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Aus dem Bewusstsein heraus, dass die Kultur unverzichtbar ist für die strategischen Ziele der EU, wie Wohlstand, Solidarität und Sicherheit, hat sich die Kommission zur Notwendigkeit einer neuen EU-Kultur-Agenda geäußert.
Der „Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen über eine europäische Kulturagenda im Zeichen der Globalisierung“ vom 10. Mai 2007 liegt ein weit gefasster Kulturbegriff und ein weites Verständnis von Kulturpolitik zugrunde. Die Kommission setzt sich mit dem Verhältnis von Kultur und Europa im Zeichen der Globalisierung auseinander und schlägt Ziele für eine neue Kulturagenda vor:
Die Kommission erläutert im weiteren ihre Ziele und unterbreitet Vorschläge zur Intensivierung der kulturellen Zusammenarbeit in Europa. Neuen Partnerschaften und Arbeitsmethoden widmet die Kommission in ihrer Mitteilung einen eigenen Abschnitt. Die Kommission hält es für wichtig, bei allen Akteuren um Unterstützung für diese Agenda zu werben. Daher hat sie das Europäische Parlament, den Rat, den Ausschuss der Regionen und den Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss ersucht, sich zur Mitteilung zu äußern und unterstützende Schlossfolgerungen zu ziehen.
Die von der Kommission veranlasste Studie zur Kulturwirtschaft in Europa "The Economy Of Culture In Europe" belegt, dass kulturelle Kreativität und die Branchen der Kulturwirtschaft einen erheblichen Beitrag zu Wirtschaftswachstum und Beschäftigung leisten. Seitdem bildet Kulturwirtschaft einen Schwerpunkt auch für die EU. Aus diesem Grund wurden "Schlussfolgerungen des Rates über den Beitrag des Kultur- und Kreativbereiches zur Verwirklichung der Ziele der Lissabon-Strategie" erarbeitet und am 24. Mai auf dem formellen Rat in Brüssel beschlossen. Die Ratsschlussfolgerungen legen den Grundstein für ein Tätigwerden in vier Bereichen:
Noch bevor die Kulturwirtschaft auf europäischer Ebene in den Focus rückte, haben in Deutschland bereits verschiedene Länder Kulturwirtschaftsberichte erstellt. In Thüringen ist das Thüringer Kultusministerium derzeit mit der Erstellung des ersten Thüringer Kulturwirtschaftberichtes befasst, der voraussichtlich Ende 2008 vorliegen wird.