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Medieninformation
Carius: Perspektiven für Flughafen Erfurt – Weimar
Betriebskonzept zielt auf mehr Wirtschaftlichkeit und geringere Zuschüsse
„Wir wollen den Verkehrsflughafen Erfurt – Weimar stärken und als relevanten Teil der Verkehrsinfrastruktur des Landes erhalten. Deshalb habe ich für den Flughafen Erfurt ein zukunftsfähiges Betriebskonzept mit dem Ziel erarbeiten lassen, Wege aufzuzeigen, wie die Wirtschaftlichkeit nachhaltig gesteigert und die jährlichen Zuschüsse des Freistaats reduziert werden können.“ Das erklärte heute (Dienstag) Verkehrsminister Christian Carius nach der Kabinettsberatung in Erfurt.
„Wir haben aufgrund der Koalitionsvereinbarung von 2009 und des grundsätzlichen Konsolidierungsbedarfs des Landes die Firma Desel Consulting im vergangenen Jahr mit der Erstellung dieser Studie beauftragt“, so Carius weiter. „Es geht darum, die Stärken und Schwächen der Flughafen Erfurt GmbH (FEG) in einem sich wandelnden Luftverkehrsmarkt transparent zu machen. Gleichzeitig wurden die Perspektiven des Flughafens im Bereich Luftverkehr, insbesondere die touristischen Entwicklungspotenziale als auch der Standort für gewerbliche Aktivitäten bewertet.“
„Es gilt das Niveau von 2010 mit rund 290.000 Touristik-Passagieren mittelfristig wieder zu erreichen und das Frachtgeschäft zu stabilisieren. Zudem sind freie Gebäudekapazitäten und Flächen für gewerbliche Zwecke im so genannten Non-Aviation-Bereich verstärkt zu nutzen. Bei der Flexibilisierung der Personalkapazität und der Vermarktung der Infrastruktur sind die lokalen und regionalen Landesentwicklungsgesellschaften die kompetenten Ansprechpartner. Im Übrigen haben wir mit allen Beteiligten, der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat Gespräche geführt. Die FEG hat mit dem Betriebskonzept jetzt eine solide Grundlage zur Weiterentwicklung des Flughafens Erfurt – Weimar“, sagte Minister Carius.
Die Landesregierung hat seit der Wende rund 220 Millionen Euro in den Flughafen Erfurt – Weimar investiert. Der Hauptkunde Air Berlin hat sich im vergangenen Jahr weitgehend zurückgezogen. Die jährliche Subventionierung der München-Linie in Höhe von zwei Millionen Euro pro Jahr wurde bereits Ende 2011 eingestellt. Der Flughafen vermietet bereits umfänglich Betriebs- und Büroflächen an Behörden und Dienstleister wie Bundes- und Landes-Polizei, Deutsche Flugsicherung, Lufthansa, TNT, Deutscher Wetterdienst und Schenker.
Der Freistaat Thüringen ist 95-prozentiger Gesellschafter der FEG. Die Landeshauptstadt Erfurt ist mit fünf Prozent an der FEG beteiligt.