Freistaat Thüringen Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Inhalt

Auswertung des Internet-Diskussionsforums

sowie der in Zusammenhang mit PISA zugegangenen Zuschriften (kursiv eingetragen)

Im Folgenden werden die Vorschläge und auch Forderungen, wie sie im Diskussionsforum (Januar bis Juni 2002) als Reaktion auf die bundesweiten Ergebnisse der PISA-Studie von Diskussionsteilnehmern benannt und in Kommentaren verstärkt wurden, aufgelistet.

Sie wurden nach den Verantwortlichen zur Umsetzung dieser Forderung geordnet. Eine Gewichtung der Vorschläge wurde nicht vorgenommen.

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur schließt damit dieses Diskussionsforum, bedankt sich bei allen Teilnehmenden und ruft dazu auf, Vorschläge für die Reaktion auf die nationalen Ergebnisse (PISA-E) mitzuteilen.

Forderung an

Das muss verstärkt werden

Das ist neu anzugehen

Gesellschaft

Eltern in Erziehungsaufgaben stärken und beraten,
Werte und Normen klar benennen und ausbilden

Aufwertung der Bedeutung von Kitas,
Anerkennung aller Bildungsgänge und Abschlüsse in der Gesellschaft

Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Unterstützung der Kitas durch Fachberater der Schulen,
Vorschule statt veränderte Schuleingangsphase,
Ergebnisse des Schulversuchs „Veränderte Schuleingangsphase“ nutzen ,
Förderung von begabten Kindern (z.B. Spezialschulen) und Förderung hochbegabter Kinder,
Erarbeitung von Standards in allen Fächern,
Standardisierte Leistungsmessung zur Ermittlung von Konsequenzen zur Unterrichts- und Schulentwicklung,
Neueinstellung von Lehrern, um Altersstruktur zu verbessern,
Präsenzpflicht der Lehrer,
Partizipation von Eltern,
Reform der Lehrerbildung,
Lehrpläne mit konkreteren Festlegungen,,
Festhalten am Sitzenbleiben in der Grundschule

Fachaufsicht über Kitas,
Einschulungsalter 5 Jahre,
Keine Zurückstellung,
Zweitlehrer zur differenzierten Betreuung leistungsstarker Schüler in Deutsch und Mathematik,
Bereitstellung von Förderstunden für Klassenlehrer,
Mehr Zeit, um begabte Kinder in GS zu fördern,
Leistungsprinzip für Lehrer einführen,
Unterrichtsverpflichtung der Schulleiter in Grundschulen kürzen,
Verbindlicher Charakter von Lehrerfortbildung
bundesweit einheitliche Lehrpläne und Schulbücher,
Spätere Differenzierung der Bildungsgänge und Veränderung der Schulstruktur,
neue Schulform im Bereich Berufsbildung: Schule Arbeit und Lernen (Konzept liegt vor),
Überdenken des Konzepts des Seminarfachs (bis zur Abschaffung),
Begrenzung der Schülerzahlen pro Klasse,
Überprüfung der Stundentafeln,
Stärken der Autonomie der Schule,
Anerkennung von Qualifizierungen (Fort- und Weiterbildung) durch Höhergruppierung,
Aufgliederung der Deutschnote,
Erhöhung der Stundenzahl im Fach Deutsch,
Lehrbücher passend zum Lehrplan,
Kein Computer in der Grundschule,
Notenskala nur 1- 5, Zeitigeres Erteilen von Noten in der Grundschule,Kopfnoten ,
Teilzeitmodelle wegen der Nachteile für den Lehrereinsatz überdenken,
Verstärkung der Kontrolle von Lehrern und Schulen,
Unzureichenden Personalschlüssel überdenken,
Auf Bewährtes zurückgreifen (z.B. Materialien aus der DDR zur Unterstufenmethodik),
Abschlussgültiges Zeugnis der Klassenstufe 10 auch am Gymnasium,
Festlegung von Notendurchschnitten als Übertrittsvoraussetzung von Klassenstufe 6 nach 7 und 10 nach 11 am Gymnasium

Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit

Rahmenbedingungen verbessern (Vor- und Nachbereitungszeit, Elternarbeit, Fortbildung),
Verbindliche Bildungs- und Erziehungsziele in den Kitas,
Pflichtjahr in der Kita vor der Einschulung,
Regelmäßige Fortbildung für Kindergärtnerinnen,
Ausstattung der Kitas mit Übungsmaterial (z.B. phonematische Bewusstheit)

Gleiche Personalzuweisung für die Arbeit mit altershomogenen Gruppen wie für die Arbeit mit altersgemischten Gruppen,
Bildungspflicht für alle 5-Jährigen,
Verbindlicher Besuch der Kita, die Förder- und Trainingsprogramme für leistungsschwächere und leistungsstarke Kinder anbieten,
Minimieren der qualitativ unterschiedlichen Arbeit in den Kitas,
Verzicht auf Fremdsprachenerwerb und PC-Einsatz in Kita

ThILLM

Fortbildungsthemen am Bedarf orientieren,
Fortbildung besser koordinieren und zeitlich anpassen

Schulträger

verbesserte, moderne Ausstattung der Schulen,
Schulstandorte überdenken – zum Teil unzumutbar lange Wege für Kinder,
Kostengünstigere Hortgebühren

Ausstattung der Horte mit Spiel- und Experimentierangeboten,
kostenfreie Nutzung aller Schulhorte

Kindertagesstätte (Kita)/Schule

Beschäftigungszeiten in der Kita in Abstimmung mit den Grundschulen,
Zusammenarbeit beider stärken (2), z.B. Infoabende, Schnuppertage, gemeinsame Förderkonzepte

Schule/Hort

offene Hortarbeit,
Hausaufgabenzimmer,
Arbeitsgemeinschaften

Schule

Ausprägung von Sozialkompetenz durch verschiedene Methoden,
Entwicklung von Standards,
Lebensnaher und praxisorientierter Unterricht und Berücksichtigung regionaler Aspekte

Lehrer

Evaluation der Schülerleistung, Reflexion des Unterrichts,
Fortbildung im Bereich moderner Medien,
Lehrer-Schülerverhältnis als gleichberechtigtes, achtendes Verhältnis,
Fortbildung in unterrichtsfreier Zeit

Erhöhen der Präsenzzeit in der Schule

Erzieher

Evaluation der Bildungs- und Erziehungsarbeit

Eltern

Rechte und Pflichten zur Erziehung der Kinder in vollem Umfang wahrnehmen, Persönlichkeitsentwicklung der Kinder deutlicher begleiten

Hochschulen

Verbesserte Lehrerausbildung,Ausrichtung der Studieninhalte an der schulischen Wirklichkeit

Unterrichtspraxis von Beginn der Lehrerausbildung an

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