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Medieninformation
17,6 Millionen für die Wachstumsinitiative Altenburg
Minister Carius übergibt Förderbescheid zur Sanierung des Ritterguts Treben
„Bei den Wachstumsinitiativen wollen wir ausgewählte Schlüsselprojekte umsetzen. Sie sollen strukturwirksame Effekte in den Regionen Altenburg und Kyffhäuser auslösen“, sagte der Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, heute in Erfurt bei der Übergabe eines Fördermittelbescheides zur weiteren Sanierung des Ritterguts Treben. Der Bürgermeister von Treben, Klaus Hermann, und der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue, Uwe Melzer, nahmen den Bescheid über gut 500.000 Euro für den Umbau der Mälzerei des Ritterguts zu einem Bürgerzentrum entgegen.
„Die Wachstumsinitiative Altenburg ist auf einen erfolgreichen Weg gebracht worden. Nach der Einsetzung der Steuerungsgruppe und der Bewilligung des Regionalbudgets von 900.000,- Euro im Jahr 2010 folgen nun die Bewilligungen und Förderungen für einzelne Maßnahmen. So konnte der Umbau einer Kreuzung in Altenburg zu einem Kreisverkehr mit 210.000 Euro unterstützt und die Fahrgastinformation an den Bahnhöfen Schmölln, Gößnitz und Nöbdenitz verbessert werden. Auch die Arbeiten zum Teilabbruch des Gößnitzer Bahnhofs wurden durch die Wachstumsinitiative abgesichert“, so Carius weiter.
Neben dem Rittergut Treben wird auch das Projekt „Ärztehaus Starkenberg“ aus Mitteln des neuen Städtebauprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Netzwerke und Kooperation“ gefördert werden. Für drei weitere Projekte wurden jetzt die Förderanträge gestellt: Sanierung des Hallenbades Altenburg, Errichtung eines Reisemobilstellplatzes am Großen Teich und für das Gewerbegebiet in der Poststraße in Altenburg. Insgesamt wurde in der interministeriellen Arbeitsgruppe der „Wachstumsinitiative Altenburger Land“ Einvernehmen über eine Liste von 18 Projekten in Altenburg, Meuselwitz und Gößnitz erzielt, die bis 2016 für 17,6 Millionen Euro mit Unterstützung durch Städtebaufördermittel realisiert werden sollen. Insgesamt umfasst die Projektliste der Wachstumsinitiative mittlerweile 96 Vorhaben.
Das Rittergut Treben ist mit seinen Gebäuden, Teichen und dem dazugehörigen Park einmalig im Altenburger Land und befindet sich im Eigentum der Gemeinde. Zwischenzeitlich wurde das Herrenhaus saniert und beherbergt heute die Verwaltung der Gemeinde und der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue, ebenfalls hergerichtet wurden die Außenanlagen. Mit der Sanierung der ehemaligen Mälzerei sollen neben Räumlichkeiten für die verschiedenen Vereine des Ortes und des Umlandes, ein größerer Saal für Versammlungen und Veranstaltungen bereitgestellt werden. Das Vorhaben wird insgesamt über eine Millionen Euro kosten. Einen ersten Bauabschnitt für rund 750.000 Euro wird nun mit 500.000 Euro aus dem Bund-Länderprogramm gefördert.
Der kommunale Mitleistungsanteil konnte darüber hinaus nochmals um knapp 140.000 Euro gesenkt werden. „Die zusätzliche Senkung des kommunalen Anteils an der Projektfinanzierung ist ein bereits in der Wachstumsinitiative Kyffhäuser erprobtes Mittel. Beide Regionen sind neben dem Strukturwandel auch vom demografischen Wandel stark gekennzeichnet. Diese Ausgangssituation hat zur Ausweisung beider Regionen als „Raum mit besonderen Entwicklungsaufgaben“ geführt. Diesen Räumen werden wir bei Planungen und Maßnahmen zur Stärkung des ländlichen Raums besondere Aufmerksamkeit widmen“, sagte Minister Carius.
Das neue Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ soll Kommunen in dünn besiedelten ländlichen Räumen bei der Gestaltung der Folgen des demografischen Wandels unterstützen. Durch den Rück- und Umbau von Einrichtungen, eine Mehrfachnutzung durch verschiedene Akteure und Anbieter sollen bedarfsgerechte Projekte entstehen, die langfristig gesichert sind. Die konzeptionelle Grundlage sollen integrierte Regionale Entwicklungskonzepte zur Infrastrukturentwicklung bilden, die kommunale Kooperationen fördern und unter Einbeziehung der betroffenen Akteure erarbeitet wurden. Nach rund 1,4 Millionen Euro in 2010 sind dieses Jahr gut 2,8 Millionen Euro zur Förderung von Projekten in Thüringen durch Bund und Land eingeplant.
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Klaus Hermann, Bürgermeister der Gemeinde Treben (Bildmitte) und Uwe Melzer, Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue (re.,) nahmen von Minister Christian Carius (li.) am 11. April 2011 im Ministerium einen Fördermittelbescheid entgegen. (Foto: TMBLV)