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Inhalt

Digitales Basis-Landschaftsmodell - Basis-DLM -

Das Digitale Basis-Landschaftsmodell (Basis-DLM) ist das Landschaftsmodell mit den meisten Objekten und Attributen und somit der größten Informationsdichte sowie der höchsten Lagegenauigkeit.
 

Aufbau

Das Basis-DLM wird in drei Stufen aufgebaut.

1. Stufe:
Zunächst erfolgte die Ersterfassung der Straßen, Wege, Eisenbahnen, Gewässer, bebauten Flächen, Vegetationsflächen und administrativen Grenzen. Der Aufbau der 1. Stufe wurde 1996 abgeschlossen.

2. Stufe:
Anschließend wurde die Stufe 1 aktualisiert und weitere Objekte wie Bauwerke, Bäume, Naturschutzgebiete usw. erfasst. Die 2. Stufe wurde nach Fertigstellung der 1. Stufe begonnen und 2003 beendet.

3. Stufe:
Aktualisierung der Stufe 2 und die Erfassung des restlichen Inhaltes des Basis-DLM, u.a. das Gebäudekennzeichen. Die Arbeiten an der 3. Aufbaustufe wurden 2004 begonnen. Mit dem Abschluss der 3. Aufbaustufe liegt das Basis-DLM vollständig vor.

Die Stufen werden jeweils flächendeckend für ganz Thüringen aufgebaut, wobei der Inhalt mit jeder weiteren Stufe verdichtet wird.

Inhalt

Der Inhalt des Basis-DLM wird im Basis-Objektartenkatalog (Basis-OK) festgelegt und wurde wie auch in anderen Bundesländern durch einige wenige landesspezifische Objektarten ergänzt. Das Basis-DLM beinhaltet sechs Objektbereiche (Siedlung, Verkehr, Vegetation, Gewässer, Relief und Gebiete), mit einer Vielzahl von ca. 140 Objekten und deren Attributen.

Datenquellen

Zur Erfassung der Daten für die 1. Stufe wurden die topographischen Karten im Maßstab 1:10 000 genutzt. Für die weiteren Aufbaustufen werden Veränderungen aus den digitalen Orthophotos entnommen, welche durch Meldungen aus weiteren Informationsquellen (u.a. Amtsblättern), Informationen von anderen öffentlichen Stellen (u.a. Landesämter, Kommunen) sowie durch Ermittlungen im Außendienst ergänzt werden. Regional sind 17 Gebietstopographen unterwegs, um die neuesten Informationen über die Veränderungen in der Landschaft zu erkunden und einzumessen. Dazu sind die Gebietstopographen mit modernster Technik, wie Laptop und GPS-Empfängern, ausgestattet. Die aufgenommenen Daten werden digital an den Innendienst abgegeben und in das Basis-DLM eingearbeitet.

Fortführung

Das Basis-DLM wird anhand der o. g. Informationen und Daten ständig vom TLVermGeo aktualisiert. Einerseits werden alle Daten kontinuierlich in einem 5-Jahres-Zyklus fortgeführt, andererseits werden zusätzlich die wichtigsten Objekte in einem Abstand von einem halben bis einem Jahr aktualisiert (Spitzenaktualität). Zu den Objekten, die der Spitzenaktualität unterliegen, gehören u.a. Straßen, Flughäfen, Verwaltungseinheiten, Naturschutzgebiete, Schienenbahnen, Masten und Windräder.

Nutzungsmöglichkeiten

Das Basis - DLM bietet viele Vorteile für den Nutzer:

  • Erfassung von kompetenter Stelle auf der Grundlage amtlicher bundeseinheitlicher Unterlagen
  • Einheitliches räumliches Bezugssystem (Gauß - Krüger - Koordinatensystem)
  • Einheitliche objektbezogene Datenstruktur und Datenmodellierung
  • vielfältige Verknüpfungsmöglichkeiten mit Fachdaten
  • hohe Inhaltsdichte und Genauigkeit (ca. 3 - 5 m)

Aufgrund seiner Vorteile ist das Basis-DLM hervorragend als räumliche Bezugsgrundlage für die folgenden Anwendungen geeignet:

  • Aufbau von Geoinformationssystemen
  • Verknüpfung mit bereits vorliegenden raumbezogenen Fachinformationen zum Aufbau von Fachinformationssystemen
  • Verknüpfung mit anderen Daten, z. B. mit digitalen Orthophotos
  • Ableitung von topographischen und thematischen Karten in den Maßstäben 1:10 000 und 1:25 000
  • Verkehrsleitsysteme zur Koordinierung von Fahrzeugen
  • Einsatz für Rettungsleitsysteme zum schnellen Erreichen der Einsatzorte
  • Planungen aller Art

Anwendungsgebiete sind z. B. Energie-, Forst- und Landwirtschaft, Verwaltung, Landnutzungs-, Regional- und Streckenplanung, Straßenbewirtschaftung, Verkehrsnavigation, Transport, Umweltschutz und Geologie, aber auch Kultur, Erholung und Freizeit sowie Kommunikation.

Die Bundesbehörden und die Bundeswehr nutzen die ATKIS-DLM-Daten in ihren Bereichen für Planungszwecke sowie für Übungen ebenfalls.

Datenabgabe, Datenformate

Die Daten liegen flächendeckend in einer Datenbank vor. Sie können im Blattschnitt der Topographischen Karte 1:25 000 (TK25) abgegeben werden oder auch für bestimmte Gebiete (z. B. Landkreise). Auf Wunsch können auch inhaltliche Auszüge von den Daten bereitgestellt werden (beispielsweise alle Gewässer oder alle Straßen oder auch Kombinationen von Inhalten).

Die Daten des Basis-DLM liegen im Gauß-Krüger-Koordinatensystem im 4. Meridianstreifen vor (Potsdam Datum 1983 - PD83).

Angebotene Abgabeformate sind:

  • Einheitliche Datenbankschnittstelle (EDBS)
  • Shape-Files
  • Drawing Exchange Format (DXF)

Nach dem Erhalt der ersten Daten im EDBS-Format können Aktualisierungen als Differenzdatensätze im Rahmen des Beziehersekundärnachweisverfahrens (BZSN-Verfahren) bezogen werden.

Testdaten

Testdaten können Sie bei uns anfordern.

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