
Springen Sie direkt zu einem der folgenden Seitenbereiche:
Preisverleihung des Wettbewerbs „Miteinander studieren in Thüringen“ (2003/04)
Schipanski gratuliert Preisträgern beim Empfang für ausländische Studierende
Am 2. Juni stellte die Thüringer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Prof. Dr. Dagmar Schipanski, die Preisträger des Wettbewerbs „Miteinander studieren in Thüringen“ vor. Im Rahmen des alljährlichen Empfangs für ausländische Studierende wurden damit acht Aktionen und Projekte von Studierenden gewürdigt, die sich für die Integration von ausländischen Studierenden und Mitbürgern einsetzen.
Die Preisträger sind:
1. Preis in Höhe von 2.000 Euro:
die „Initiative Solidarische Welt Ilmenau ISWI e.V.“ an der Technischen Universität Ilmenau mit dem Projekt „International Student Week in Ilmenau“
Bereits seit 1993 organisieren die Studierenden des Vereins kontinuierlich alle zwei Jahre die International Student Week in Ilmenau. Durch die Veranstaltung internationaler Studententreffen sollen die interkulturelle Verständigung und der Frieden gefördert werden. Unter dem Motto „because the people matter“ fanden sich zuletzt im Mai 2003 rund 350 Teilnehmer aus 48 Ländern ein, um sich in Arbeitsgruppen mit Themen wie „Zukunft der Demokratie“, „Familien und deren Bedeutung für die Demokratie“, „Einfluss und Verantwortung der Medien“ und „Globalisierung“ auseinander zu setzen. Bei der ISWI handelt es sich um das größte internationale Studententreffen seiner Art in Deutschland. Unterstützt werden die Studierenden dabei durch die Technische Universität Ilmenau, den Deutschen Akademischen Austauschdienst, das Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und viele andere.
2. Preis in Höhe von je 1.500 Euro:
Studierende der Universität Erfurt und der Fachhochschule Erfurt mit dem Projekt „Cafe International“
Die Studierenden Svetlana Heit (Universität Erfurt), Yudha Kuntjoro (Fachhochschule Erfurt), Efuet Tung (Universität Erfurt), Ricardo Zabel (Fachhochschule Erfurt) bieten in den Räumen des Studentenzentrums Engelsburg e.V. regelmäßig ein thematisch gestaltetes Treffen für die ca. 300 ausländischen Studierenden in Erfurt an. Ziel des Projektes ist eine effektive Vernetzung bereits bestehender Initiativen von ausländischen und deutschen Studierenden, die Erweiterung der sozialen Kontakte der ausländischen Studierenden über den Campus hinaus sowie das Vorstellen der in Erfurt studierenden ausländischen Bürger. Es gibt Länderabende, landestypische Tanz-, Film- und Literaturabende.
Studierende an der Fachhochschule Schmalkalden mit dem Projekt „International Summer School Schmalkalden“ und das „Schmalympics-Team“ der Fachhochschule Schmalkalden mit dem Projekt „Schmalympics“
Die beiden Bewerber befassen sich mit der International Summer School Schmalkalden. Das ISSS Team (Jörg Fleischmann, Rainer Fuchert, Paqual Perna, Nicole Volkmar, Holger Wiefel)organisierte erstmals überwiegend selbständig die Veranstaltung. Die Gaststudierenden waren für die dreiwöchige Dauer in Familien von Studierenden untergebracht. Es wurden gemeinsame Lehrveranstaltungen, Exkursionen, Sportveranstaltungen und Feiern geplant. Das Schmalympics-Team hat die von ihm organisierte internationale und interkulturelle Sportwoche in die ISSS integriert. Neben den zahlreichen sportlichen Aktivitäten werden im Rahmen von Abendveranstaltungen interkulturelle musikalische Einlagen und z.B. kulinarische Spezialitäten geboten.
3. Preis in Höhe von je 500 Euro:
der Verein „schrankenlos e.V.“, Studierende an der Fachhochschule Nordhausen bzw. dem Staatlichen Studienkolleg mit dem Projekt „Miteinander“
Ausländische Studierende der Fachhochschule Nordhausen und des Studienkollegs in Nordhausen führen seit März 2003 Begegnungen mit Schülern der Region Nordhausen durch. Sie bieten an Schulen in den Unterricht integrierte Lernprojekte zu interkulturellen Themen wie z.B. gemeinsames Musizieren, gemeinsames interkulturelles Kochen, Basteln mit Materialien des vorgestellten Landes an. Ziel der Initiative ist es, Vorbehalte gegenüber ausländischen Mitbürgern abzubauen und diese als interessante Botschafter anderer Kulturen „hautnah“ kennen zu lernen.
