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Preis für Grundlagenforschung

Thüringer Forschungspreis 2005 in der Kategorie "Grundlagenforschung"

"Grundlagenforschung" (I)

Partida-Martinez und Prof. Christian Hertweck  - Grundlagenforschung I
v.l.n.r Laila P. Partida-Martinez und Prof. Christian Hertweck

„Bakterielle Endosymbionten“


Prof. Christian Hertweck und Laila P. Partida-Martinez
Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie e.V. - Hans-Knöll-Institut (HKI) in Jena
Bereich: Biomolekulare Chemie


Das Zusammenleben zweier Organismen, Symbiose genannt, kommt in der Natur häufig vor: man denke an die Knöllchenbildung von Bakterien an Leguminosen, die der Stickstoff-Fixierung dient, oder an Flechten, die durch eine Vereinigung von Pilzen mit Blaualgen zustande kommt. In den meisten Fällen profitieren beide Partner voneinander, indem sie Nahrungsstoffe austauschen.
Die Preisträger, Prof. Christian Hertweck und Frau Laila P. Partida-Martinez konnten nun in ihrer bahnbrechenden Arbeit eine spezielle Symbiose nachweisen, bei der das Zusammenleben eines Pilzes mit einem Bakterium zur Ausbeutung einer Pflanze führt: Das Bakterium produziert einen Giftstoff, der Wurzeln von Reispflanzen tötet. Pilz und Bakterium vergnügen sich sodann an der reichlichen Mahlzeit, die die abgestorbene Wurzel darstellt. Die neuen Befunde könnten zu einer Behandlung erkrankter Reisfelder führen, da das Bakterium sensitiv auf Antibiotika ist. Der vom Bakterium gebildete Giftstoff kann vielleicht auch zur Krebsheilung verwendet werden.


Laudatio:
Prof. Dr. Barbara Hohn
Friedrich Miescher Institut für Biomedizinische Forschung, Basel


 Laudatio zum Forschungspreis 2005 in der Kategorie "Grundlagenforschung" I
(PDF-Datei zum Download - Größe: 20912 Byte)

Bilder zum Forschungsgegenstand

Mikroskopische Aufnahme von Rhizopus microsporus Mycel und fluoreszenzmarkierten bakteriellen Endosymbionten
Kultivierte Endosymbionten und Struktur von Rhizoxin