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PISA - „Programme for International Student Assessment“ – ist ein Programm der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur zyklischen Erfassung grundlegender Kompetenzen der nachwachsenden Generation. Dieses Programm wird sich über vorerst drei Projektzyklen erstrecken:
1998-2001 | 1. Zyklus (PISA 2000) | Schwerpunkt LESEN |
2000-2004 | 2. Zyklus (PISA 2003) | Schwerpunkt MATHEMATIK |
2003-2007 | 3. Zyklus (PISA 2006) | Schwerpunkt NATURWISSENSCHAFT |
Der Schwerpunkt wird jeweils gründlicher und differenzierter getestet, ihm werden zwei Drittel der Testzeit zugeteilt. In den beiden anderen Bereiche werden jeweils globale Leistungsprofile erfasst.
PISA ist in besonderer Weise bemüht, Kompetenzen zu erfassen, die für eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben notwendig sind. Daher fragt die Studie nicht nur, ob die Jugendlichen über ausreichendes Schulwissen verfügen, sondern auch, ob sie in der Lage sind, das Gelernte zur Bewältigung von praktischen Aufgaben und Problemen einzusetzen. Ziel der Studie ist es also, Kompetenzen möglichst breit und lebensnah zu erfassen. Deshalb haben sich die Teilnehmerstaaten bei PISA für einen anwendungsorientierten Ansatz und die Erfassung grundlegender, fachbezogener und fächerübergreifender Kompetenzen entschieden. Damit betont die Studie einen funktionalen Aspekt moderner Grundbildung, ohne die Wichtigkeit anderer Bestandteile einer breiten Allgemeinbildung geringer zu bewerten. Dies spiegelt sich in den Rahmenkonzeptionen wider, die der Entwicklung der PISA-Tests zugrunde liegen. Rahmenkonzeptionen und Testaufgaben wurden in enger Zusammenarbeit von internationalen und nationalen Expertengruppen entwickelt.
Der Anwendungsorientierung des Projekts entsprechend enthalten die PISA-Tests nur wenige Aufgaben, die Einzelwissen abfragen. Die Mehrzahl der Fragen erfasst die Anwendung von Wissen und Fertigkeiten in außerschulischen Situationen.
Weiterhin sind bei nur der Hälfte der Aufgaben Antwortalternativen vorgegeben („Multiple-Choice Aufgaben“); bei allen anderen Fragen müssen die Schülerinnen und Schüler die Antworten selbst ausarbeiten und notieren, wie sie es von Schularbeiten gewohnt sind.
Trotz dieses Ansatzes wird aber keineswegs übersehen, dass mit einer einzigen Studie selbstverständlich nicht alle Ziele schulischer Bildung abgedeckt werden können, und auch PISA nur einen Ausschnitt dessen erfasst, was deutsche Schulen anstreben und tatsächlich erreichen.
Ausführlichere Informationen zu den Konzeptionen und eine Sammlung der Testaufgaben finden Sie auf den
Webseiten PISA-Deutschland (Max-Planck-Institut Berlin).