Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Inhalt

Gerätturnen

Gerätturnen

Standardprogramm

 

Wettkämpfe


Wettkampf III Mädchen Jahrgänge 1997 – 2000

               Vierkampf an Sprung, Stufenbarren, 
               Schwebebalken, Boden Schwierigkeitsstufen P3-6

               Für alle Übungen gilt die Variante A.

 


Wettkampf IV Jungen und Mädchen Jahrgänge 1999 – 2002
                                  

Gerätebahnen mit P4 und 3 Sonderprüfungen

  


                  

 

 

Allgemeine Bestimmungen

 

Die Wettkämpfe werden nach der Wettkampfordnung des Deutschen Turner-Bundes ausgetragen. Gewertet wird nach den gültigen Wertungsrichtlinien des Deutschen Turner-Bundes.

In der Wettkampfklasse III besteht eine Mannschaft aus 5 Schülerinnen, wobei die höchsten 4 Wertungen an jedem Gerät für das Mannschaftsergebnis zählen.

 

In der Wettkampfklasse IV wird in Zwei Wettkampfklassen, Jungen und Mädchen, geturnt. Eine gemischte Mannschaft zählt je nach Überzahl des Geschlechts zur Jungen- oder Mädchenklasse. Eine Mannschaft besteht aus 5 Schülern. Je Gerätebahn und Sonderprüfung werden 4 Schüler im Wechsel eingesetzt.

In der Wettkampfklasse III werden mehrere Schwierigkeitsstufen angeboten. Jede Schülerin wählt aus dem für den entsprechenden Wettkampf angegebenen Übungsangebot einen Vierkampf aus. Der gewählte Schwierigkeitsgrad kann an den einzelnen Geräten unterschiedlich sein.

 

Die Übungsinhalte und Bewertungen entsprechen den P-Übungen, Variante A, des Deutschen Turner-Bundes. Verbindungen (nicht jedoch Elemente) können aus der Variante B gezeigt werden, führen jedoch zu keiner höheren Bewertung.

 

 

WK III Schwierigkeitsstufen         P6      P5      P4      P3

 

           Höchstwert                       16       15      14       13

 


Sprung:

 

P4

P5

P6

P7

Max. Punktzahl

14

15

16

17

Gerätehöhe Sprung

1,10 m Bock

1,20 m

1,10 m

1,20 m

Gerätehöhe Schwebebalken

1,00 m

1,10 m

1,10 m

1,20 m

 

In Wettkampf III der Mädchen (P6) darf der Handstützüberschlag statt über eine Gerätehöhe von 1,10 m auch über 1,20 m gesprungen werden, führt jedoch zu keiner höheren Wertung (max. 16 Punkte).

Sofern der Ausrichter keinen Sprungtisch oder nicht in genügender Anzahl vorhandene Sprungtische besitzt, wird Pferd gesprungen, bzw. darf die höchste Wettkampfklasse den Sprungtisch benutzen.

 

Boden:

Die Pflichtmusiken zu den Wettkampfübungen dürfen durch selbstgewählte Musiken einer Mannschaft oder Turnerin ersetzt werden. Zum Ausgleich der Musik dürfen am Ende eines Raumweges bis zu 16 Zählzeiten gymnastische tänzerische Elemente ergänzt werden. Die Musikbegleitungen zu den Bodenpflichtübungen der Mädchen sind beim DTB-Shop (Otto-Fleck-Schneise 10a, 60528 Frankfurt/Main, 069/67 80 11 38 oder bestellung{at}dtb-shop{punkt}de erhältlich.

 

Material für die Erarbeitung der Pflichtübungen:

Die erstmals aufgelegte Broschüre „JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA, Deutscher Turner- Bund und Schulsport“ ist ab dem 1.1. 2008 erhältlich. Hier sind die Übungsinhalte der Wettkämpfe (WK II – IV) veröffentlicht.

 

Die Übungsinhalte stehen in Kurzform (Auflistung aller Elemente) in einer EXCEL-Datei im Netz (www.jtfo.de, www.dtb-geraetturnen.de). Geturnt wird die vollständig ausgeschriebene P-Übung. Da Verbindungen in Variante A weitgehend frei gestaltet werden dürfen, sofern es keine Serien sind, ist die Kurzform der P-Übungen eine praktische Handhabe für die Turnhalle.

 

Eine DVD mit den Pflichtübungen und die Aufgabenbücher / Broschüren Gerätturnen können beim DTB-Shop (Otto-Fleck-Schneise 10a, 60528 Frankfurt/Main, 069/67 80 11 38 oder bestellung{at}dtb-shop{punkt}de bezogen werden. Solange der Vorrat reicht ist die JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA, Deutscher Turner- Bund und Schulsport“ über die Kultusbehörden erhältlich.

