolle. Konferenzen und Vorträge ermöglichen es auch der interessierten Öffentlichkeit, einen Einblick in das Gebiet der chemischen Ökologie zu gewinnen.
Das Max-Planck-Institut für Biogeochemie wurde am 1. September 1997 ebenfalls mit Sitz in Jena gegründet und befindet sich gegenwärtig noch im Aufbau. Die wissenschaftlich-experimentelle Arbeit wurde im Juli 1998 zunächst in angemieteten Räumen aufgenommen, für das Jahr 2002 ist der Umzug in das neue Institutsgebäude am Beutenberg in Jena geplant.
Die Biogeochemie ist ein relativ neuer Zweig der Erd-und Biowissenschaften, der sich der Erforschung globaler Stoffkreisläufe und der daran beteiligten biologischen, chemischen und physikalischen Umsetzungen widmet. Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und Stickstoff: diese vier für das Leben bedeutsamen Elemente werden -in jeweils unterschiedlichen chemischen Verbindungen vorliegend -zusammen mit einer Reihe organischer Salze durch die Biosphäre freigesetzt und über die Atmosphäre und Hydrosphäre transportiert und verteilt. Die Organismen, von denen diese Umsetzungen ausgehen, sind nicht unabhängig voneinander, sondern verknüpft auf der Ebene eines Ökosystems, einer Landschaft;sie interagieren in kontinentalem und globalem Maßstab. Diese Interaktionen werden zum einen durch die Biologie der Organismen, zum anderen durch chemisch-physikalische Abläufe in der Geosphäre und Atmosphäre gesteuert. Darüber hinaus modifizieren planetarische Vorgänge, wie z. B. Veränderungen der Erdbahnparameter, sowie in verstärktem Maße vor allem anthropogene Eingriffe -Nutzung fossiler Brennstoffe, land-und forstwirtschaftliche Aktivitäten -die natürlichen Kreisläufe.
Diese Fragestellungen erfordern die Synergie unterschiedlichster wissenschaftlicher Disziplinen sowie eine enge Verbindung zwischen theoretischer und experimenteller Forschung.
Die drei Max-Planck-Institute kooperieren vielfältig mit der FSU Jena;die Spanne reicht von Lehrveranstaltungen der als Honorarprofessoren tätigen Direktoren bis zur Zusammenarbeit in Sonderforschungsbereichen an der FSU Jena.
Ein weiteres Beispiel für hervorragende Grundlagenforschung ist der ehemalige Bereich Quartär-paläontologie der Geowissenschaftlichen Fakultät der FSU Jena, der entsprechend einer Empfehlung des Wissenschaftsrates aus der FSU ausgegliedert und als Außenstelle des Forschungsinstituts Senckenberg in die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (Blaue Liste) aufgenommen worden ist.
4.6 Verbundstrukturen in der Forschung
Schwerpunkt der FuE-Politik des TMWFK ist die Förderung von Verbundprojekten, die gemeinsam von Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen und Thüringer Unternehmen durchgeführt werden und die auf diese Weise ein besonders hohes Maß an Forschungs-und Wissenstransfer realisieren. Diese Förderung wird in einem vom TMWFK in Auftrag gegebenen unabhängigen Gutachten als sehr effizient, von hohem betriebs-und volkswirtschaftlichen Nutzen sowie bezüglich der finanziellen Rückflüsse (Steuern, vermiedene Kosten für Arbeitslosigkeit etc. ) als außerordentlich effektiv eingeschätzt:
-Umsatzeffizienz bei den Unternehmen: 21,6
d. h. :1 DM Fördermittel initiieren 21,6 DM
Umsatz bei den beteiligten Unternehmen
-Arbeitsplatzeffizienz bei den Unternehmen:1,08
d. h. :1 gefördertes FuE-Mannjahr erzeugt 1,08
zusätzliche Dauerarbeitsplätze in Unternehmen
-Gesamtwirtschaftliche monetäre Effizienz:3,84
d. h. :1 DM Fördermittel erzeugen 3, 84 DM
volkswirtschaftlichen Nutzen durch
zusätzliche staatliche (Steuer-) Einnahmen und
vermiedene (Sozial-) Ausgaben.
Die Studie hat überdies gezeigt, dass rund 48 %der Vorhaben ohne die Förderung gar nicht und weitere rund 50 %nur mit zeitlichen Verschiebungen und/oder in reduzierter Form stattgefunden hätten. Gegenüber der im Jahr 1998 erstmalig durchgeführten Bestandsaufnahme konnte entsprechend der damals getroffenen Prognose tatsächlich eine weitere deutliche Steigerung der genannten Effizienzwerte festgestellt werden.
