Freistaat Thüringen Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr

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Straßenbau

Autobahn im Bereich Eisenach/ Hörselberge

Straßen dienen nicht nur der Verbindung und dem Transport von Personen oder Gütern, Straßen sind auch Aufenthaltsraum und Erlebnisbereich. Die Art wie wir Wohnen, Arbeiten und Kommunizieren braucht die Straße. Dies ist so und wird in Zukunft so bleiben, weil wir Infrastrukturen nicht wechseln können, wie ein Sakko oder eine Hose.


Auch wenn die Wohnbevölkerung Thüringens in den nächsten Jahrzehnten zurückgeht, sagen uns die Verkehrsprognosen eine Zunahme des Individualverkehrs voraus, weil Autofahren von 18 bis 80 heute ebenso selbstverständlich ist, wie das Eigenheim auf dem Land, das Leben als Single oder das passende Fahrzeug für die individuelle Freizeitgestaltung.


Der Freistaat Thüringen verfügt derzeit 498 km Autobahnen, 1.691 km Bundes- und 4.708 km Landesstraßen. Er verwaltet die Bundesfernstraßen gemäß Artikel 90 GG im Auftrag des Bundes und trägt die Kosten für deren Verwaltung und Planung. Die Abteilung Autobahnen im Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr mit seiner Betriebsleitzentrale in Zella-Mehlis sowie den Autobahnmeistereien in Blintendorf, Erfurt, Zella-Mehlis, Breitenworbis und Hermsdorf sorgt für deren Nutzungsfähigkeit.


Am Ende des Jahrzehnts wird das Autobahnnetz in Thüringen auf 550 km angewachsen und komplett erneuert sein. Wesentlichen Anteil daran haben die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit. 10 Tunnels mit ca. 30 km Gesamtlänge und mehrere hundert Brücken machen die Thüringer Autobahnen nicht nur zu einer technischen Meisterleistung sondern auch zu einem besonderen Fahrerlebnis.

Bundes- und Landesstraßen ergänzen das Autobahnnetz als überregionale Verbindung oder als Zubringer zur Anbindung von Städten und Regionen, Wirtschaftszentren und touristischen Sehenswürdigkeiten. Mehr als 60 Ortsumgehungen sind seit 1990 entstanden.


Schrittweise mit der Fertigstellung der Autobahnen, Zubringer und Ortsumgehungen werden sich Durchgangsverkehre aus den Städten verlagern und wird sich die Bedeutung vieler Straßen verändern. Die Neuordnung und der schrittweise Um-, Aus- und Neubau der wichtigen Bundes-und Landesstraßen werden dafür sorgen, dass in den heutigen Ortsdurchfahrten eine Beruhigung eintritt und die Belastung der Anlieger durch Lärm und Schadstoffe gemindert wird.

Ausbau, Erhaltung und Verkehrssicherung ist Aufgabe der Straßenbauämter Ostthüringen, Mittelthüringen, Nordthüringen und Südwestthüringen mit Sitz in Gera, Erfurt, Leinefelde-Worbis und Zella-Mehlis. Die Abteilung Erhaltung im Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr wacht über den Zustand der Straßen und Brücken. Für Schwerlasttransporte werden dort geeignete Routen zusammengestellt. Die Wahrnehmung der Verkehrssicherungspflicht erfolgt durch den Gebietsingenieur, den es für jeden Landkreis gibt. Die motorisierte Straßenaufsicht sorgt durch regelmäßige Befahrung für sichere Straßen.

Straße ist Arbeitsraum, in Thüringen in der Regel zwischen April und Oktober, die Beschäftigung schafft und Einkommen sichert. Verkehrsraumeinschränkungen durch die örtlich zuständigen Verkehrsbehörden gehören daher zum Alltag. Gänzlich ohne Behinderung wird es jedoch nicht gehen, das erfordert Verständnis und manchmal auch ein wenig mehr Gelassenheit.

Luftbild Nordabschnitt Erfurter Ring