Der Wettkampf IV ist ein Wettkampf für gemischte Mannschaften. Eine Mannschaft besteht aus 6 Mädchen und Jungen sowie einem Ersatzturner, wobei eine möglichst gleiche Anzahl Mädchen und Jungen empfohlen wird. Der Start reiner Mädchen- oder Jungenmannschaften ist möglich. Nach Beginn des Wettkampfes kann ein Ersatzturner nicht mehr eingesetzt werden.

 

Die Inhalte von Wettkampf IV entsprechen den Gerätebahnen P4 des Deutschen Turner-Bundes, zusätzlich finden die Sonderprüfungen in Stangenklettern, Standweitsprung und einer Sprint-Umkehrstaffel statt.

 

Gerätebahnen P4:

Die Gerätebahnen A (Reck, Boden, Sprung) und B (Schwebebalken, Boden und Parallelbarren) werden von jedem Mannschaftsmitglied als Einzelübung geturnt.

In der Gerätebahn C werden die Gruppenübungen 1 (Boden) und 2 (Langbank) von der gesamten Mannschaft in einem Durchgang absolviert.

Die Partnerübung 3 (Boden) wird paarweise von jeweils zwei Jungen, zwei Mädchen oder einem Jungen und einem Mädchen gezeigt.

 

Es ist bei JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA, WK IV, Gerätebahn P4 erlaubt, dass folgende Elemente weggelassen oder wie nachfolgend beschrieben ersetzt werden, falls sie nicht beherrscht werden. Die Station ist dann mit 5 Punkten zu bewerten.

 

Gerätebahn A:

- Hüftaufschwung /Hüftaufzug durch Sprung in den Stütz

- Rad beidseitig

- Sprunggrätsche, Höhe 1,20 m durch 1,10 m

 

Gerätebahn B:

- Dreh- Sprungaufhocken (Hockwende) durch Aufsteigen

- Rondat durch Hocksprung

- Handstand, Abrollen durch Rolle vorwärts

 

 

Gerätebahn A:

Reck P4 (etwas niedriger als schulterhoch):

Aus dem Stand vorlings mit Ristgriff:

Hüft-Aufschwung mit Schwungbeineinsatz (aus dem Stand oder Schritt erlaubt) oder Hüftaufzug in den Stütz, Vorschwung, Rückschwung in den freien Stütz, Niedersprung, Felgunterschwung mit Schwungbeineinsatz (auch beidbeinig) in den Stand.

 

Boden P4 (Bodenbahn 10m aus fünf Matten 1m x 2m oder einem Bodenläufer 12m):

 Aus dem Stand: zwei bis drei Schritte vorwärts, Handstütz-Überschlag links seitwärts (Rad), Aufrichten in die Bewegungsrichtung, Schritt vorwärts, Handstütz-Überschlag rechts seitwärts, Aufrichten in die Bewegungsrichtung, Schließen der Beine in den Stand.

Sprung/Bock P4: Anlauf, Sprunggrätsche

 

Gerätebahn B:

Schwebebalken P4:

Aus dem Seitstand vorlings an der Balkenmitte: Absprung und Dreh-Sprungaufhocken, Aufrichten in den Stand, ein bis zwei Schritte vorwärts in die enge Schrittstellung, Senken in den Hockstand, ½ LAD im Hockstand, Aufrichten ¼ LAD, Abgang: Anlauf, Rondat in den Querstand vorlings.

Boden P4 (Bodenbahn 10m aus fünf Matten 1m x 2m oder einem Bodenläufer 12m):

 Aus dem Stand: Schritt vorwärts und Schwingen in die Hand-Stützposition, Abrollen, Aufrichten über den Hockstand in den Strecksprung mit ½ LAD, Rolle rückwärts über den hohen Hockstütz in den Hockstand, Strecksprung mit ½ Drehung (LAD) in den Stand.

Parallelbarren P4 (brusthoch):

Aus dem Innenquerstand auf einem kleinen Kasten: Absprung zum Vorschwung, Rückschwung, Vorschwung mit Grätschen und Schließen der Beine, Rückschwung, Vorschwung, Kehre mit ¼ Drehung einwärts in den Außenquerstand vorlings.

 

Gerätebahn C:

Gruppenübung 1: Schattenrollen

Geräte: Bodenbahn 10m aus fünf Matten 1m x 2m oder einem Bodenläufer 12m)

Alle Mannschaftsmitglieder turnen nacheinander einsetzend, synchron, hintereinander, in ununterbrochener Reihenfolge jeweils 4 Rollen vorwärts mit direkt anschließendem Strecksprung, wobei die Nachfolgenden mit dem Strecksprung nach der Rolle des Vorausturnenden beginnen.

 

 

Gruppenübung 2: Schattenhockwenden

Geräte: zwei Turnbänke (breit), hintereinander gestellt

Alle Mannschaftsmitglieder turnen nacheinander jeweils 8 fortlaufende Hockwenden in rhythmischer Folge mit oder ohne Zwischenfedern, wobei die Nachfolgenden mit der zweiten Hockwende des Vorausturnenden einsetzen.