In dem vom BMBF in Auftrag gegebenen Gutachten „Zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands “vom Januar 2000 wird im Vergleich mit anderen Fördermaßnahmen festgestellt: „Besser auf die Förderung der Kooperation von KMU und der Wissenschaft zugeschnitten ist das Instrument der Verbundprojekte. Die stärkere Betonung einer klaren und raschen Verwertungsstrategie bei der Prüfung und Auswahl von Projektanträgen erhöht die Anreize zur Kooperation sowohl für die Wissenschaft als auch für die KMU.“
Insgesamt sind dem TMWFK bislang 530 derartige Verbundvorhaben vorgelegt worden, von denen rund 350 Projekte gefördert wurden oder werden. Auf diese Weise pflegen rund 250 Thüringer Unternehmen die Zusammenarbeit mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungsinstituten.
Angesichts der positiven Beurteilung hinsichtlich der Wirksamkeit für Wirtschaft und Wissenschaft wird das TMWFK auch künftig die Förderung der Verbundforschung auf hohem Niveau fortsetzen.
4. 7 Forschungs- und Technologietransfer
Beispielhaft für die Synergien, die in der Zusammenarbeit von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen entstehen können, ist der Campus Beutenberg in Jena. Mit dem BioInstrumenteZentrum, das im Jahr 2000 eingeweiht wurde, werden flexibel nutzbare Laborflächen für Unternehmensgründer bereitgestellt. Aufgrund der hohen Nachfrage wird derzeit die Einrichtung eines zweiten Bauabschnitts vorbereitet.
In Zusammenarbeit zwischen dem Fraunhofer-Institut für Optik und Feinmechanik und dem Institut für Füge-und Werkstofftechnik hat ein 1998 gegründetes Applikationszentrum Mikrotechnik seine Arbeit aufgenommen. Es hat sich zur Aufgabe gesetzt, in den Bereichen Mikrooptik, Mikrosensorik sowie Aufbau-und Verbindungstechniken einen erfolgreichen Technologietransfer zu gewährleisten.
In Ilmenau wurde unter Federführung des TMWAI mit dem Aufbau eines Technologie-und Forschungsparks begonnen. Vorerst wichtigstes Vorhaben dort ist das Applikationszentrum (APZ), das auf zukunftsträchtige Gebiete im Hochtechnologiebereich wie Mikrotechniken, Bildverarbeitung, technisches Sehen und medizinische Diagnostik, Schaltungs-und Hybridtechnik ausgerichtet ist.
Die Thüringer Landesregierung hat Erlöse aus der Privatisierung der Jenoptik AG in Höhe von 100 Mio. DM der Ernst-Abbe-Stiftung und der Stiftung für Technologie-und Innovationsförderung (STIFT) für forschungs-und technologiefördernde Zwecke zugeführt.
Neben dem bereits genannten BioInstrumenteZentrum in Jena und dem Applikationszentrum in Ilmenau sollen in Trägerschaft der beiden Stiftungen weitere Vorhaben zum Ausbau der FuE-Infrastruktur realisiert werden.
Dass sich die technologische Kompetenz sowohl in der Wirtschaft als auch in den Hochschulen und Forschungseinrichtungen weiter verbessert hat, wird auch anhand der Patentbilanz des Freistaats sichtbar. Die Zahl der aus Thüringen stammenden und beim Deutschen Patent-und Markenamt eingereichten Patentanmeldungen ist in den letzten Jahren um 29 %von 565 (1996) auf 762 (2000) gestiegen. Thüringen liegt damit bei der Zahl der Patentanmeldungen bezogen auf die Einwohnerzahl an der Spitze der neuen Länder (ohne Berlin).
1998 wurden insgesamt 108 Patentanmeldungen von den Thüringer Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen vorgenommen, davon 60 aus dem Hochschulbereich. Der Anteil der Patentanmeldungen aus dem Wissenschaftsbereich an den gesamten Thüringer Patentanmeldungen ist mit 16,7 % im Vergleich zum Durchschnitt der gesamten Bundesrepublik Deutschland (3,4 %) außerordentlich hoch (Stand 1998), was den Stellenwert der öffentlich geförderten Forschung bei der Unterstützung der Thüringer Wirtschaft unterstreicht.
Die Thüringer Hochschulen beabsichtigen, im Rahmen des 1999 begonnenen Aufbaus eines Hochschul-Patentnetzes bei ihren Patentanmelde-und Verwertungsaktivitäten stärker zusammenzuarbeiten. Dabei soll auch die außeruniversitäre Forschung einbezogen werden. Ziel ist es, Kompetenzen zu bündeln und so die jeweils vorhandenen Ressourcen allen Einrichtungen zugänglich zu machen.
