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Die Sitzung des Landeskuratoriums für Erwachsenenbildung am 18. März 2010 stand ganz im Zeichen der gegenwärtigen und zukünftigen Rolle dieses Bildungsbereiches im Freistaat. Staatssekretär Prof. Dr. Merten würdigte die unverzichtbaren Leistungen der Thüringer Erwachsenenbildungseinrichtungen und dankte den Mitgliedern des Landeskuratoriums für die gute Zusammenarbeit. Die jährlich im Durchschnitt geleisteten 500.000 Unterrichtsstunden der 23 Volkshochschulen und 13 freien Erwachsenenbildungseinrichtungen sowie mehr als 19.500 Teilnehmertage der drei Heimvolkshochschulen sprechen für ihr Leistungsvermögen. Die Bedeutung der Erwachsenenbildung als vierte Säule in der Thüringer Bildungslandschaft sei insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der Notwendigkeit des lebensbegleitenden Lernens unbestritten. Zukünftig käme es gerade deshalb darauf an, die Chancen der Älteren auf dem Arbeitsmarkt zu wahren. Gleichwohl sei berufliche Bildung nicht alles: Gerade Weiterbildungsansätze für Ältere erfordern immer auch die nicht erwerbsbezogenen Arbeits- und Lebensperspektiven auszuloten. Auch im ländlichen Raum leisten die Erwachsenenbildungseinrichtungen einen unverzichtbaren Beitrag.
Ein wichtiger Schwerpunkt werden auch zukünftig die Angebote für Erwachsene zum Nachholen von Schulabschlüssen und die Angebote im Bereich der Alphabetisierung sein. „Hier müssen wir deutlich zulegen.“, stellte Staatssekretär Merten fest.
„Bildung ist ein teures Gut, aber auch eine gute Investition.“, so der Staatssekretär mit Blick auf die nötige Finanzierung. Im Landeshaushalt sind deshalb für 2010 fast 6,5 Mio € vorgesehen, was einer Steigerung von mehr als 26 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Unschwer ist zu erkennen, dass sich das Bekenntnis der neuen Landesregierung für eine offensive Bildungspolitik auch im Erwachsenenbildungsbereich sichtbar niederschlägt.