 

Partnerübung 3: Synchronübung

Geräte: zwei Bodenbahnen 10m aus fünf Matten 1m x 2m oder zwei Bodenläufer 12m)

Alle Mannschaftsmitglieder turnen paarweise parallel und synchron jeweils 3 verschiedene Übungsteile als fließende Bewegungsverbindung.

 

Sonderprüfungen:

Standweitsprünge:

Alle Mannschaftsmitglieder springen jeweils 3 fortlaufende Standweitsprünge, die Übergänge müssen flüssig (reaktiv) sein, d.h. erneutes Schwungholen ist nicht erlaubt, die Weiten von 6 Schülern werden addiert.

Stangenklettern:

Aus dem Schneidersitz bis zu einer beliebig festgelegten Markierung, die Zeiten werden addiert, falls nicht vorhanden können Stangen auch durch Taue ersetzt werden.

Staffellauf: Sprint-Umkehrstaffel mit Übergabe eines Tennis-Rings, es starten alle 6 Schüler der Mannschaft. Start- und Wendemarken sind die Grundlinien eines Volleyballfeldes oder einer anderen entsprechenden Spielfeldmarkierung mit einer Länge von 2 x 18 m. Der Start erfolgt aus dem Hochstart neben einer Markierungsstange bzw. einem Markierungskegel. 

 

 

 


Bewertungssystem:

Je Gerätebahn werden zwei Kampfrichter eingesetzt, die alle 3 Stationen der Gerätebahn bewerten. Sie laufen von Gerät zu Gerät mit. Es werden durch jeden Kampfrichter nur ganze oder halbe Punkte vergeben. Die Wertungen werden addiert und je Turner ermittelt. Das Ergebnis wird ggf. auf den nächst höheren halben Punktwert aufgerundet.

Je Sonderprüfung ein Kampfrichter und ein Helfer eingesetzt. Sie messen die Zeit bzw. Weite oder Höhe. Alle 6 Einzelergebnisse pro Sonderstation werden addiert.

Jede Station einer Gerätebahn wird mit 6 Punkten bewertet. Eine Gerätebahn besteht aus 3 Stationen, d.h. es können maximal 18 Punkte pro Gerätebahn erreicht werden. Bei 3 Gerätebahnen ergibt dies maximal 54 Punkte. 

Für technische Ausführung werden bei den Gerätebahnen A und B und - bei Gerätebahn C - für Synchronität bis zu 6 Punkten vergeben:

 

Beurteilung: sehr gut    gut     befriedigend    ausreichend     mangelhaft

Punkte:         5,5-6     4,5-5       3,5-4              2,5-3                0-2

Bei Verlassen des Geräts oder bei Sturz wird dem Turner ein halber Punkt abgezogen.

 

Gerätebahnen A und B:

Je Station/Gerät vergibt das Kampfgericht je Turner bis zu 6 Punkte. Die Einzelergebnisse werden addiert und durch die Anzahl der Turner geteilt.

Gerätebahn C:

An den Stationen 1 und 2 können für die gesamte Mannschaft jeweils bis zu 6 Punkte erturnt werden, wobei besonderer Wert auf die synchrone Ausführung der Elemente gelegt wird. Je fehlender Rolle oder Hockwende erfolgt ein Abzug von einem halben Punkt.

Die Station 3 wird jeweils paarweise bewertet. Die Einzelergebnisse werden addiert und durch die Anzahl der Paare geteilt. Die Summe der Wertungen je Station bildet das Ergebnis der Gerätebahn.

 

Siegerermittlung:

Der Sieger des Wettbewerbs wird durch eine Rangfolgenberechnung ermittelt. Dabei werden die Platzierungen der vier Ranglisten (3 Gerätebahnen nach Geräten und Sonderprüfung) als Summe addiert.

Sieger ist die Mannschaft, welche die kleinste Summe der Rangfolge hat.

Bei Gleichstand ist die Mannschaft Sieger, welche bei den Gerätebahnen die niedrigste Rangfolgensumme hat.

  

Das Landesfinale findet am 20. März 2012 in Nordhausen statt.

 


 

Ergänzungsprogramm

 

Wettkämpfe    

Wettkampf I                   Mädchen und Jungen Jahrgänge 1992- 1996

                                      Ein Mannschaftsmitglied darf jünger sein als Jahrgang 1996

 

  •  

     

    Mädchen: Vierkampf an Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken, Boden     Schwierigkeitsstufen P5 - 8 

     

  •  Jungen: Vierkampf an Boden, Sprung, Barren, Reck                                          Schwierigkeitsstufen P5 - P8  

     

 


Wettkampf II    Mädchen und Jungen

Jahrgänge 1994 - 1997     P4 - P7

 


Wettkampf III   Jungen                     

Jahrgänge 1997 - 2000     P3 - P6