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Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Christoph Matschie (SPD) hat am 30. Juni 2011 um 17.00 Uhr in der Erfurter Thomaskirche den Thüringischen Denkmalschutzpreis verliehen. Die Preisverleihung fand zusammen mit Dr. Thomas Wurzel, Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen statt. Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 40.000 Euro werden jeweils zur Hälfte von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und vom Freistaat Thüringen getragen.
Die Preisträger und ihre Denkmale repräsentieren einen Querschnitt aus der thüringischen Denkmallandschaft – sowohl regional als auch hinsichtlich der Vielfalt der Objekte: Dazu zählen der „Hof Klau“ im ostthüringischen Treben, ein Vierseithof aus dem 17. Jahrhundert und das „Palais am Prinzenberg“ in Meiningen – das Ende des 19. Jahrhunderts fertig gestellte Anwesen war ehemals der Witwensitz von Helene Freifrau von Heldburg, seit Vollendung der Rekonstruktionsmaßnahmen im Jahr 2004 dient es als Ferienanlage. Der Preis für die Kategorie technisches Denkmal wird dem Verein IMAGINATA e. V. in Jena verliehen – das ehemalige Umspannwerk Jena-Nord wurde denkmalgerecht saniert und bietet heute u.a. Raum für eine Theaterhalle, Büroräume und Ausstellungs- und Veranstaltungsräume. Mit der Sanierung der Galopprennbahn Boxberg wurde die ehemalige Rennbahn des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha wiederbelebt und lockt heute wieder viele Besucher in die Region. In der Kategorie Denkmalensemble wird in diesem Jahr auch die hervorragende Arbeit der GWB „Elstertal“ Geraer Wohnungsbaugesellschaft mbH für die Erhaltung von Wohnungsbauten im stadtbildprägenden Wohngebiet „Bieblacher Hang“ gewürdigt. Prämiert wird außerdem die unermüdliche Arbeit des Bodendenkmalpflegers Herrn Eberhard Lippmann aus Erfurt-Alach, die insbesondere in der Feldbegehung und Kar-tierung von archäologischen Fundstellen besteht. Die Stadt Rudolstadt verdient für die Restaurierung, denkmalgerechte Sanierung und nachhaltige Nutzung des Schillerhauses Anerkennung.