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Versorgung und Integration

Inklusion von Behinderten in die Zivilgesellschaft und Sozialisierungsprobleme in Russland und Deutschland

Wie wird die UN-Behindertenkonvention in den Regionen und Kommunen umgesetzt? Dieser Frage gingen die Teilnehmer eines bilateralen Seminars im russischen Kaluga (Partnerstadt von Suhl) nach, das die sozialen und bildungspolitischen Aspekte der Inklusion von Menschen mit Handicap hinterfragte. In seinem Vortrag über das Opferentschädigungsgesetz und dessen praktische Anwendung schilderte Falk E. Wenzel (Leiter der Abteilung Versorgung und Integration im Landesverwaltungsamt) anhand eines Beispiels den behördlichen Weg von der Anerkennung eines Opfers durch Gewalttat über die Feststellung des gesundheitlichen Schadens sowie die Gewährung von Rentenleistungen bis hin zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Vergleichbares, so Falk Wenzel, gäbe es in Russland seines Wissens bislang noch nicht.

Die Stiftung West-Östliche Begegnungen in Berlin und die Akademie für Volkswirtschaft und den Staatsdienst beim Präsidenten der Russischen Föderation in Kaluga organisierten das Seminar im Rahmen des vom Auswärtigen Amt in Berlin geförderten Projektes „Gemeinsam handeln – INKLUSION, Demokratie und Vielfalt entdecken“.