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Hochschulpakt 2020

Der Hochschulpakt 2020 des Bundes und der Länder reagiert auf die Herausforderungen der demografischen Entwicklung im Verantwortungsbereich der Wissenschaft. Am 4. Juni 2009 haben die Regierungschefs von Bund und Ländern die Fortsetzung des Hochschulpakts unterzeichnet. Der bis zum Jahr 2020 konzipierte Pakt wurde gemäß der  Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern über den HSP 2020 (zweite Programmphase) bis Ende 2015 fortgeschrieben. Entsprechend Artikel 1 der Verwaltungsvereinbarung streben der Bund und die Länder gemeinsam an, bis zum Jahr 2020 ein der Nachfrage insgesamt entsprechendes Studienangebot bereitzustellen.

Thüringen hat sich vor dem Hintergrund der prognostizierten ungleichen Entwicklung bei den Studienanfängerzahlen in den neuen und den alten Ländern verpflichtet, die vorhandenen Studienanfängerzahlen - trotz sinkender Abiturientenzahlen in Thüringen - weitgehend zu halten.

Mit dem  Thüringer Programm zur Umsetzung des Hochschulpakt 2020 (zweite Programmphase) in den Jahren 2012 bis 2015 wurde ein Verteilungssystem geschaffen, welches den Hochschulen sowohl zur Aufrechterhaltung der Ausbildungskapazitäten und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen des Studiums (Programmlinie 1) als auch für Marketingmaßnahmen (Programmlinie 2) zweckgebunden die Mittel aus dem HSP 2020 zur Verfügung stellt.

Die Mittel der Programmlinie 1 (insgesamt 52 Mio. Euro) werden den Hochschulen zweckgebunden zur Aufrechterhaltung der Ausbildungskapazitäten sowie zur Verbesserung der Rahmenbedingungen des Studiums, insbesondere zur Verwendung für Lehrpersonal, für Personalmaßnahmen zur Verbesserung der Betreuungsrelationen, für Lehraufträge, für die Durchführung von Tutoren- und Mentorenprogrammen, für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte, für die Verbesserung der technischen Ausstattung, der Bibliotheksausstattung und der Sachmittelausstattung usw. zugewiesen.

Für gemeinsame Marketingaktivitäten der Hochschulen und des TMBWK werden insgesamt 1,2 Mio. Euro (Programmlinie 2 a) und für individuelle Hochschulmarketingaktivitäten der Hochschulen insgesamt 6,8 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.