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Inhalt

Transferpreis

Thüringer Forschungspreis 2009 in der Kategorie „Transferpreis“

„Interaktiver, mobiler Shopping-Roboter“

Prof. Dr.-Ing. Horst-Michael Groß
Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Joachim Böhme
Dr.-Ing. Christof Schröter
Dipl.-Inf. Alexander König
Dipl.-Inf. Steffen Müller
Dipl.-Inf. Erik Einhorn
(TU Ilmenau, Fachgebiet Neuroinformatik und Kognitive Robotik)

Dr. rer. pol. Andreas Bley
Dipl.-Inf. Christian Martin
Dipl.-Ing. Matthias Merten
Dipl.-Ing. Johannes Trabert, MBA
Dipl.-Ing. Norbert Herda
Dipl.-Ing. Rüdiger Scheidig
Dipl.-Inf. Tim Langner
(MetraLabs GmbH, Ilmenau)
 

Bild der Preisträger

Von links nach rechts: Dipl.-Ing. Johannes Trabert, Dipl.-Ing. Norbert Herda, Dipl.-Inf. Tim Langner, Dr. rer.pol. Andreas Bley, Dipl.-Ing. Rüdiger Scheidig, Dipl.-Inf. Christian Martin (alle MetraLabs), Dipl.-Inf. Steffen Müller, Dipl.-Inf. Alexander König, Dr.-Ing. Christof Schröter, Prof. Dr. Hans-Joachim Böhme, Prof. Dr. Horst-Michael Groß, Dipl.-Inf. Erik Einhorn (alle TU Ilmenau)
Von links nach rechts: Dipl.-Ing. Johannes Trabert, Dipl.-Ing. Norbert Herda, Dipl.-Inf. Tim Langner, Dr. rer.pol. Andreas Bley, Dipl.-Ing. Rüdiger Scheidig, Dipl.-Inf. Christian Martin (alle MetraLabs), Dipl.-Inf. Steffen Müller, Dipl.-Inf. Alexander König, Dr.-Ing. Christof Schröter, Prof. Dr. Hans-Joachim Böhme, Prof. Dr. Horst-Michael Groß, Dipl.-Inf. Erik Einhorn (alle TU Ilmenau)

Der Transferpreis wird vergeben an die Forschergruppe der TU Ilmenau (federführend Prof. Dr. H.-M. Gross) und der MetraLabs GmbH (federführend Dr. A. Bley) für herausragende Leistungen bei der Entwicklung des weltweit ersten praxistauglichen mobilen Shopping-Roboters und dessen erfolgreichen Piloteinsatz in einer realen Alltagsanwendung in einem Baumarkt. Dort unterstützt dieser Roboter völlig autonom die Kunden bei der Artikelsuche und geleitet sie in einem natürlichen Dialog zum gewünschten Produkt. Seit 2008 befinden sich zehn dieser Lotsenroboter in drei deutschen Baumärkten im Dauereinsatz. Weltweit zum ersten Mal werden damit mobile interaktive Serviceroboter im Einzelhandel in einer realen Einsatzumgebung im Langzeiteinsatz erprobt. Allein im Zeitraum von April 2008 bis Februar 2009 haben diese Roboter mehr als 13.000 Kunden bei ihrem Einkauf unterstützt und legten dabei ca. 2.200 km zurück.
Somit stellt diese Transferleistung einen entscheidenden Durchbruch bei der Einführung der Servicerobotik in ganz alltägliche Bereiche des Lebens dar, wie z.B. den Einsatz als Assistenzsysteme in Geschäften, häuslichen Umgebungen, Krankenhäusern oder öffentlichen Einrichtungen. Neben der Bewältigung der wissenschaftlichen Herausforderungen, wie der autonomen Navigation in komplexen Umgebungen oder der robusten Mensch-Roboter-Interaktion, hat dieses Team auch beachtliche technische und ökonomische Erfolge erzielt, die zu einer äußerst erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens MetraLabs zum einem europäischen Marktführer für Serviceroboter geführt hat. Die Preisträger haben damit in vorbildlicher Weise die Kriterien für den Transferpreis erfüllt, nämlich anspruchsvolle, innovative Grundlagenforschung zu überführen in wirtschaftliche Anwendbarkeit und Wertschöpfung, in Verbindung mit der Schaffung neuer zukunftsträchtiger Arbeitsplätze.
 

Abbildungen
a)

Bild 1 (Transferpreis)
TOOMAS Flotte vor Baumarkt

Abbildungen
b)

Bild 2 (Transferpreis)
TOOMAS mit Kundin und Umgebung

Laudatio

Prof. Dr.Ing. habil. Gerhard Rigoll
Technische Universität München
Lehrstuhl für Mensch-Maschine-Kommunikation 

Icon Download Laudatio (Transferpreis)
14754 Bytes

Das Team / die Einrichtungen

Im Rahmen des Forschungsverbundes zeichnete das Fachgebiet Neuroinformatik und Kognitive Robotik der TU Ilmenau für die kognitiven Leistungen des Shopping-Roboters verantwortlich und entwickelt dazu neue, realwelttaugliche Verfahren zur autonomen Roboternavigation in bevölkerten, öffentlichen Einsatzumgebungen sowie zur robusten Mensch-Roboter-Interaktion, so z. B. für die Kontaktaufnahme mit dem potenziellen Kunden oder zum Halten des Kontaktes während der Lotsenfahrt.
Die MetraLabs GmbH Ilmenau war innerhalb des Forschungsverbundes für die Konstruktion, das Design, die Fertigung und die Inbetriebnahme des Shopping-Roboters verantwortlich, unter anderem auch für die Entwicklung der Antriebssteuerung, die Entwicklung einer intelligenten Interaktionssoftware für die Artikelsuche und die Anpassung des Roboters an die Einsatzbedingungen des Baumarkts.