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Carius plädiert für neuen Nachwuchspreis
Minister und IKT-Präsident Mönnig verleihen Thüringer Ingenieurpreis 2011
„Wir brauchen innovatives Denken zur Lösung der großen Zukunftsaufgaben. Ingenieurtechnisches Know-how ist bei Herausforderungen wie Energiewende und Energieeffizienz, bei der Umsetzung der Internationen Bauausstellung oder beim Stadtumbau besonders gefragt.“ Das erklärte heute (Donnerstag) Christian Carius, Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, bei der Verleihung des „Thüringer Staatspreises für Ingenieurleistungen 2011“ in der Staatskanzlei in Erfurt. „Das Ingenieurwesen ist eines der Fundamente, auf denen eine wirtschaftlich gesunde Gesellschaft gegründet ist. Der technische und wissenschaftliche Standard dieses Fundaments bestimmt die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur eines Landes ebenso wie die Alltagskultur seiner Bürger. Die Qualität des Ingenieurwesens zu sichern, die Arbeit der Ingenieure zu fördern und den Menschen als Verbraucher Schutz und Sicherheit zu geben, gehört zu den Hauptaufgaben der Ingenieurkammer Thüringen. Ohne die Leistungen unserer Ingenieure wird es keine grüne Wende in der Energiepolitik geben“, ergänzte der Präsident der Thüringer Ingenieurkammer (IKT), Prof. Dr. Hans-Ulrich Mönnig.
Carius plädierte dafür, zukünftig auch einen Nachwuchspreis auszuloben und gezielt die Thüringer Universitäten und Hochschulen mit im Blick zu haben. „Wir wollen noch mehr Raum für Zukunftstechnologien wie Photovoltaik, Geothermie oder Solarenergie schaffen. Dies sollte in den Bewerbungskriterien zum Ingenieurpreis zukünftig explizit berücksichtigt werden.“
„Alle Wettbewerbsbeiträge“, so der Minister weiter, „dokumentieren die Leistungsstärke der Ingenieure unseres Landes. Sie rücken die Faszination der Technik in den öffentlichen Fokus.“
Preisträger 2011 ist das Ingenieurbüro Dr. Hans-Reinhard Hunger aus Weimar für den Neuaufbau der Kirchturmhaube in Kleinneuhausen. Die Jury nennt das Ensemble ein „unverwechselbares Projekt der Ingenieurleistung im ländlichen Raum.“ Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Eine mit 3.000 Euro dotierte Anerkennung erhielt das Ingenieurbüro Kleb GmbH aus Erfurt für den Neubau einer Fußgängerbrücke über die Bahnanlage in Ilmenau. Die zweite, mit 2.000 Euro dotierte Anerkennung ging an das Ingenieurbüro Dr. Krämer GmbH aus Weimar für ingenieurtechnische Leistungen beim Neubau der Vogtlandhalle in Greiz. Minister Carius dankte allen Preisträgern für ihr beispielhaftes Engagement.
Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Staatspreis wurde 1998 von der Ingenieurkammer als „Thüringer Ingenieurpreis“ etabliert Seit 2009 wird er als „Thüringer Staatspreis für Ingenieurleistungen“ vom Bauminister in Kooperation mit der Kammer verliehen. Gewürdigt wird die kreative Leistungsfähigkeit dieser Berufsgruppe. Die IKT hat nach eigenen Angaben rund 1.600 Mitglieder.