Das Zentrum für Patentinformation und Online-Dienste (PATON) der TU Ilmenau wurde um ein Verwertungsbüro ergänzt. Dessen Aufgabe ist es, Anmeldungen der Hochschulen zu unterstützen und sich um eine Vermarktung der Technologien insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen der Thüringer Wirtschaft zu bemühen. Die Einbindung des Thüringer Hochschul-Patentnetzes in die nationalen und internationalen Patentverwertungsaktivitäten (Technologieallianz) ist ebenso vorgesehen wie eine enge Zusammenarbeit mit dem Erfinderzentrum Thüringen.
4.8 Existenzgründungen
Existenzgründungsaktivitäten an den Thüringer Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind Investitionen in das wichtigste Vermögen des Landes, nämlich in seine Menschen. Junge technologieorientierte Unternehmen sind ein Garant für die Schaffung neuer und vor allem hochwertiger Arbeitsplätze. Von Hochschulabsolventen gegründete Unternehmen bestehen durchschnittlich nicht nur länger als andere, sondern weisen auch vergleichsweise hohe Beschäftigungszahlen auf.
Ein zentrales Anliegen muss es sein, dieses Unternehmerpotential zu wecken. Dabei geht es auch darum, gezielt die Studenten, Absolventen und Mitarbeiter an den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit der Selbstständigkeit vertraut zu machen und sie damit auf eine erfolgreiche Existenzgründung vorzubereiten.
Das Land, die Hochschulen und die außeruniversitären Forschungseinrichtungen müssen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Rahmenbedingungen schaffen, die diesen Prozess unterstützen.
Die von der Gesellschaft zur Förderung neuer Technologien e. V. (GNT) erarbeitete Thüringer Existenzgründer-Initiative GET UP ist eine der Maßnahmen, die im Rahmen des bundesweiten EXIST-Wettbewerbs des BMBF prämiert wurden. Dass sich GET UP bei diesem Wettbewerb gegen mehr als 100 andere Wettbewerbsbeiträge durchsetzen konnte, unterstreicht die Qualität und die Tragfähigkeit dieser Initiative.
Mit GET UP steht ein Netzwerk für Existenzgründer aus Hochschulen zur Verfügung, das in seinem Umfang, seiner Ganzheitlichkeit und Komplexität in Thüringen einmalig ist.
Durch das erfolgreiche Abschneiden von GET UP beim BMBF-Wettbewerb und der damit verbundenen Förderung in Höhe von mehreren Millionen DM können an den beteiligten Thüringer Hochschulen jene Rahmenbedingungen geschaffen werden, die für die erfolgreiche Erschließung des großen Existenzgründerpotentials in den technologisch innovativen Bereichen notwendig sind.
So wurde beispielsweise an der Fachhochschule Schmalkalden im Rahmen der GET UP-Initiative ein virtuelles Existenzgründerzentrum aufgebaut, das zur Erstellung von interaktiven internetgestützten Kursen zur Existenzgründung dient, an der Fachhochschule Erfurt wurde im Jahre 2000 eine Existenzgründungsprofessur eingerichtet.
Durch die GET UP-Initiative wurden bislang 162 Gründungsprojekte betreut, aus denen bisher 71 Unternehmensgründungen hervorgegangen sind. Der ursprüngliche GET UP-Verbund des GNT, der TU Ilmenau, der FSU Jena und der Fachhochschulen Jena und Schmalkalden wurde im Jahr 2001 durch Einbeziehung der Bauhaus-Universität Weimar um einen wichtigen Standort erweitert. Die Evaluation der Initiative durch den EXIST-Beirat des BMBF verlief außerordentlich erfolgreich, so dass GET UP bis zum Jahr 2004 durch den BMBF weiter gefördert wird.
Im Rahmen des BioRegio-Wettbewerbs des BMBF wurde 1997 das BioInstrumente-Konzept des BioRegio e. V. in Jena mit einem Sondervotum der internationalen Jury ausgezeichnet. Bislang konnten mit Mitteln des BMBF in diesem Zusammenhang 21 Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 53 Mio. DM gefördert werden. Der gleiche Betrag wurde von den beteiligten Unternehmen aufgebracht.
Im Zuge der Umsetzung des Konzepts wurden bereits 30 Unternehmen mit BioInstrumente-Profil und über 300 Arbeitsplätzen neu gegründet. Vier Unternehmen sind bisher an die Börse gegangen.
Mit dem BioInstrumenteZentrum werden die Voraussetzungen für eine enge Zusammenarbeit von Hochtechnologieunternehmen, Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung im biotechnologisch-pharmazeutischen und medizinischen Bereich geschaffen. Das Zentrum ist ausgelastet, ein zweiter Bauabschnitt befindet sich daher in Planung.
Eine Aktualisierung des BioInstrumente-Konzepts erfolgte im Jahr 2000.