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Zum Profil der Behörde gehören seit Anbeginn die zeit- und regionalgeschichtliche Aufarbeitung und politische Bildung.
Neben den „klassischen“ Bildungsformen, wie Vorträgen, Veranstaltungen, Publikationen, Ausstellungen, gruppenspezifischen Weiterbildungen oder Buchlesungen, werden seitens der Behörde Projekte für die Schülerarbeit angeboten und eigene thüringengeschichtliche Forschungen und Analysen im Zusammenhang mit dem Wirken der Staatssicherheit und des SED-Regimes erarbeitet.
Bürger, Behörden, Journalisten, Lehrer, Forscher werden zu allen Themen der Aufarbeitung des Wirkens der Staatssicherheit und weiterer Folgewirkungen der SED-Diktatur beraten.
Seit 1994 erscheinen in der TLStU-Buchreihe Erinnerungen von politisch Verfolgten, Studien zur Staatssicherheit und regionalgeschichtlichen Themen sowie Quelleneditionen. Jedes Jahr werden etwa fünf Neuerscheinungen vorbereitet und verbreitet. Broschüren unter 120 Seiten sind für Thüringer kostenfrei.
Veranstaltungen, Buchlesungen, Kunstprojekte und Tagungen werden thüringenweit organisiert, darunter der jährliche Bundeskongress mit den Opferverbänden. In den letzten Jahren wurden wöchentlich mehrere Besucherführungen am historischen Ort der Stasi-Haftanstalt Erfurt sowie jährlich mehrmonatige Sommer-Projekte angeboten. Diese ist seit Anfang 2010 wegen Umbau geschlossen.
Für Schulen werden Quellen-Zeitzeugen-Projekte, die Betreuung von Seminarfacharbeiten angeboten und schülergerechte Veranstaltungen aller Art auf Anfrage angeboten.
Jährlich entsteht eine neue Wanderausstellung, die in Thüringer Rathäusern, Gedenkstätten etc. gezeigt wird.
Außerdem gibt es eine Behördenbibliothek mit den Sammlungsschwerpunkten: Geschichte zwischen 1945 und 1990, Staatssicherheit, Thüringen, Aufarbeitung, Rechtsfragen, Osteuropa und Einheit.
Die Zusammenarbeit mit Zeitzeugen und die enge Verzahnung mit der Beratung und Unterstützung für politisch Verfolgte ermöglichen ein breites Angebot lebensgeschichtlicher und anschaulicher Aufarbeitungsprojekte.
Regelmäßige Forschungsprojekte geben die Grundlage für Angebote und Auskünfte zu Sachfragen über das Funktionieren des SED-Regimes in Thüringen vom Grenzregime über das Wirken der Staatssicherheit bis hin zu Ereignissen im Umfeld des 17. Juni, des Prager Frühlings, der Revolution 1989/90 etc.