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Int.Ro“ aus Jena siegt bei „Miteinander studieren“
Schipanski würdigt gelungene Integration ausländischer Studenten
Das Projekt "Int.Ro." von Studierenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist Sieger beim Wettbewerb „Miteinander studieren in Thüringen“. Die Thüringer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Prof. Dr. Dagmar Schipanski, zeichnet „Int.Ro“ und fünf weitere Preisträger heute, am Mittwoch, dem 5. Juni, in der Mensa der Technischen Universität Ilmenau aus.
Mit dem Wettbewerb „Miteinander studieren in Thüringen“ ehrt das Ministerium Aktionen und Projekte von Studenten aus, die sich für die Integration von ausländischen Studierenden und Mitbürgern einsetzen. Der Preis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert.
1. Preis: Projekt Int.Ro der Friedrich-Schiller-Universität Jena (1.500 Euro)
Int.Ro steht für International Room und ist eine zentrale Koordinierungsstelle für alle Betreuungsmaßnahmen von ausländischen und Austauschstudenten an der FSU Jena. Auf Initiative der verschiedenen beteiligten Studierendengruppen konnte im Wintersemester 01/02 an der FSU ein Raum eingerichtet werden, an dem bereits 4 Gruppen ihren festen Sitz haben, nämlich unique, eine eigens hierfür gegründete kostenlose Studentenzeitschrift mit interkulturellem Schwerpunkt, Erasmus Alumni Jena, der Jenaer Internationale Studierendenkreis sowie die Melton Foundation Jena. Das Konzept des Int.Ro bedeutet jedoch nicht nur einen gemeinsamen räumlichen Arbeitsplatz für die beteiligten Gruppen, sondern hat darüber hinaus den Austausch und die Kooperation dieser Gruppen untereinander sowie eine Begegnungsstätte für ausländische und deutsche Studierende zum Inhalt.
2. Preis (2x): Tandem der Fachhochschule Erfurt (1.000 Euro)
Seit dem Wintersemester 2000/2001 betreuen 10 Studierende die neu ankommenden ausländischen Studierenden in Form eines Gespanns/Tandems, so dass jeder ausländische Studierende bereits vom ersten Tag einen festen Ansprechpartner hat. Der Tutor hilft insbesondere bei Behördengängen, Einrichten eines Kontos, bei Kontakten mit der Krankenkasse, mit dem Studentensekretariat sowie beim Erstellen eines ersten Stundenplans etc. Darüber hinaus entwickeln sich persönliche Kontakte mit gemeinsamem Freizeit- und Kulturprogramm. Die Tutoren bemühen sich besonders auch persönliche Kontakte zwischen ausländischen und deutschen Studierenden zu fördern
2. Preis (2x): Come Together Weinberghof der Fachhochschule Nordhausen (1.000 Euro)
Ziel der im Frühjahr 2000 von Studenten gegründeten Initiative ist die verbesserte Integration von ausländischen Studierenden und vor allem der Besucher des Thüringer Studienkollegs (ausländische Studierende, die hier auf ein Studium in Deutschland vorbereitet werden). Hauptanliegen der Initiative sind Hilfestellung bei schulischen Problemen, Behördengängen, Studienberatung, Zimmersuche, aber auch die verbesserte Integration durch Angebot von kulturellen, sportlichen und sonstigen Freizeitveranstaltungen.
3. Preis (3x): Ilmrooster international sports & culture since 1999 d. TU Ilmenau (500 Euro)
Ziel des Projektes ist die Integration ausländischer Studierender durch Sport und Kultur seit 1999; insbesondere sportlich durch das Ilmrooster FlagFootball Team, ein internationales Studentenfußballturnier sowie kulturell durch die "Rooster Tuesdays" (Themenparties zu verschiedenen Ländern und Kulturkreisen).
3. Preis (3x): Junge Camerata Weimar der Hochschule für Musik Franz Liszt (500 Euro)
Im Wintersemester 1999/2000 fanden sich 15 Studierende der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar aus 10 verschiedenen Nationen zusammen und gründeten das Orchester "Junge Camerata". Das Orchester hat es sich insbesondere zum Ziel gesetzt durch gemeinsames Musizieren, ausländische Kommilitonen besser zu integrieren und der bei einem Musikstudium durch den Einzelunterricht und hohe Übungsbelastung besonders bestehenden Gefahr der Isolation entgegenzuwirken. Es werden insbesondere auch Werke aus anderen Kulturkreisen einstudiert.
3. Preis (3x): Verband der ausländischen Studierenden Bauhaus-Universität Weimar (500 €)
Der VDAS Bauhaus-Universität Weimar wurde 1990 gegründet und vertritt die Interessen aller ausländischen Studierenden in den Gremien der Hochschule und gegenüber der Stadt Weimar. Der Verband hat derzeit über 50 Mitglieder, darunter auch einige deutsche Studierende. Im Mittelpunkt der zahlreichen Aktivitäten steht die Integration der ausländischen Studierenden im Hochschul- und Stadtumfeld. Dafür werden kulturelle Veranstaltungen, wie Weihnachtsfeiern, Länderabende und Konzerte organisiert. Wichtiges Projekt ist eine alljährlich organisierte Exkursionsreise, bei der jeweils zur Hälfte deutsche und ausländische Studierende teilnehmen. Im Jahr 2001 wurde in Zusammenarbeit mit der Fakultät Architektur der erste Teil einer Wechselausstellung von Arbeiten der Architekturstudenten zwischen der BUW und der Kunstakademie St. Petersburg organisiert. Im Gegenzug werden die Arbeiten der Weimarer Studierenden im Mai 2002 in St. Petersburg ausgestellt. In Planung ist das Projekt Mx, mit dem für ausländische Studierende eine zentrale Anlaufstelle im Studentenhaus in der Marienstraße 18 geschaffen werden soll.