Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Inhalt

I M P U L S

Interessieren - Motivieren - Produzieren - Umsehen - Lernen - Starten

Projekt zur Ausbildungsvorbereitung benachteiligter Jugendlicher

 

Allgemeines
In Ergänzung zu dem vollzeitschulischen Angebot des Berufsvorbereitungsjahres wurde das Projekt "Impuls" zur Ausbildungsvorbereitung benachteiligter Jugendlicher in Abstimmung mit den Kammern eingerichtet. Dieses Projekt setzt auf eine stärkere Akzentuierung des Lernortes Betrieb und eine Umwandlung von vollzeitschulischer in teilzeitschulische Berufsvorbereitung. Gestützt auf die Praxisausbildung in den Bildungseinrichtungen können Jugendliche die betriebliche Realität in Thüringer Unternehmen intensiv kennen lernen und eine qualifizierte Berufsentscheidung treffen. Am Ende des Projekts besteht für die Jugendlichen die Möglichkeit, einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschluss zu erwerben, zudem werden fachliche Grundqualifikationen zertifiziert.

Zielgruppe
Zielgruppe sind Jugendliche ohne Hauptschulabschluss, die nach Ende der Vollzeitschulpflicht mindestens die Klassenstufe 8 der Regelschule oder die Klassenstufe 9 der Förderschule mit Bildungsgang zur Lernförderung erfolgreich beendet haben und aufgrund ihrer Mängel und Schwächen in einem "rein" schulischen Berufsvorbereitungsjahr nicht ausreichend gefördert werden können.

Zielstellung
Das Projekt "IMPULS" zur Ausbildungsvorbereitung benachteiligter Jugendlicher setzt auf eine stärkere Akzentuierung des Lernortes Betrieb und eine Umwandlung von vollzeitschulischer in teilzeitschulische Berufsvorbereitung. Es basiert auf der Nutzung dreier Lernorte - Berufsschule, Maßnahmeträger und Betrieb –  und schließt in Vorbereitung auf eine Berufsausbildung die notwendige Dualität zwischen Theorie und Praxis ein. Für die Betreuung der Maßnahme beim Maßnahmeträger und im Betrieb ist der Einsatz eines Sozialpädagogen vorgesehen.
Ziel dieser Maßnahme ist das Erlangen der Ausbildungsreife (respektive Beschäftigungsfähigkeit) und die Vorbereitung der Jugendlichen auf den Eintritt in eine möglichst betriebliche Berufsausbildung, um präventiv soziale und ökonomische Ausgrenzung zu vermeiden.

Schwerpunkte

  • Praxisorientierung und Ausbildungsbezug über umfangreiches Betriebspraktikum und Orientierung an verschiedenen Berufsfeldern, um Berufswahlentscheidung vorzubereiten
  • In Erweiterung der Projektmethode – Herstellung von Produkten am Vorbild industriell gefertigter Erzeugnisse für die kooperierende Berufsschule
  • Standortidentität Berufsschule / Maßnahmeträger
  • Integrative Vermittlung von allgemeiner und beruflicher Qualifikation
  • Intensive Kooperation aller am Projekt beteiligten Partner
  • Verstärkung der Handlungs- und Fachkompetenz unter Berücksichtigung der Förderung von Schlüsselqualifikationen
  • Zielgerichtete Förderung über den Einsatz individueller Förderpläne
  • Sicherstellung einer sozialpädagogischen Betreuung

 

Finanzierung
Die Finanzierung des Projekts erfolgt aus ESF-Mitteln im Rahmen des Operationellen Programms des Freistaats Thüringen. Gefördert werden im Schuljahr 2006/2007 ca. 750 Jugendliche in 55 Lerngruppen.