Studierende des afrikanischen Studentenvereins „Le C.A.R.“ an der Technischen Universität Ilmenau mit dem Projekt „DIKALO“
Cercle Africain de Recherche („Le C.A.R“) wurde bereits im November 2001 von afrikanischen Studierenden der TU Ilmenau gegründet. Das Projekt „DIKALO“, was in Kamerun „Nachricht“ bedeutet, beinhaltet Aktivitäten zwischen afrikanischen Studierenden und Menschen der Region. Im Rahmen dieses Projektes werden in Schulen zum Thema Afrika allgemein, aber auch zu Armut, De- und Neokolonialisierung Veranstaltungen organisiert, Besuche in Kindergärten und im Behindertenheim organisiert sowie Sportveranstaltungen mit Berufsschülern durchgeführt.
der „Jenaer Internationale Studierendenkreis“ (JISK) mit den Projekten „Themenreihe Afrika - Europas schwarze Schwester“, „International Poetry Reading“ und dem Schulwettbewerb „Weltoffenes und internationales Jena“
Der Jenaer Internationale Studierendenkreis ist Mitglied der Initiative „Int.Ro.“ Das Projekt erhielt beim vorangegangenen Wettbewerb den ersten Preis. Im Projekt des Jenaer Internationalen Studierendenkreis „Themenreihe Afrika- Europas schwarze Schwester“ informiert der JISK im Rahmen einer wöchentlichen Länderabendreihe über afrikanische Kulturen und über die aktuelle Lage in einigen afrikanischen Ländern. Im Rahmen des Projektes „International Poetry Reading“ fand im Dezember 2003 ein internationaler Poesie-Abend mit einer Zusammenstellung rezitierter Lieblingsgedichte der Mitwirkenden statt. Unter dem Motto „Du wachst eines Tages auf und stellst fest, dass du dich in einem fremden Land befindest“ und „Aus Fremden werden Freunde“ wurde auf Anregung ausländischer Studierender ein Schulwettbewerb ausgelobt, in dem sich Schüler künstlerisch mit den Themen „Anders-Sein“, „Fremdenfeindlichkeit“ und „Fremdenhass“ auseinandersetzen sollen.
der Studentenclub Schmalkalden e.V. mit dem Projekt „Sprachrohr“
Im Rahmen von selbst organisierten Sprachkursen in Kleingruppen wird gegenseitiges Sprachenlernen mit Austauschstudierenden aus Mexiko und Italien organisiert und dabei neben dem linguistischen Ziel auch Einblicke in gesellschaftliche und kulturelle Besonderheiten des Heimatlandes vermittelt und dabei die Integration der Austauschstudierenden gefördert.
Studierende (Andrea Ahr, Sven Peter Ahr und Anette Eisenbraun)der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit dem Projekt „Deutsch lernen mit der Bibel“
Ziel dieses Projektes ist es, neben der Integration ausländischer Studierender und dem Erlernen der deutschen Sprache auf eher umgangssprachlicher Grundlage einen Zugang zu den Grundlagen der abendländischen Kultur zu vermitteln und dabei die Kultur des Heimatlandes vorzustellen.
Die Zahl der ausländischen Studierenden in Thüringen hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht und liegt seit Beginn 2004 bei fast 2.700. Damit studieren junge Menschen aus über 100 Ländern in Thüringen. Die meisten ausländischen Studierenden kommen aus China nach Thüringen, gefolgt von Bulgarien und Staaten der Russischen Föderation. Aber auch junge Menschen beispielsweise aus Libyen, El Salvador und Togo wählen eine Hochschule aus dem Freistaat. Einen besonders hohen Anteil an ausländischen Studierenden kann die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar mit knapp 25 Prozent vorweisen; es folgen die Bauhaus-Universität Weimar und die Technische Universität Ilmenau mit jeweils über neun Prozent. Anziehungspunkt für viele Studierende ist neben den guten Studienbedingungen auch die internationale Ausrichtung der Thüringer Hochschulen. So werden beispielsweise immer mehr international anerkannte Studienabschlüsse angeboten. Zudem ermöglichen es Austauschprogramme an ausländischen Hochschulen zu arbeiten und mit diesen gemeinsam Forschungsprojekte durchzuführen.