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Salmonellen gehören weltweit zu den häufigsten bakteriellen Krankheitserregern, die Magen-Darm-Erkrankungen hervorrufen können. Das Hauptreservoir von Salmonellen sind landwirt-schaftliche Nutztiere, insbesondere zur Fleischgewinnung gehaltene Rinder, Schweine und Geflügel sowie daraus erzeugte tierische Lebensmittel. In geringerem Maße kommen Salmonellen auch im Wasser, Boden und auf Pflanzen vor.
Salmonellen sind hitzelabile stäbchenförmige Bakterien, die im Temperaturbereich von 10 – 47°C, in einigen Fällen bereits ab 6 – 8°C, wachsen, bei Temperaturen von mehr als 70°C werden sie abgetötet. Von den bisher bekannten mehr als 2400 Salmonella-Serovaren haben praktisch nur 20 bis 30 als Erreger von lebensmittelbedingten Erkrankungen eine epidemiologische Bedeutung. In der Umwelt und in bzw. auf verschiedenen Lebensmitteln sind sie bis zu mehreren Monaten überlebensfähig. Durch Einfrieren werden sie nicht abgetötet.
Die Salmonellose ist die klassische Lebensmittelinfektion. Die Infektion des Menschen erfolgt in der Regel durch den Verzehr infizierter oder kontaminierter Lebensmittel, seltener durch kontaminiertes Trinkwasser oder als Schmierinfektion. Die Infektionsdosis für den erwachsenen Menschen liegt bei 10 4 bis 10 6 Keimen. Wenn sich Salmonellen in stark fetthaltigen Lebensmitteln wie Käse, Hamburger, Salami, Schokolade, aber auch in Gewürzen bzw. in Tee befinden oder bei besonderer Disposition, z. B. Abwehrschwäche (Säuglinge, Kleinkinder, alte Menschen), sind jedoch Erkrankungen bereits bei Infektionsdosen unter 100 Keimen beobachtet worden.
Die Inkubationszeit beträgt 5 bis 72 Stunden (in der Regel 12 – 36 Stunden) und ist abhängig von der Infektionsdosis und dem Serovar. Die Erkrankung beginnt meist plötzlich mit zahlreichen wässrigen Stühlen, Leibschmerzen, teilweise mit Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Die Symptome treten in der Regel wenige Stunden oder Tage auf. Die Keimausscheidung von Enteritis-Salmonellen dauert im Mittel drei bis sechs Wochen, bei Säuglingen aber auch über Monate. Dauerausscheidung über sechs Monate ist relativ selten.
Neben der Schaffung und Erhaltung der Voraussetzungen für die Produktion von salmonellenfreien Lebensmitteln und der strikten Einhaltung der Hygienevorschriften bei der Gewinnung, Be- und Verarbeitung, Lagerung sowie beim Transport und Verkauf von Lebensmitteln, insbesondere tierischen Ursprungs, können folgende individuelle Maßnahmen beim Endverbraucher vorbeugend wirken: