Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Inhalt

ERASMUS

EU-Bildungsprogramm Lebenslanges Lernen

ERASMUS

Das Programm ist auf die Lehr- und Lernbedürfnisse aller Beteiligten der formalen Hochschulbildung (einschließlich länderübergreifender Praktika von Studierenden in Unternehmen) sowie auf die Einrichtungen und Organisationen ausgerichtet, die entsprechende Aus- und Weiterbildungsgänge anbieten oder fördern.

Ziele:

  • Unterstützung der Verwirklichung eines Europäischen Hochschulraums
  • Stärkung des Beitrags der europäischen Hochschulbildung und der fortgeschrittenen beruflichen Bildung zum Innovationsprozess

Mobilitätsmaßnahmen:

  • Mobilität für Studierende (Universität und Praktika, Dozenten und Hochschulpersonal
  • Multilaterale Projekte
  • Netzwerke
  • Praktika von Studierenden - neu 

Ansprechpartner finden Sie an den Thüringer Hochschulen. 

www.thueringen.de/de/tkm/wissenschaft/hochschulen

Über ERASMUS:

Das ERASMUS-Programm begann im Juni 1987 und hatte in seinem ersten Studienjahr 3.244 Teilnehmer. Im Jahr 2006 profitierten 159.317 Studierende von diesem Programm. Das sind knapp 1 Prozent aller Studierenden in Europa. Bei den Hochschullehrern waren es im Jahr 2006 mit 25.801 an ERASMUS-Mobiltätsmaßnahmen teilnehmenden Professoren und Dozenten sogar 1,9 Prozent der Lehrkräfte in Europa.
ERASMUS hat sich mit der Förderung der Auslandsmobiltät und zudem durch die Unterstützung der Entwicklung gemeinsamer Lehrpläne und europäischer Intensivprogramme (z. B. Sommerschulen) zu einem wichtigen Instrument der Internationalisierung der europäischen und gerade auch der deutschen Hochschule entwickelt. Damit trägt ERASMUS wesentlich zur Ausgestaltung des europäischen Hochschulraums im Rahmen des Bologna-Prozesses bei. Vielen europäischen Hochschulstudierenden gibt ERASMUS die Möglichkeit, zum ersten Mal in einem ausländischen Land zu leben. Bis jetzt haben 1,7 Millionen Studierende ERASMUS-Fördergelder bekommen. Im Jahre 2007 feierten die Kommission und die 31 teilnehmenden Länder bei mehreren Anlässen den 20. Jahrestag des ERASMUS-Programms.

Im Hochschuljahr 2006/2007 konnten 23.884 Studierende und 2.720 Dozenten aus Deutschland mit dem ERASMUS-Programm der EU in den anderen 30 europäischen Teilnahmeländern lernen und lehren. Damit lag Deutschland bei den ERASMUS-Studierenden erstmals vor Frankreich und Spanien an erster Stelle als Entsendeland.

Von diesen 23.884 Studierenden stammten 585 (2,45 %) aus Thüringen. Die Friedrich-Schiller-Universität Jena nahm in Thüringen mit Abstand den Spitzenplatz unter den Thüringer Hochschulen ein mit 285 Studierenden, die in das Ausland entsendet wurden.

Von den 2.720 deutschen Dozenten waren 84 (3,09 %) aus Thüringen. Die größte Auslandsmobilität in Thüringen wies hier die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar mit 20 entsendeten Dozenten auf.

Den statistischen Übersichten zur Studierenden- und Dozentenmobilität des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) ist zu entnehmen, dass das beliebteste Zielland bei den deutschen Studierenden Spanien (5.121 Studierende) vor Frankreich (4.319 Studierende) und Großbritannien (3.005 Studierende) war Bei den Studienfächern der Deutschen Outgoings sind "Betriebswirtschaft, Unternehmensführung" (5.047 Studierende) vor "Sprachen und Philologien" (4.487 Studierende) und „Sozialwissenschaften“ (2.917 Studierende) die am meisten belegten Studienfächer. Die Altersgruppe 20 bis 24 Jahre (17.902 Studierende) war vor der Altersgruppe 25 bis 29 Jahre (5.541 Studierende) bei den Outgoings am stärksten vertreten.

Beliebtestes Zielland bei den deutschen Dozenten war Spanien (268 Outgoings) vor Frankreich (260 Outgoings) und Italien (227 Outgoings). Bei den Lehrfächern der deutschen Outgoings ist „Sprachen und Philologien“ das meist vertretene Lehrfach (471) vor „Ingenieurwissenschaften, Technik“ (380) und „Betriebswirtschaft, Unternehmensführung“ (316). Von den 2.720 deutschen Dozenten, die im Ausland lehrten, war der größte Anteil in der Altersgruppe 50 bis 59 (867), gefolgt von der Altersgruppe 40 bis 49 (760) und der Altersgruppe über 60 (537).

17.881 ERASMUS-Studierende und 2.906 Dozenten wählten Deutschland als Gastland. Die meisten Gaststudierenden kamen aus Frankreich, Spanien und Polen.