
„Bau- und Erhaltungsmodell für Landesstraßen im Saale-Holzland-Kreis“:
Unterzeichnung und Vorstellung des Projektvertrages
Der Projektvertrag für das erste PPP-Modell im Straßenbau (Public Private Partnership) zwischen dem Freistaat Thüringen und der Streicher GmbH Jena wurde am 23. November 2007 in Schkölen (Saale-Holzland-Kreis) unterzeichnet.
Das Pilotprojekt ist auf folgenden drei Teilabschnitten (ohne Ortsdurchfahrten) vorgesehen: Schkölen-Steudnitz (L 2306, 10,4 km), Schkölen-Gösen (L 1071, 4,8 km) und Schkölen-Landesgrenze Sachsen-Anhalt (L 1372, 4,2 km). Es beinhaltet die grundhafte Erneuerung sowie Erhaltung und Unterhaltung dieser Straßenabschnitte über einen Zeitraum von 30 Jahren durch den privaten Betreiber, der grundsätzlich alle mit der Durchführung verbundenen Risiken übernimmt (Bauausführungs-, Fertigstellungs-, Erhaltungs- und Finanzierungsrisiko). Der Vorteil der PPP-Beschaffungsvariante liegt im Vergleich zur konventionellen Beschaffung bei knapp 1,5 Mio. €.
Trautvetter sieht das Pilotprojekt als richtigen und wichtigen Schritt vor dem Hintergrund der vorhandenen Zustandsmängel und Qualitätsdefizite im Landesstraßennetz sowie im Kontext der Zielstellung von künftig ausgeglichenen Landeshaushalten. „Mit der vor vier Monaten entschiedenen Auftragsvergabe wird Thüringen nun auch bei PPP-Projekten im Straßenbau zum Vorreiter, nachdem wir bereits in den 90-er Jahren im Staatlichen Hochbau mit einer öffentlich-privaten Partnerschaft begonnen hatten“, sagte Trautvetter anlässlich der Vertragsunterzeichnung.