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Inhalt

PISA 2003

Der Zeitplan von PISA 2003

Dezember 2002  Ziehung der Stichprobe für PISA 2003
Januar 2003 Schriftliche Information der ausgewählten Schulen durch das zuständige Kultusministerium
Februar 2003 Informationsveranstaltung für die Schulleiter und die Schulkoordinatoren
März 2003 Information der ausgewählten Schüler und der Lehrer
20. April bis
31. Mai 2003
Durchführung der Tests am vereinbarten Termin durch Testleiter und Schulkoordinator
19. April bis
31. Mai 2004
Durchführung der Tests zur Messwiederholung in der Klassenstufe 10
Ende 2004 Information der Schulen über die Ergebnisse

Fakten zur Durchführung von PISA 2003 in Thüringen

Für Thüringen wurden insgesamt 85 Schulen gezogen. Sie gehören zu den etwa 1.500 Schulen der Gesamtstichprobe in der Bundesrepublik Deutschland.
Sieben dieser Schulen nehmen auch am internationalen Vergleich teil. In der Bundesrepublik Deutschland sind dies insgesamt 220 Schulen. In diesen Schulen werden neben den 35 nach einer Zufallstichprobe ausgewählten 15-jährigen (PISA-I) auch zwei ganze Klassen der Klassenstufe 9 (PISA-I plus) erfasst. An PISA I werden etwa 245 Thüringer Schüler beteiligt sein und an PISA-I plus etwa 280.
Die nationale Ergänzungsstichprobe PISA-E erfasst etwa 1.300 Schulen und zusätzlich 5.200 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund (insgesamt etwa 44.000). Aus Thüringen sind dabei etwa 2.500 Schülerinnen und Schüler beteiligt.

Bei PISA 2003 wird es gegenüber PISA 2000 eine Reihe von Neuerungen und Erweiterungen geben, sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene.

International

  • PISA 2003 deckt die Kompetenzbereiche Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften sowie Problemlösen als CCC-Komponente (cross-curricular-computering) ab.
  • Bei PISA 2003 liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf der Erfassung der mathematischen Kompetenz. Etwas mehr als die Hälfte (55%) der PISA-Testaufgaben messen die Mathematikfähigkeiten. Jeweils 15% der Testaufgaben stammen aus den Bereichen Lesen, Naturwissenschaft (Physik, Chemie, Biologie, Geografie) und dem fächerübergreifenden Problemlösen.
  • Für alle Kompetenzbereiche wird eine Itemauswahl aus dem ersten Erhebungszyklus getroffen, die aufgrund der (u.a. psychometrischen) Eigenschaften Trendanalysen über längere Zeiträume und über die beteiligten Länder gestattet.
  • Die Zielpopulation der 15-Jährigen bleibt gleich. PISA bietet 2003 als internationale Option eine zusätzliche schuljahrgangsbezogene Erhebung an. Das erlaubt z.B. vollständige Klassen in die Stichprobe einzubeziehen.
  • Es ist wiederum ein Schülerfragebogen mit 20-30 Minuten Bearbeitungszeit vorgesehen. Wie in PISA 2000 werden zentrale demographische Daten und einige Indikatoren des sozialen und familiären Hintergrunds erhoben. Im Blickpunkt stehen dann Schülermerkmale, die für die Auseinandersetzung mit Mathematik bedeutsam werden (z.B. mathematikbezogene Motivation und Lernstrategien).
  • Der Fragebogen zum Schulkontext, der von der Schulleitung 2003 auszufüllen sein wird, erhält eine mathematikspezifische Akzentuierung. Die Fragen richten sich auf Strukturmerkmale, materielle und soziale Ressourcen, aber auch auf Unterrichtsbedingungen.

National

Das deutsche PISA-2003-Konsortium ist aus dem Konsortium PISA 2000 hervorgegangen und bildet in leicht veränderter Besetzung (z. B. Verstärkung im Bereich Mathematik) wiederum ein zentrales Element in der nationalen Organisationsstruktur.
Auch im zweiten Zyklus hat das deutsche Konsortium die internationale Untersuchung durch eine Reihe von nationalen Optionen ergänzt. Wie 2000 wird es auch 2003 an allen PISA-Schulen einen zweiten Testtag für ergänzende nationale Leistungstests und Fragebogen geben. Eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern wird schließlich an einem dritten Testtag computergestützte Tests zum Problemlösen bearbeiten.
Ziel der Ergänzungen ist es, Ursachen für interindividuelle Leistungsunterschiede und Ansatzpunkte für konstruktive Interventionsmaßnahmen aufzufinden. Weiterhin wird mit den Ergänzungen gewährleistet, dass Stoffgebiete und Problemstellungen, die in deutschen Schulen gelehrt werden, aber in den internationalen PISA-Tests nur unzureichend repräsentiert sind, getestet werden.

  • Im nationalen Ergänzungsteil werden sowohl neue Aufgaben entwickelt als auch eine Auswahl von Aufgaben aus PISA 2000 verwendet.
  • Zusätzlich werden differenzierte Untersuchungen von Unterrichtsbedingungen und fachspezifischen Voraussetzungen auf der Schüler- und Lehrerseite im Schwerpunktgebiet Mathematik bei kompletten neunten Klassen im Rahmen eines Längsschnittdesigns durchgeführt.
  • Im Jahr 2004 werden in 10. Klassen (außer in Hauptschulen) an 198 PISA-I-Schulen in Deutschland Kompetenzmessungen und Bedingungserhebungen in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften durchgeführt. Dies trägt dazu bei, Erklärungsmodelle für Kompetenzentwicklung unter Unterrichtsbedingungen prüfen zu können.

Weitere Informationen
zu PISA 2003 sind auch in der Informationsbroschüre "Schülerleistungen im internationalen Vergleich" zu finden, die auf den Seiten des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung Berlin angeboten wird.
http://www.pisa.ipn.uni-kiel.de/