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Am 06. Oktober 2011 fand in Erfurt der 3. Bildungstag der Erwachsenenbildung statt. Die Tagung stand unter dem Motto „Erwachsenenbildung im demografischen Wandel – ein Standortvorteil für die Region?“.
Prof. Peter Sedlacek, emeritierter Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsgeografie und Regionalentwicklung der FSU Jena, skizzierte in seinem Vortrag die Veränderungen, denen sich Thüringen im Zuge des Demografischen Wandels stellen muss: Bevölkerungsschwund, Zunahme von Älteren, kulturelle Diversifikation durch Zuzug, Vereinzelung.
In einer Podiumsdiskussion diskutierten Bürgermeister, Bildungspraktiker, Wissenschaftler und Vertreter der Landtagsfraktionen, welchen Stellenwert die Erwachsenenbildung in diesem Veränderungsprozess einnehmen kann. Die Diskussion machte deutlich, dass lebensbegleitendes Lernen, der Ausbau der Erwachsenenbildung und die Vernetzung aller Bildungsbereiche nicht nur an Bedeutung gewinnen werden, sondern sich als gesellschaftliche Notwendigkeit erweisen, um den demografischen Wandel zu bewältigen. Erwachsenenbildung wurde daher nicht nur als ein klarer Standortvorteil vor allem in strukturschwachen Regionen beschrieben. Darüber hinaus wird sie als wichtige integrierende gesellschaftliche Kraft betrachtet.